Pivot rüstet sein Racefully Mach 4 SL für die stetig wachsenden Herausforderungen moderner Cross-Country- und Marathonkurse. Die Geometrie wurde für die anspruchsvollen Strecken angepasst. Ein flacherer Lenkwinkel und die 120-mm-Gabel sollen für Stabilität in technischen Abschnitten sorgen, während die Kinematik präzises Kurvenverhalten verspricht. Die Geometrie soll spätes Bremsen und längeres Pushen ermöglichen.
Das Mach 4 SL nutzt einen Rahmen aus HighMod-Carbon, der laut Hersteller ein sehr günstiges Verhältnis zwischen Steifigkeit und Gewicht bieten soll. Die Konstruktion wurde für World Cup XC und Marathon-Rennen entwickelt. Pivot setzt auf das bewährte DW-Link-Federungssystem, das schnelle Beschleunigung aus Kurven und Traktion an steilen Anstiegen gewährleisten soll.
Der Rahmen besteht aus hochmodularem Carbon. Dabei passt Pivot die Steifigkeitsprofile, Rohrformen und Flexeigenschaften für jede Rahmengröße von XS bis XL an. Jede Größe soll das gleiche Ansprechverhalten und die gleiche Kontrolle bieten. Die Anpassung betrifft nicht nur die Geometrie, sondern auch die strukturellen Eigenschaften des Rahmens.
Der Federweg lässt sich zwischen 110 und 120 mm verstellen. Diese Anpassungsmöglichkeit erlaubt die Abstimmung auf unterschiedliche Streckenbedingungen, von kurzen XC-Rennen bis zu langen Marathon-Etappen. Die 120-mm-Gabel arbeitet ausschließlich mit 29-Zoll-Laufrädern.
Allzu viel getan hat sich nicht bei der Geometrie. Insgesamt wurde das Mach 4 SL minimal länger und damit etwas laufruhiger. Der Sitzwinkel steht mit 75 Grad um knapp ein halbes Grad steiler, der Lenkwinkel fällt mit nun 66 Grad 0,7 Grad flacher aus.
Das sogenannte Toolshed-System integriert ein Staufach ins Unterrohr und bietet Platz für Werkzeug und andere Ausrüstung. Die Luke des Systems schließt über einen kleinen Hebel bündig ab und soll Klappergeräusche auf rauem Terrain verhindern.
Zugunsten der Nutzerfreundlichkeit verzichtet Pivot auf eine Kabelführung durch den Steuersatz. Die Kabelports am oberen Ende des Unterrohrs sind diskret gestaltet und flexibel belegbar. Damit ist das Mach 4 SL sowohl mit drahtlosen Sattelstützen, elektronischen Schaltungen als auch mit mechanischen Setups kompatibel.
Der Team Build stellt die leichteste Ausstattungsvariante dar. Er nutzt Fox Factory Fahrwerk und die SRAM XX SL Eagle Transmission. Diese Kombination soll maximale Präzision im Renntempo bieten. Die Komponenten sind auf minimales Gewicht ausgelegt.
Der Team Flight Attendant Build ergänzt das Setup um Rockshox SID Ultimate Flight Attendant. Dieses System passt die Federung elektronisch und in Echtzeit an. Flight Attendant analysiert Fahrdaten und stellt die Federung automatisch auf wechselndes Terrain ein. Der Fahrer muss lediglich fahren, die Anpassung erfolgt ohne manuellen Eingriff.
Der Pro Build kombiniert Factory-Level-Fahrwerk mit der SRAM X0 Eagle Transmission. Diese Variante soll ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Leistung und Haltbarkeit bieten. Die Komponenten sind auf anspruchsvolle Einsätze ausgelegt.
Der Expert Build setzt auf eine Shimano XT Di2 Schaltung und Fox Performance Fahrwerk. Die elektronische Schaltung verspricht präzise Gangwechsel auf technischen Strecken. Das Fox Performance Fahrwerk soll Kontrolle und Komfort verbinden.
Der Ride Build nutzt eine Fox Performance 34 StepCast Gabel, einen Fox Float Dämpfer und die SRAM Eagle 70/90 Transmission. Diese Ausstattung bildet den Einstieg in die Mach 4 SL Reihe. Alle fünf Builds basieren auf dem gleichen HighMod-Carbonrahmen. Für individuelle Aufbauten ist das Mach 4 SL auch als Frameset erhältlich.
Anstatt in einer Trail- und einer Race-Variante gibt es das neue Mach 4 nur noch in einer einzigen Version, bei der sich jedoch der Federweg zwischen 110 und 120 Millimetern variieren lässt. Das erleichtert die Auswahl und erweitert gleichzeitig das Einsatzspektrum. Bis auf das neue Staufach im Unterrohr hat sich allerdings wenig getan. Die Geometrie fällt etwas länger und flacher aus, damit dürfte sich das aufgebohrte Mach 4 SL nun auch auf Trails wohler fühlen. Der Einstieg in die Race-Welt von Pivot gelingt dank der neuen mechanischen Eagle Transmission zwar nun 600 Euro günstiger, die Preise für die Topmodelle haben die Amis jedoch nochmal großzügig angehoben.

Redakteur