Florentin Vesenbeckh
· 06.03.2026
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Geländeeinsteiger, sowie Touren- und Trail-Biker bekommen mit dem neuen Giant Stance E+ 1 ein Rad, das viel Sicherheit vermittelt und einen breiten Einsatzbereich hat. Die neueste Ausbaustufe des Syncdrive-Motors holt in Sachen Leistung deutlich auf und behält das dynamische, unaufdringliche Fahrgefühl. Eine echte Alternative zu Bosch und Co. Auch die Bedienelemente sind gelungen und ein großer Schritt nach vorne. Die neue Technologie gibt’s schon zum fairen Preis ab 4499 Euro im Stance E+.
| Eigenschaft | Note |
|---|---|
| Labor | 4,3 |
| Ausstattung | 1,3 |
| Endnote | 2,2 |
Die Gesamtbewertung des Bikes findest du hier
| Preis | 4.499,00 € |
| Federweg | 150 mm |
| Laufradgröße | 29"/622mm |
| Gewicht | 25.6 kg |
| Motor | Giant Syncdrive Pro Series X |
| Akku | Giant Gpid 36800-01 |
| Gabel | Giant Crest 36 ..... |
| Dämpfer | Giant Crest Flotrac E+ |
| Schaltung | Shimano Cues |
| Bremse vorne | Shimano BL-MT 401/BR-MT 420 |
Anstelle eines teuren High-End-Bikes steht bei Giant das Einsteiger-E-Mountainbike Stance E+ als Vorzeigemodell mit dem neuen Motor Syncdrive Pro 3X parat. Angenehm, denn hier gibt es aktuellste Technologie schon zum fairen Preis.
Unser Testbike Stance E+ 1 kostet 4499 Euro, kommt mit dem großen 800er-Akku und dem neuen Antrieb, der 100 Nm und bis zu 800 Watt liefern soll. Damit schließt Giant die Power-Lücke in Richtung Bosch.
Das Bike an sich ist ein echter Gelände-Allrounder und soll sowohl im Alltag, als auch im abwechslungsreichen Gelände und auf Trails punkten. Der Alu-Rahmen bekommt im Vergleich zum Vorgänger Stance E+ (hier im Test) mehr Federweg, nämlich 140 mm im Heck und 150 an der Gabel. Auch die Geometrie wurde angepasst.
100 Nm und 800 Watt gibt Giant für das neue Aggregat Syncdrive Pro 3X an. Damit sollten die leichten Power-Defizite Geschichte sein, die die Giant-Motoren vorheriger Generationen in Tests teils gegenüber der Konkurrenz gezeigt hatten.
Tatsächlich hatten wir mit dem Neuling zu keiner Zeit das Gefühl, dass es dem Motor an Power fehlt. Im direkten Vergleich mit dem Bosch Performance CX, der mit 100 Nm und 750 Watt Leistung angegeben wird, kann der neue Syncdrive in der Praxis mithalten.
Doch in seiner Kraftentfaltung bleibt der Syncdrive Pro 3X weniger plakativ als ein Bosch CX oder DJI. Wer Motorrad-Feeling und pure Power sucht, könnte enttäuscht sein. Denn der Schub wird gut dosiert und progressiv freigesetzt. Volle Leistung gibt es erst, wenn auch der Fahrer engagiert bei der Sache ist.
Stoisches, rustikales Bergaufschieben steht hier nicht an der Tagesordnung. Der Antrieb tastet den Input des Fahrers sehr fein ab und reagiert darauf wohldosiert und dynamisch. Der Nachlauf fällt eher knapp aus, was das eher natürliche, wenig aufdringliche Fahrgefühl ebenfalls unterstützt.
Schade: Wie auch die anderen Syncdrive-Generationen klappert der Motor beim Überrollen von Hindernissen aus dem Getriebe.
Auf Tour ist die Modernisierungskur des Stance spürbar, doch das Bike behält seinen Charakter als fahrstarkes Tourenbike bei. Dieses Rad will vor allem eines: Komfort und Sicherheit bieten. Für Bergtouren und für abwechslungsreiche Trails.
Die Sitzposition ist ausgewogen und zentral, mit dem längeren Oberrohr aber eher gestreckt als gedrungen. Das verleiht einen sportlichen Touch, zumal auch das Cockpit nicht übertrieben hoch thront. Also: definitiv eher Mountainbike-, als SUV-Charakter.
Auch im Gelände spricht das Giant durchaus ambitionierte Piloten an, die nicht nur flache Strecken und Forstautobahnen im Visier haben. Auf Trails und rumpeligen Passagen gibt es viel Laufruhe. Die Ausstattung erlaubt auch Abstecher auf steile Abfahrten und schwierige Sektionen.
Das Fahrwerk reagiert auf grobe Schläge mit viel Schluckvermögen und bringt Ruhe in die Fahrt. Gabel und Heck könnten auf feine Schläge aber noch sensibler reagieren. Highspeed und Extreme sind nicht die Paradedisziplin des Stance, dafür hat Giant ganz klar andere E-MTBs im Programm. Allen voran das E-Enduro Reign Advanced E+, das wir auch schon testen konnten.
Angenehm: In Anbetracht des höheren Gewichts und der sehr langen Geometrie bleibt das Bike noch gut zu handeln und vermittelt kein allzu plumpes, schwerfälliges Fahrgefühl. Ein echter Spaßkandidat für Manuals und Trail-Spielereien ist das Stance E+ aber nicht.
Biker, die sich vor schwierigeren Trails bisher gescheut haben, bekommen von diesem E-MTB Vertrauen und Sicherheit für neue Herausforderungen. Das gilt auch für den Uphill, denn dort treckert das Stance sehr unkompliziert auch über steile Rampen.

Redakteur CvD