Florentin Vesenbeckh
· 24.06.2026
Leicht und extreme Power: Rotwild versucht mit dem R.XX die besonderen Stärken des Avinox M2S voll auszunutzen. Trotz Gewichtsfokus bleiben Ausstattung und Ausrichtung voll trail-tauglich. Eine explosive Mischung für Touren- und Trailbiker, die ein besonders leichtes E-Mountainbike suchen. Der Preis ist, typisch Rotwild, exklusiv.
Erst das erste DJI-Bike mit Wechsel-Akku, jetzt der Griff zur Krone des leichtesten Bikes mit Avinox M2S: Der deutsche E-Bike-Hersteller Rotwild erweitert seine Modellpalette um ein komplett neu entwickeltes E-Mountainbike. Mit dem R.XX präsentiert das Unternehmen für die Saison 2027 ein Trail- und All-Mountain-Bike, das sich gezielt an Fahrer richtet, die ein agiles, leichtes und gleichzeitig leistungsstarkes E-MTB suchen. Ein neuer Rekordwert?
Anders als die auf Abfahrtsperformance ausgelegten E-MTBs R.EX und R.EXC mit schnell entnehmbarem Akku, verfolgt das Rotwild R.XX einen konsequenten Leichtbau-Ansatz: Der Carbon-Rahmen aus hochwertigen 1100er-UD-Fasern wurde im sogenannten Polydynamic-Verfahren gefertigt.
Fest integriert sitzt der 700-Wh-Akku von Avinox im Unterrohr. Diese Konstruktion soll das Gewicht niedrig halten und gleichzeitig ausreichend Reichweite für längere Touren bieten. Das Gesamtgewicht soll bei rund 20 Kilogramm landen.
Trotzdem wurde das Bike für Trails und ernstes Gelände gerüstet. Gabeln mit 160 mm Federweg sollen für Schluckvermögen sorgen und Schwalbes Albert Trail ordentlichen Grip und Pannenschutz liefern. Außerdem haben alle Modelle Fox Float X Dämpfer mit Ausgleichsbehälter.
Ein Gewicht von 20 Kilo wäre bei dieser Ausstattung ziemlich beachtlich. Zum Vergleich: Bisher haben wir zwei Bikes mit dem leichten und schlanken 700er-Akku von Avinox im BIKE-Labor vermessen können. Das Raymon Tarok Ultimate kommt auf 20,6 Kilo, das Amflow PX Carbon auf 21,7 Kilo.
Während die Ausstattung des Raymon mit dem Rotwild vergleichbar ist, kommt das Amflow mit schweren Extras und dicken Gravity-Reifen. Preislich liegt das edle R.XX allerdings deutlich höher als die beiden genannten Konkurrenten.
Herzstück des Fahrwerkskonzepts ist das sogenannte Elevated Box Design mit 145 Millimetern hinten. Diese Konstruktion schmückt auch schon die anderen beiden Avinox-Bikes von Rotwild. Für das R.XX wurde die Schwinge aber deutlich schlanker gestaltet. Die Kinematik wurde bewusst auf ein niedrigeres Anfangshebelverhältnis ausgelegt, was zu einem strafferen Charakter und direkterem Ansprechverhalten führen soll. Das Bike gibt nach Herstellerangaben mehr Trail-Feedback und reagiert unmittelbarer auf Fahrerimpulse.
Je nach Ausstattungsvariante kommt entweder der Avinox M2 (Core) oder der leistungsstärkere M2.S (Pro, Ultra, Ultimate) zum Einsatz. Letzterer bietet im Boost-Modus mit dem schlanken 700er-Akku bis zu 1500 Watt Leistung und lässt sich individuell anpassen. Der fest verbaute 700-Wh-Akku kann je nach Modell mit einem 4A- oder 12A-Ladegerät geladen werden.
Besonderheit bei der Geometrie: Die Hinterbaulängen wachsen größenabhängig mit, und zwar in jeder einzelnen Größe. Ein ordentlicher Aufwand, den Rotwild hier eingeht. Außerdem gibt es beim Neuling fünf statt vier Größen. Während die Größen S und M im Mullet-Setup mit 27,5-Zoll-Hinterrad ausgeliefert werden, rollen die Größen M/L, L und XL auf 29-Zoll-Laufrädern. Die integrierte Sattelstütze von Eightpins ermöglicht in der Größe XL einen Verstellbereich von bis zu 240 Millimetern.
Das Rotwild R.XX wird ab 2027 in vier Ausstattungsvarianten erhältlich sein. Die Preise beginnen bei üppigen 8490 Euro für die Core-Version und reichen bis 13.490 Euro für das Ultimate-Modell. Erhältlich ist das Bike in den Farben Bloodfin Red (Core/Pro/Ultra) und Lava Orange (Ultimate).

Redakteur CvD
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