Laurin Lehner
· 24.02.2026
Nein, das Arbeitsgerät von Supertalent Benard Kerr ist nicht brandneu, aber immer noch brandaktuell. Das Bike kommt mit einer aufwendigen Highpivot-Konstruktion inklusive Doppelkettenantrieb dahergerollt. Pivot nennt das Konzept Mid-High-Pivot DW6. Es soll den Spagat aus feinem Ansprechverhalten und gutem Gegenhalt schaffen. Das Phoenix rollt auf einer Mullet-Bereifung (29/27,5 Zoll). Bei dieser limitierten Auflage hat das Arizona-Label dem Bike neue und edle Komponenten von Sram und Rockshox spendiert. Dabei auch die überarbeitete Sram Maven (hier im ersten Test). Das Sondermodell erscheint in Electric Red, einer Farbe aus der RockShox-Geschichte. Die Produktion beschränkt sich auf 100 Stück weltweit.
Schick siehts aus, das Pivot Phoenix, doch wie fährt es sich? Wir haben den Downhiller bereits getestet. Hier gehts zum Test: >> Test Pivot Phoenix Pro Das Arbeitsgerät von Bernard Kerr <<
Das Pivot Phoenix fährt sich so präzise wie eine Rasierklinge. Es ist schnell und entwickelt massig Vortrieb. Dabei gibt es dem Piloten deutliches Feedback vom Untergrund. Das ist geil, das ist racig, doch es ist auch ganz schön anstrengend.
Laurin Lehner, BIKE-Testredakteur (Testeindruck vom Test 2024)
Die brandneue RockShox Boxxer Ultimate Gabel verwendet die LinearXL Luftfeder. Diese Technologie soll nach Herstellerangaben ein Ansprechverhalten ähnlich einer Stahlfeder bieten, mit verbesserter Unterstützung im mittleren Federweg. Die ButterWagonTech-Schmierung hält die Buchsen konstant geschmiert, um Reibung zu reduzieren.
Der Vivid Ultimate DH Dämpfer (auch der soll neu sein, verraten dürfen wir aber noch nichts) arbeitet mit der Gabel zusammen. Das System soll die Bodenhaftung erhöhen und das Fahrwerk stabil halten, wenn Geschwindigkeit und Gelände anspruchsvoll werden. Die Abstimmung erfolgte speziell für den Phoenix-Rahmen.
Sram entwickelte die XX DH Transmission als drahtloses Schaltsystem für Downhill-Rennen. Die Schaltung arbeitet mit AXS-Funktechnologie und verzichtet auf Kabel am Lenker. Das System soll präzise Schaltvorgänge unter Last ermöglichen.
Die Kassette bietet sieben Gänge mit einer Bandbreite von 10 bis 24 Zähnen. Die eng gestuften Übersetzungen sollen Kraftübertragung in Sprints und schnellen Sektionen verbessern. Der Verzicht auf zusätzliche Gänge reduziert Gewicht und Komplexität gegenüber herkömmlichen Downhill-Kassetten.
Der Carbon-Rahmen erstrahlt im gleichen „Electric Red“ wie die Boxxer-Gabel – da beißt sich nichts, hier passt alles wie aus einem Guss. Wer das auf 100 Stück limitierte Bike nicht sofort an den neuen Komponenten erkennt, dem springt spätestens die markante Rahmenfarbe ins Auge. Auch das duale Kettendesign von Pivot fügt sich nahtlos ins Gesamtbild ein.
Das Phoenix XX DH Special Edition kostet ganze 10.600 US-Dollar. Teuer, doch Pivot-Kunden sind fünfstellige Preise gewohnt. Die limitierte Auflage umfasst 100 Einheiten für den weltweiten Markt.

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