Das XR markiert eine Neuausrichtung im Cross-Country-Segment von Lapierre. Die Plattform entstand in Zusammenarbeit mit dem Team Lapierre PXR Racing und reagiert auf veränderte Anforderungen im modernen XC-Rennsport. Wir haben alle Infos zum neuen Lapierre XR.
Lapierre stellt das XR als neu entwickelte Cross-Country-Plattform für Cross-Country-Rennen vor. Das Modell kann auf eine 25-jährige Karriere im Rennsport zurückschauen. Aus ihrer World-Cup-Expertise wissen die Franzosen: XC-Strecken verlangen heute nicht nur Effizienz am Berg, sondern auch Kontrolle bei hohen Geschwindigkeiten in technischen Passagen. Ganz nach dem aktuellen Stand der Technik nutzt das neue Racebike von Lapierre deshalb 29-Zoll-Laufräder mit 120 mm Federweg vorne und hinten. Die Modellreihe umfasst fünf Ausstattungsvarianten.
Das Lapierre XR nutzt ein neu entwickeltes Kinematikkonzept, das Tritteffizienz mit einem aktivem Fahrwerk verbinden will. Die Anti-Squat-Eigenschaften sollen laut Hersteller eine effiziente Kraftübertragung beim Klettern gewährleisten, während das Hinterrad in technischem Gelände stets den Bodenkontakt halten soll. Die Dämpferaufnahme wurde neu positioniert, um mehr Entwicklungsspielraum beim Fahrwerksfeintuning zu erreichen und de den Schwerpunkt abzusenken. Das soll das Handling verbessern und mehr Sicherheit bei präzisen Manövern bieten.
Eine asymmetrische Abdeckung lässt am Lapierre XR Zugriff auf die untere Aufhängung des Federbeins, ohne große Kompromisse bei Steifigkeit und Gewicht eingehen zu müssen. Auf eine Flaschenhalteraufnahme am Sitzrohr muss das Racebike aufgrund des neuen Designs verzichten. Dafür lässt sich unter dem Oberrohr eine zweite Trinkflasche oder ein Werkzeug-Kit montieren. Auch die überarbeitete Geometrie verspricht den Piloten im Vergleich zum Vorgänger mit kürzeren Oberrohr- und längeren Steuerrohrlängen zentraler im Bike zu positionieren. Der Lenkwinkel steht 66,6 Grad flach, der Sitzwinkel 76,1 Grad steil. Ein Flip-Chip erlaubt die individuelle Verstellung der Tretlagerhöhe um fünf Millimeter. Dadurch sollen Racer das Bike auf ihre persönlichen Vorlieben oder die jeweilige Strecke anpassen können.
Alle Modelle der Lapierre XR-Familie nutzen dieselbe Rahmenplattform, Kinematik und Geometrie. Das Topmodell XR 10.9 verwendet jedoch ein spezielles UD-Racing-Layup, das nochmals stärker auf ein auf geringes Gewicht bei hoher Reaktionsfähigkeit ausgelegt ist. Apropos Gewicht: Lapierre optimiert die Carbon-Struktur des Chassis und drückt das Rahmengewicht fürs neue XR auf 1730 Gramm. Das Komplettbike soll Gewichte ab 10,4 Kilo erreichen.
Bei der Neuentwicklung des XR setzte Lapierre auf die Expertise des eigenen Cross-Country-World-Cup-Teams. Unter anderem das Feedback von Nicole Koller, Gesamt-Sechste der Saison 2025, Anne Terpstra, Doppel-Worldcup-Siegerin und Anton Cooper, Sechstplatzierter der Olympischen Spiele in Tokyo, ließen ihr Feedback ins neue Bike einfließen. Ihr Arbeitsgerät, das Lapierre XR 10.9 nutzt ein RockShox SID Ultimate Fahrwerk und einen SRAM XX SL Antrieb. Ein FSA KFX i30 Team Edition Carbon-Laufradsatz soll für direkte Beschleunigung und präzises Fahrgefühl sorgen.
Cross Country ist 2026 der absolute Hype und Lapierre zieht mit einem neuen, eigenständigen Race-Fully nach. Mit einem aufrecht stehenden Dämpfer schaffen die Franzosen ein Alleinstellungsmerkmal. Ein verringertes Gewicht und ein optimiertes Fahrwerk versprechen mehr Performance auf der Rennstrecke. Das XR ist eine weitere spannende Racing-Option für die neue Cross Country Saison! - Jan Timmermann, BIKE-Redakteur

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