Um den hohen Anforderungen im Weltcup standzuhalten, bringt die Enduro-Kategorie mehr und mehr reine Abfahrer hervor, die nur noch mit viel Überzeugung klettern wollen, dafür aber volles Potenzial bergab besitzen. Wir haben die besten drei Enduros aus diesjährigen BIKE-Tests aufgelistet und zeigen, wie sie sich von der Konkurrenz abgrenzen.
Das Erstlingswerk der kleinen, in Andorra beheimateten Marke Forestal verkörpert den maximalen Enduro-Spirit und konnte sich in unserem großen Vergleichstest gegen namhafte Konkurrenz behaupten. Neben dem ausgewogenen Handling und einer sehr guten Steifigkeitsverteilung beim Rahmen konnte uns das vergleichsweise simple Hinterbaukonzept restlos überzeugen. Das Fahrwerk arbeitet feinfühlig, steht dennoch gut im Hub und verdaut auch grobe Schläge. Zudem vermittelt die Geometrie extrem viel Sicherheit.
Es ist schier beeindruckend, wie viel die britische Marke Privateer für 3289 Euro in den Versandkarton packt. Das gilt sowohl für die Ausstattung, als auch für die Performance auf dem Trail. Im Downhill zählt das extrem schwere 161 zu den souveränsten Modellen am Markt. Zudem suchen die überdimensionierte und robuste Bauart sowie die Servicefreundlichkeit ihresgleichen. Für verspielte Piloten oder Enduristen, die auch auf ausgedehnten Touren treten wollen, allerdings zu träge und schwer.
80 Prozent Downhill und 20 Prozent bergauf – moderne Enduros sind meist schwere Spezialisten. - Peter Nilges, Test-Redakteur BIKE
Mit einem in allen Lebenslagen unkomplizierten Handling und einem verspielten Charakter fährt sich das Last Coal in die Herzen unserer Tester. Die Geometrie trifft voll ins Schwarze, das Fahrwerk zeigt sich sahnig. Ballern kann das Alu-Enduro auch – allerdings nicht auf dem brachial-kompromisslosen Niveau einiger Maschinen aus dem Rennzirkus. Dafür ist die Vielseitigkeit und damit die Touren-Eignung für ein Enduro extrem hoch. Dank Konfigurator zudem vielseitig in der Wahl der Ausstattung.