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Wenn Geld keine Rolle spielen würde, dann … – diesen Gedanken wird das Gros der Deutschen nicht weiter spinnen wollen. Denn nur rund zehn Prozent der hiesigen Bevölkerung geben an, sich um Geld keine Sorgen zu machen. Und nicht alle in dieser kleinen Minderheit sind pekuniär sorgenfrei, weil sie in Wohlstand schwimmen; manche sind es schlicht, weil ihnen Konsum nicht wichtig ist. Sie gehören also keinesfalls zu jener Klientel, die man zum potenziellen Interessentenkreis hochpreisiger Highend-Mountainbikes zählen darf.
Teure Highend-Mountainbikes sind also ein exklusives Gut, das in homöopathischen Stückzahlen verkauft wird. Gleichwohl ist dieses Radsegment für die Hersteller sehr wichtig: Erstens können sie damit ihr Markenimage aufpolieren und zweitens sind die Margen bei Highend-Modellen extrem lukrativ. Die Marktrealität sieht jedoch anders aus: Der Großteil der MTB-Verkäufe findet im Preisbereich zwischen 2000 und 4000 Euro statt.
Unabhängig davon, wie viel Geld man bereit oder in der Lage ist, für ein neues Bike auszugeben: Für viele ist Mountainbiken mehr als nur ein Sport. Biken ist ein Statement für Selbstbestimmung, Freiheit und Individualität – und viele möchten, dass auch ihr Sportgerät diese Haltung vermittelt. Exklusive Marken, teure Anbauteile und eine außergewöhnliche Ästhetik ermöglichen es, sich zu exponieren. Und auch wenn solche Wünsche meist im Highend-Segment erfüllt werden, muss man sich im mittleren Preissegment noch lange nicht mit schnöder Konfektionsware zufriedengeben.
Wir haben vier erschwingliche Bikes aus dem Markt herausgefiltert, die sich durch Design und technischen Anspruch von der breiten Masse abheben.
Die fließenden Linien seines Carbonrahmens machen das Merida zu einem der ästhetischsten Hardtails, die im letzten Jahr durchs BIKE-Testsystem liefen.
Mit einer 120er Gabel und etwas flacheren Winkeln zeigt das Big.Nine Cross-Country-Gene mit Abfahrtseigenschaften. Der CF3-Carbonrahmen nutzt Nano Matrix Carbon-Technologie, bei der Nanopartikel im Harz die Schlagfestigkeit um bis zu 40 Prozent erhöhen sollen. Die Flex-Stay-Konstruktion lässt Sitz- und Kettenstreben wie Blattfedern arbeiten, was Vibrationen reduziert und den Komfort erhöht. 29-Zoll-Laufräder passen mit bis zu 2,4 Zoll breiten Reifen zwischen die Kettenstreben. Die RockShox Reba RL Gabel schreckt auch vor ruppigeren Abfahrten nicht zurück. Der Shimano-Schaltungs-Mix aus Deore, SLX und XT-Komponenten ist absolut funktional.
Hochwertiger Carbonrahmen, ästhetische Linien, breiter Einsatzbereich dank Trail-Geometrie.
So einen Carbonrahmen mit langer Geometrie und hochwertigen Anbauteilen muss man einfach mögen. Trotzdem bleibt der Preis fair.
Das Rose PDQ 1 nutzt einen Carbon-Rahmen mit 120 mm Federweg an der Front. Der Name steht für "Pretty Damn Quick" und beschreibt die Ausrichtung des Bikes zwischen Cross-Country und Trail. Und in der Tat: Das Race-Hardtail der Bocholter sieht schon im Stand leicht und schnell aus. Mit 10,9 kg in Größe M gehört das Hardtail zu den leichteren Modellen in der Downcountry-Kategorie. Rose bietet das Bike aktuell für schmale 2.300 Euro an. Allein gemessen an der Ausstattung ist das ein verlockender Preis: Hochwertiger Carbon-Rahmen, RockShox SID Base Gabel mit 120 Millimeter Federweg und drei Fahrmodi, sowie eine komplette Shimano XT Schaltgruppe mit 510 Prozent Bandbreite über zwölf Gänge. Dazu gibt es sechs Jahre Garantie.
Schicker Carbonrahmen, geringes Gesamtgewicht, hochwertige Ausstattung.
Mit der Optik seiner Fully-Plattform trifft der Versender ins Schwarze. Organische Carbonformen verleihen dem neuen Trailbike einen eleganten Look, der sich im Online-Konfigurator sogar noch individualisieren lässt.
Das Propain Hugene CF ist die konsequente Weiterentwicklung des beliebten Trailbikes der Direktversender-Marke. Im BIKE-Test überzeugte es als modernes, vielseitiges Trailbike mit Fokus auf Effizienz und Fahrspaß.
Der Carbonrahmen ist komplett neu konstruiert und auf 29-Zoll-Laufräder ausgelegt. Vorne arbeitet eine 140-mm-Gabel, am Heck stehen 130 mm Federweg zur Verfügung. Damit bleibt das Hugene bewusst im klassischen Trail-Segment und grenzt sich deutlich vom potenteren Enduro-Modell Tyee ab. Die Geometrie ist modern und ausgewogen: flacher Lenkwinkel für Sicherheit bergab, steiler Sitzwinkel für effiziente Klettereigenschaften.
Optik und Funktionalität des Hugene sind auf dem neuesten Stand: Die Leitungen verlaufen sauber im Rahmen, was für eine aufgeräumte Optik sorgt. Hinzu kommen praktische Details wie ein Staufach im Unterrohr für Werkzeug oder Ersatzteile – ein klarer Pluspunkt für lange Touren. Gewicht und Rahmenkonzept unterstreichen den sportlichen Anspruch: Das Bike bleibt vergleichsweise leicht und richtet sich an ambitionierte Trail-Fahrer, die Wert auf Effizienz, Agilität und Vielseitigkeit legen.
Dank des Direktvertriebs bietet Propain traditionell ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis mit vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten.
Modernes, durchdachtes Trail-Fully zum Top-Preis.
Mit klassisch aufrecht stehendem Dämpfer und ganz ohne Firlefanz landet das Carbon-Trailbike in unserer Design-Wertung weit vorne. Große 29er Laufräder, knapper Federweg und eine progressive Geometrie passen nicht nur zum sportlichen Einsatzprofil, sondern ergeben auch optisch ein schlüssiges Konzept.
Der Rahmen ist komplett aus Kohlefaser gefertigt, inklusive Hinterbau. Die Züge verschwinden schon im Steuersatz ins Rahmeninnere. Das Bike wiegt nach Herstellerangaben 13,4 kg komplett. Damit liegt das Fully im unteren Bereich vergleichbarer Trailbikes dieser Preisklasse. Die Kohlefaser-Konstruktion soll Steifigkeit mit geringem Gewicht verbinden. Die Sitzposition fällt sportlich aus und ermöglicht effizientes Pedalieren. Das Handling bleibt ausgewogen zwischen Wendigkeit und Laufruhe. Mit knapp 3000 Euro wird es der Konkurrenz schwerfallen, ein solches Paket aus Vollcarbon-Rahmen und Top-Ausstattung preislich zu unterbieten.
Schnörkelloses Design, sportliche Ausrichtung, Top-Ausstattung.

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