7 Gründe, mit dem Biken anzufangen2026? Ab auf die Trails!

Florentin Vesenbeckh

 · 11.01.2026

7 Gründe, mit dem Biken anzufangen: 2026? Ab auf die Trails!Foto: Maria Knoll
Ab aufs Bike! Events, wie das BIKE Women Camp am Molvenosee schulen die Fahrtechnik und bringen neue Freundschaften.
​Ein Plädoyer für Staub unter den Reifen, Freiheit im Kopf und einen Sport, der mehr ist als nur Bewegung. Warum 2026 der perfekte Moment ist, mit dem Mountainbiken anzufangen.

2026 ist kein Jahr wie jedes andere. Es ist ein Moment, in dem viele Menschen spüren: So wie bisher geht es nicht weiter. Mehr Bildschirm, mehr Tempo, mehr Reiz – aber weniger echte Erlebnisse. Genau hier beginnt die Geschichte des Mountainbikens. Nicht als Trend, sondern als Antwort. Und selten war der Einstieg so sinnvoll, zugänglich und erfüllend wie jetzt.

1. Mountainbiken ist die ehrlichste Form von Freiheit

Ein Mountainbike braucht keine Bühne. Keine Startnummer. Kein Publikum. Du steigst auf, trittst los – und bist draußen. Waldwege, Schotterpisten, alpine Trails oder der unscheinbare Hügel hinter der Stadt: Mountainbiken schenkt dir unmittelbare Freiheit. In einer Zeit permanenter Erreichbarkeit, ist genau das ein Wert an sich. Kein Algorithmus bestimmt deine Linie, kein Feed dein Tempo. Du entscheidest, wie weit du fährst, wie schnell, wie technisch. Jeder Trail ist ein Dialog zwischen dir, dem Untergrund und deinem Mut.

2. Trail-Flow - für alle!

Harte Anstiege, halsbrecherische Abfahrten: Mountainbiken gilt als Extremsport. Und das ist ein Teil des Bikens nach wie vor! Doch der Einstieg ist deutlich zahmer und zugleich spaßiger geworden. Denn: Es tut sich was in Trail-Deutschland. Immer mehr Flow-Trails werden angelegt. Hier gibt’s Fahrspaß schon bei mäßiger Fahrtechnik und mit geringem Risiko. Keine fiesen Wurzelfelder oder harsche Absätze - einfach Flow! Und das schon mit einem günstigen Hardtail. Highend-Fullys für fünfstellige Beträge braucht weniger denn je, um das erste Trail-Grinsen im Gesicht zu spüren.

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Flow-Trails, wie hier in Kärnten am Faaker See, holen viel aus einem Hang heraus. Ohne Steilstücke und derbe Hindernisse eignen sie sich ideal für Anfänger. Der Fahrspaß kommt trotzdem nicht zu kurz.Foto: Martin HofmannFlow-Trails, wie hier in Kärnten am Faaker See, holen viel aus einem Hang heraus. Ohne Steilstücke und derbe Hindernisse eignen sie sich ideal für Anfänger. Der Fahrspaß kommt trotzdem nicht zu kurz.
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3. Mountainbiken ist Mentaltraining auf zwei Rädern

Kaum ein Sport verbindet Körper und Kopf so intensiv. Auf dem Trail gibt es keinen Platz für Grübeln. Wurzeln, Kurven, Anstiege – alles fordert Präsenz. Studien sprechen von Achtsamkeit, Flow-Zuständen und Stressreduktion. Mountainbiker sprechen oft einfach von „klar im Kopf sein“. In einer Welt, die immer lauter wird, ist das ein unschätzbarer Effekt. 2026 ist der perfekte Zeitpunkt, um nicht noch eine App zur Selbstoptimierung zu laden – sondern sich selbst wieder zu spüren.

Im Hier und Jetzt: Auf dem Trail liegt der Fokus ganz auf dem Moment.Foto: Max FuchsIm Hier und Jetzt: Auf dem Trail liegt der Fokus ganz auf dem Moment.

4. Highend - aber bezahlbar

Mountainbikes sind inzwischen hochtechnische Geräte. Elektronische Schaltungen, automatische Fahrwerke, Carbon ohne Ende. Gute Fullys unter 3000 Euro sind rar, bei E-MTBs muss man nochmal rund 1500 Euro drauflegen. Doch: nie war die Chance auf echte Schnäppchen so groß wie aktuell. Die Läden und Lager sind voll, der Druck zum Abverkauf ist hoch. Rabatte um 50 Prozent, teils sogar mehr, sind durchaus möglich!

5. Bergerlebnis mit dem gewissen Extra

Berge üben eine natürliche Faszination auf uns aus und der Reiz, einen Gipfel zu erklimmen, ist groß. Großes Panorama, der Stolz, den Anstieg bewältigt zu haben, die gute Zeit mit Gleichgesinnten. Doch mit dem Mountainbike steht das Highlight der Tour noch bevor, wenn man den höchsten Punkt erreicht hat. Die Abfahrt! Technische Hindernisse meistern, auf einem gebauten Trail zu Tal kurven oder einfach den frischen Fahrtwind im Gesicht spüren - das ist Freiheit pur und setzt jedem Bergerlebnis die Krone auf.

Je alpiner das Gelände, desto besser das Panorama. Mit dem Bike wartet nach der Gipfelschau noch die Abfahrt als Schmankerl.Foto: Max FuchsJe alpiner das Gelände, desto besser das Panorama. Mit dem Bike wartet nach der Gipfelschau noch die Abfahrt als Schmankerl.

6. Du wirst Teil einer echten Community

Mountainbiken ist kein anonymer Sport. Man grüßt sich auf dem Trail, hilft bei Pannen, teilt Lines und Geschichten, lacht gemeinsam über Ausrutscher.

  • Lokale Trailvereine
  • Geführte Touren
  • Bikeparks und Fahrtechnik-Kurse
  • Digitale Communities, die echte Treffen fördern

Gerade für Einsteiger ist das Jahr 2026 ideal: Die Szene setzt stärker denn je auf Respekt, Nachhaltigkeit und gegenseitige Unterstützung. Leistung tritt in den Hintergrund, Erlebnis in den Vordergrund.

Events, wie die BIKE Festivals und Camps sind ideal, um sich zu vernetzen und Gleichgesinnte zu treffen.Foto: Desire LinesEvents, wie die BIKE Festivals und Camps sind ideal, um sich zu vernetzen und Gleichgesinnte zu treffen.Das Gruppenerlebnis ist essenzieller Bestandteil beim Mountainbiken.Foto: Maria KnollDas Gruppenerlebnis ist essenzieller Bestandteil beim Mountainbiken.

7. Der Sport wächst – aber er verliert seine Seele nicht

E-Mountainbikes, bessere Infrastruktur, legale Trails: Mountainbiken professionalisiert sich, ohne seine Wurzeln zu verlieren. Das Schöne daran: Anfänger profitieren enorm davon. Längere Touren werden machbar, Höhenmeter verlieren ihren Schrecken, und selbst weniger trainierte Fahrer entdecken plötzlich neue Horizonte. 2026 ist kein Entweder-oder mehr (Bio vs. E), sondern ein Sowohl-als-auch. Der Sport ist breiter, nicht verwässert.

E-Bike-Motoren machen den Mountainbike-Sport zugänglicher.Foto: Max FuchsE-Bike-Motoren machen den Mountainbike-Sport zugänglicher.

8. Nachhaltigkeit beginnt vor der Haustür

Mountainbiken zwingt dich nicht in die Ferne. Die besten Abenteuer beginnen oft wenige Kilometer entfernt. In Zeiten von Klimadiskussionen und Reiseüberdruss ist das ein starkes Argument. Du erkundest deine Region neu, entwickelst ein anderes Verhältnis zur Landschaft – und lernst, sie zu schützen. Viele Mountainbiker werden automatisch zu Fürsprechern nachhaltiger Trailnutzung. 2026 ist ein Jahr, in dem dieser Gedanke fest in der Szene verankert ist.

7. Mountainbiken ist lebenslang lernbar

Egal ob du 20, 40 oder 60 bist: Mountainbiken passt sich dir an. Du kannst technisch wachsen, konditionell stärker werden oder einfach entspannter fahren. Es gibt keinen Endpunkt. Kein „Jetzt bin ich fertig“. Jeder Trail lehrt dich etwas – über Balance, Mut, Geduld oder Demut. Gerade 2026, in einer Zeit des schnellen Konsums, ist ein Sport wertvoll, der Tiefe statt Abkürzungen bietet.

Fazit: 2026 ist kein Neuanfang – es ist ein Einstieg

Mit dem Mountainbiken anzufangen bedeutet nicht, alles andere hinter sich zu lassen. Es bedeutet, etwas hinzuzufügen: Mehr Natur. Mehr Bewegung. Mehr echte Momente. 2026 ist das Jahr, in dem viele erkennen werden, dass Fortschritt nicht immer digital ist. Manchmal rollt er auf zwei Reifen, knirscht leise über Schotter – und führt genau dorthin, wo man sich selbst wieder trifft.

Vielleicht ist es an der Zeit, aufzusteigen.

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