Pivot Mach 4 SLCross-Country-Fully mit breitem Einsatzbereich

Stefan Frey

 · 03.03.2026

Pivot macht sein Racefully Mach 4 SL fit für anspruchsvolle Rennstrecken: Mehr Federweg und eine modernere Geometrie sollen den Einsatzbereich erweitern.
Foto: Pivot
Gerade mal zwei Jahre ist es her, seit Pivot das Mach 4 SL von Grund auf neu konzipiert hat. Nun stellt Pivot das Mach 4 Sl breiter auf. Das Cross-Country-Bike mit High-Mod-Carbonrahmen und DW-Link-Hinterbau erhält mehr Federweg und ein Staufach im Unterrohr. Der Hinterbau lässt sich zwischen 110 und 120 mm einstellen, vorne arbeitet eine 120-mm-Gabel. Fünf Ausstattungsvarianten stehen zur Wahl, vom Team Build mit SRAM XX SL Eagle Transmission bis zum Ride Build mit SRAM Eagle 70/90. Die Preise beginnen bei 6199 Euro.

Pivot rüstet sein Racefully Mach 4 SL für die stetig wachsenden Herausforderungen moderner Cross-Country- und Marathonkurse. Die Geometrie wurde für die anspruchsvollen Strecken angepasst. Ein flacherer Lenkwinkel und die 120-mm-Gabel sollen für Stabilität in technischen Abschnitten sorgen, während die Kinematik präzises Kurvenverhalten verspricht. Die Geometrie soll spätes Bremsen und längeres Pushen ermöglichen.

​Das Mach 4 SL nutzt einen Rahmen aus HighMod-Carbon, der laut Hersteller ein sehr günstiges Verhältnis zwischen Steifigkeit und Gewicht bieten soll. Die Konstruktion wurde für World Cup XC und Marathon-Rennen entwickelt. Pivot setzt auf das bewährte DW-Link-Federungssystem, das schnelle Beschleunigung aus Kurven und Traktion an steilen Anstiegen gewährleisten soll.

Pivot macht sein Racefully Mach 4 SL fit für anspruchsvolle Rennstrecken: Mehr Federweg und eine modernere Geometrie sollen den Einsatzbereich erweitern.Foto: PivotPivot macht sein Racefully Mach 4 SL fit für anspruchsvolle Rennstrecken: Mehr Federweg und eine modernere Geometrie sollen den Einsatzbereich erweitern.


HighMod-Carbon und größenspezifische Abstimmung

Der Rahmen besteht aus hochmodularem Carbon. Dabei passt Pivot die Steifigkeitsprofile, Rohrformen und Flexeigenschaften für jede Rahmengröße von XS bis XL an. Jede Größe soll das gleiche Ansprechverhalten und die gleiche Kontrolle bieten. Die Anpassung betrifft nicht nur die Geometrie, sondern auch die strukturellen Eigenschaften des Rahmens.

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Der Federweg lässt sich zwischen 110 und 120 mm verstellen. Diese Anpassungsmöglichkeit erlaubt die Abstimmung auf unterschiedliche Streckenbedingungen, von kurzen XC-Rennen bis zu langen Marathon-Etappen. Die 120-mm-Gabel arbeitet ausschließlich mit 29-Zoll-Laufrädern.

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Die Geometrie fällt mit steilerem Sitzwinkel, flacherem Lenkwinkel und insgesamt etwas mehr Länge laufruhiger und moderner aus.Foto: PivotDie Geometrie fällt mit steilerem Sitzwinkel, flacherem Lenkwinkel und insgesamt etwas mehr Länge laufruhiger und moderner aus.

Allzu viel getan hat sich nicht bei der Geometrie. Insgesamt wurde das Mach 4 SL minimal länger und damit etwas laufruhiger. Der Sitzwinkel steht mit 75 Grad um knapp ein halbes Grad steiler, der Lenkwinkel fällt mit nun 66 Grad 0,7 Grad flacher aus.

Toolshed-Stauraumsystem und Kabelführung

Das sogenannte Toolshed-System integriert ein Staufach ins Unterrohr und bietet Platz für Werkzeug und andere Ausrüstung. Die Luke des Systems schließt über einen kleinen Hebel bündig ab und soll Klappergeräusche auf rauem Terrain verhindern.

Von den langhubigeren Modellen übernimmt das Mach 4 SL das Staufach im Unterrohr. Es ist ab Werk mit zwei Taschen für Tools und Zubehör ausgestattet.Foto: PivotVon den langhubigeren Modellen übernimmt das Mach 4 SL das Staufach im Unterrohr. Es ist ab Werk mit zwei Taschen für Tools und Zubehör ausgestattet.

Zugunsten der Nutzerfreundlichkeit verzichtet Pivot auf eine Kabelführung durch den Steuersatz. Die Kabelports am oberen Ende des Unterrohrs sind diskret gestaltet und flexibel belegbar. Damit ist das Mach 4 SL sowohl mit drahtlosen Sattelstützen, elektronischen Schaltungen als auch mit mechanischen Setups kompatibel.

Team Build mit SRAM XX SL Eagle

Der Team Build stellt die leichteste Ausstattungsvariante dar. Er nutzt Fox Factory Fahrwerk und die SRAM XX SL Eagle Transmission. Diese Kombination soll maximale Präzision im Renntempo bieten. Die Komponenten sind auf minimales Gewicht ausgelegt.

Das Topmodell setzt für 12.999 Euro auf Elektronik satt: Rockshox Flight Attendant, Elektro-Dropper-Post und eine XX Eagle Transmission samt Power Meter.Foto: PivotDas Topmodell setzt für 12.999 Euro auf Elektronik satt: Rockshox Flight Attendant, Elektro-Dropper-Post und eine XX Eagle Transmission samt Power Meter.

Der Team Flight Attendant Build ergänzt das Setup um Rockshox SID Ultimate Flight Attendant. Dieses System passt die Federung elektronisch und in Echtzeit an. Flight Attendant analysiert Fahrdaten und stellt die Federung automatisch auf wechselndes Terrain ein. Der Fahrer muss lediglich fahren, die Anpassung erfolgt ohne manuellen Eingriff.

Pro, Expert und Ride Build

Der Pro Build kombiniert Factory-Level-Fahrwerk mit der SRAM X0 Eagle Transmission. Diese Variante soll ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Leistung und Haltbarkeit bieten. Die Komponenten sind auf anspruchsvolle Einsätze ausgelegt.

Der Expert Build setzt auf eine Shimano XT Di2 Schaltung und Fox Performance Fahrwerk. Die elektronische Schaltung verspricht präzise Gangwechsel auf technischen Strecken. Das Fox Performance Fahrwerk soll Kontrolle und Komfort verbinden.

Der Ride Build nutzt eine Fox Performance 34 StepCast Gabel, einen Fox Float Dämpfer und die SRAM Eagle 70/90 Transmission. Diese Ausstattung bildet den Einstieg in die Mach 4 SL Reihe. Alle fünf Builds basieren auf dem gleichen HighMod-Carbonrahmen. Für individuelle Aufbauten ist das Mach 4 SL auch als Frameset erhältlich.

Die Preise für das neue Mach 4 SL starten bei 6199 Euro, dafür gibt es Fox-Performance-Fahrwerke und eine mechanische Sram-Transmission-Schaltung.Foto: PivotDie Preise für das neue Mach 4 SL starten bei 6199 Euro, dafür gibt es Fox-Performance-Fahrwerke und eine mechanische Sram-Transmission-Schaltung.

Pivot Mach 4 SL: Technische Daten

  • Rahmen: HighMod Carbon mit DW-Link-Federung
  • Federweg: 110-120 mm (verstellbar)
  • Gabel: 120 mm Federweg
  • Laufräder: 29 Zoll
  • Große Wasserflasche an allen Rahmen passend
  • Tool-Montagepunkte unter dem Oberrohr
  • Durchgehend interne Kabelführung
  • Größen: XS bis XL
  • Farben: Blue Stellar Fade, White Avalanche
  • Preis: 6199 Euro bis 12.999 Euro

Fazit zum neuen Pivot Mach 4 SL

Anstatt in einer Trail- und einer Race-Variante gibt es das neue Mach 4 nur noch in einer einzigen Version, bei der sich jedoch der Federweg zwischen 110 und 120 Millimetern variieren lässt. Das erleichtert die Auswahl und erweitert gleichzeitig das Einsatzspektrum. Bis auf das neue Staufach im Unterrohr hat sich allerdings wenig getan. Die Geometrie fällt etwas länger und flacher aus, damit dürfte sich das aufgebohrte Mach 4 SL nun auch auf Trails wohler fühlen. Der Einstieg in die Race-Welt von Pivot gelingt dank der neuen mechanischen Eagle Transmission zwar nun 600 Euro günstiger, die Preise für die Topmodelle haben die Amis jedoch nochmal großzügig angehoben.

Stefan Frey

Stefan Frey

Redakteur

Stefan Frey ist Niederbayer, er liebt die moosig-lehmigen Trails des Bayerischen Waldes ebenso wie den schroffen Fels der Dolomiten. Für technische Abfahrten nimmt er nahezu jeden Anstieg in Kauf – gerne aus eigener Kraft. Als Zubehör-Spezialist ist er die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ausrüstung und Anbauteilen, während er als Textchef die Sprachkrümel von den Seiten der BIKE-Print-Ausgaben fegt.

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