Test 2015Scott Scale 900 RC

Stefan Loibl

 · 14.01.2015

Test 2015: Scott Scale 900 RCFoto: Georg Grieshaber
Test 2015: Scott Scale 900 RC
"Never change a winning team", erkannte der englische Fußballtrainer Sir Alf Ramsey bereits in den 70er-Jahren und hatte damit Erfolg. Denn nicht nur, weil etwas neu ist, muss es automatisch besser sein. Das dürfte auch Rennsport-Vorreiter Scott gedacht haben. Denn, obwohl das Scale für 2015 keine Frischzellenkur erfahren hat, fährt Nino Schurter mit seinem 27,5-Zöller im Worldcup der Konkurrenz um die Ohren.

Nach wie vor kann der Rahmen (1105 Gramm) locker mit der Konkurrenz mithalten. Nur mit der 34,9er-Sattelstütze stößt er an seine Komfortgrenzen. An Vortrieb mangelt es dem Kletterkünstler im gelbschwarzen Gewand allerdings nicht. Und spätestens als wir auf den Borderline-Downhill unserer Testrunde einbiegen, kann das Scale seine Race-Gene nicht mehr verbergen. Aggressiv wirft sich das 29er in die Anlieger, zirkelt im Renntempo präzise durch den Parcours. Wie ein eingespieltes Team eben.


Fazit: Das Scale gibt seit Jahren in der Königsklasse der Hardtails den Ton an. Das bleibt auch 2015 so.


PLUS Race-Geometrie, kräftige und gut dosierbare Bremsen
MINUS Vorbauklemmung, schmale Reifen, wenig Komfort


Die Alternative Alle Scale-Modelle gibt es in zwei Laufradgrößen. Die Premium-Version kostet zwar 600 Euro mehr, dafür bekommt man Shimanos mechanische XTR mit Zweifach-Kurbel für mehr Bandbreite.

  Ein Teil, drei Schrauben: Um den Ritchey-Vorbau beim Scott Scale zu justieren, benötigt man drei unterschiedliche Werkzeuge. In Mini-Tools fehlen kleine Torx oft.Foto: Georg Grieshaber Ein Teil, drei Schrauben: Um den Ritchey-Vorbau beim Scott Scale zu justieren, benötigt man drei unterschiedliche Werkzeuge. In Mini-Tools fehlen kleine Torx oft.

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