Der neueste Wurf aus der E-MTB-Palette von Lapierre lässt die Kategorien verschmelzen. Mit üppig Federweg riecht es nach Enduro-Power, doch eine gemäßigte Geometrie und ein einfaches Handling sollen das Bike für Touren und gemäßigte Einsätze richten.
Das zentrale Element des Overvolt AM CF ist ein völlig neu entwickelter Carbonrahmen. Die Ingenieure setzen dabei auf eine Mischung verschiedener Carbonfasern. Diese Kombination soll laut Lapierre ein optimales Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht liefern und gleichzeitig für kontrollierte Nachgiebigkeit sorgen – wichtig für Grip und Reaktionsfähigkeit in technischem Gelände.
Mit nur 2,9 kg Gewicht für den Rahmen in Größe M (ohne Dämpfer) positioniert sich das Overvolt AM CF im Leichtbau-Segment. Der Rahmen ist für 170 mm Federweg vorn und 165 mm hinten ausgelegt und verfügt über interne Kabelführung sowie verstärkte Bereiche an kritischen Stellen.
Lapierre hat sich beim Design vom hauseigenen GLP III Enduro-Racer inspirieren lassen. Das zeigt sich besonders an der horizontalen Dämpferposition, die gleich mehrere Vorteile bringt: Sie ermöglicht eine größere Variostützen-Einstecktiefe von bis zu 170 mm, optimiert die Kabelführung und erhöht durch die überarbeitete Positionierung des Drehpunkts die Steifigkeit und Lenkpräzision.
Der speziell von Lapierre abgestimmte Dämpfer bietet einen erhöhten Mid-Stroke-Support. Das soll effiziente Beschleunigung aus Kurven ermöglichen, ohne die Kontrolle auf steilen oder technischen Passagen zu beeinträchtigen – ein klassischer Spagat bei All-Mountain-Bikes.
Bei der Antriebswahl setzt Lapierre auf den Bosch Performance CX, mit 100 Nm Drehmoment, bis zu 750 W maximale Leistung und 400 % Unterstützung. Beim Topmodell 10.8 kommt der Performance Line CX-R zum Einsatz – eine speziell für Wettkampfsituationen entwickelte Variante mit noch direkterer Leistungsentfaltung im aggressiven Race-Modus.
Alle Modelle sind serienmäßig mit einem austauschbaren 800-Wh-Akku ausgestattet, der mit Bosch PowerMore für noch größere Reichweite kompatibel ist. Die CFD-optimierte Motorabdeckung soll die Kühlleistung verbessern und für konstante Leistung unter Dauerbelastung sorgen. Das Kiox 400C-Display mit Mini-Remote rundet das integrierte Cockpit ab.
Beim Geometrie-Konzept schlägt Lapierre einen gemäßigten Weg ein. Der Lenkwinkel fällt für ein Bike dieser Federwegsklasse mit 65 Grad eher steil aus, das soll dem Bike ein gutmütiges und agiles Handling verleihen. Interessant: Das Bike wird standardmäßig in Mullet-Konfiguration (29 Zoll vorn, 27,5 Zoll hinten) ausgeliefert, verfügt aber über einen Flip-Chip mit zwei Positionen. Damit können Biker optional auch auf ein Full-29-Setup wechseln und das Fahrverhalten präzise an Gelände und Fahrstil anpassen.
Das Flaggschiff mit Bosch Performance Line CX-R-Antrieb, Shimano XTR Di2 Schaltgruppe mit Auto Shift und Rockshox ZEB Ultimate Federung. Entwickelt für Fahrer, die jede Sekunde zählen.
Kombiniert den Standard CX-Antrieb mit SRAM GX Eagle AXS T-Type Wireless-Schaltung und Rockshox ZEB Select Federung. Hochwertige Performance innerhalb der gleichen Carbon-Architektur.
Die Einstiegsvariante mit Bosch Performance Line CX, SRAM Eagle 90 T-Type und Rockshox ZEB Base Federung. Behält die volle 800-Wh-Akkukapazität und alle Geometrie-Features bei.

Redakteur CvD