Lastenrad zum Knallerpreis?Pegasus Famulo Long E5F Belt

Florentin Vesenbeckh

 · 28.07.2026

Das Pegasus Famulo Lastenrad wurde für 2027 komplett neu aufgelegt. Umfangreiches Zubehör macht das Longtail sehr variabel.
Foto: Adrian Kaether
Pegasus legt sein Lastenrad Famulo neu auf. Neben dem Riemenantrieb gibt es noch weitere entscheidende Updates - und das ohne Preissteigerung. So wird das Longtail von der deutschen Marke zum richtig fairen Angebot. Ein Cargo-Bike mit viel Komfort ab 3999 Euro.

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Meinung der Redaktion

Viele sinnvolle Neuerungen und das ohne Preiserhöhung: Das 2027er Lastenrad Famulo von Pegasus überzeugt auf dem Papier mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis. Gerade der wartungsarme Riemenantrieb ist bei vielen Konkurrenzprodukten erst zu einem höheren Preis inklusive. Wer längere Strecken zurücklegen möchte, sollte allerdings den Aufpreis für eine größere Batterie mit einkalkulieren.


Pegasus überarbeitet sein Famulo-Longtail und präsentiert mit dem E5F Belt eine aktualisierte Version des elektrischen Lastenrads. Die auffälligste Neuerung steckt direkt im Namen: der Riemenantrieb. Was sich auf den ersten Blick als technisches Detail liest, ist für viele Lastenrad-Nutzer ein handfestes Alltagsargument. Ein Riemen läuft leiser, benötigt keine Schmierung und gilt als deutlich wartungsärmer als eine klassische Kette – gerade bei einem Rad, das täglich im Einsatz ist und dabei Kinder, Einkäufe oder Werkzeug transportiert.

Ebenfalls neu: Pegasus setzt beim Famulo nun auf 20-Zoll-Laufräder statt der bislang verwendeten 22-Zoll-Variante. Eine auf den ersten Blick unscheinbare Entscheidung, die aber einem pragmatischen Gedanken folgt – die Ersatzteillage für 20-Zoll-Räder ist schlicht besser. Wer im Alltag auf das Rad angewiesen ist, wird es danken. Hier haben wir die Kategorie Longtail genauer vorgestellt.

Bosch Motor - aber kleiner Akku

Angetrieben wird das Famulo E5F Belt vom Bosch Performance Line PX im Smart System, der nach dem letzten Update bis zu 90 Nm Drehmoment liefert. Etwas Sparpotenzial im Vergleich zum Vorgänger nutzt Pegasus beim Akku. In der Basisversion für 3999 Euro ist nur der günstigere PowerPack 545 an Bord. Im Vorgänger war es mindestens die 600er-Batterie. Gegen Aufpreis passen nach wie vor bis zu 800 Wattstunden hinter das Sitzrohr.

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Geschaltet wird über eine Shimano Nexus 5-Gang-Nabenschaltung (hier im Test), die auch bei Schmutz und Nässe zuverlässig funktioniert und in Kombi mit dem Riemenantrieb zur wartungsarmen Philosophie des Gesamtpakets passt. Im Stadtbetrieb reichen die fünf Gänge und die etwas geringere Bandbreite aus, solange die Berge nicht zu steil oder lang werden.

​Die Fakten zum Pegasus Famulo Longtail

  • Motor: Bosch Performance Line PX (Smart System), max. 90 Nm
  • Akku: 545 Wh (Serie), 800 Wh optional
  • Schaltung: Shimano Nexus 5 SG-C7000-SD (Riemenantrieb)
  • Bremsen: Shimano BR-MT420, 4-Kolben-Hydraulikscheibenbremse
  • Laufradgröße: 20 Zoll
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 250 kg, maximale Zuladung hinten: 60 kg
  • Körpergröße: 1,60 bis 1,99 m (Lenker und Sattel werkzeuglos anpassbar)
  • Preis: ab 3.999 Euro

Was das Famulo darüber hinaus von manchen Mitbewerbern unterscheidet: Pegasus liefert das Rad ab Werk mit einer Serienausstattung aus, für die andere Hersteller Aufpreis verlangen. Streben, Fußrasten und Brücken für das Hecksystem gehören dazu – ebenso das Kid & Carry System, das eine flexible Erweiterung durch zahlreiches Zubehör ermöglicht. Wer das Rad individuell anpassen möchte, findet ein entsprechend breites Zubehörangebot vor.

Hohe Zuladung - aber nicht am Heck

Außergewöhnlich ist das hohe zulässige Gesamtgewicht von 250 Kilo, Durchschnitt bei anderen Longtails sind eher 200 Kilo. So kommen auch schwere Fahrer mit viel Gepäck mit dem Famulo zurecht. Dabei gibt es allerdings eine Einschränkung: Auf den Heckgepäckträger dürfen maximal 60 Kilo. Bei einigen Mitbewerbern ist der hintere Träger bis 80 Kilo ausgelegt. Erwachsene Personen passen also eher nicht auf die Mitfahrerplätze des Pegasus Famulo.

Komfort-Plus im Alltag

Eine weitere Neuerung beim 2027er-Modell ist die unkomplizierte Höhenverstellung von Sattel und Cockpit. Beides lässt sich werkzeuglos auf unterschiedliche Fahrerinnen und Fahrer einstellen. On Top kommt der Neuling mit hochwertiger Mobie-Federgabel von SR Suntour, die den Fahrkomfort spürbar aufwertet. Im Vorgänger steckte eine Starrgabel.

Bis die Neuauflage im Handel verfügbar ist, müssen sich Interessenten allerdings noch gedulden. Anfang 2027 soll das neue Famulo dann für 3999 Euro im Laden stehen.

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Florentin Vesenbeckh sitzt seit seinem zehnten Lebensjahr auf dem Mountainbike. Schon auf der allerersten Tour standen Singletrails im Fokus – und die gehören für ihn auch nach über 30 Jahren im MTB-Sattel zur Quintessenz des Bikens. Seine Jugend verbrachte er mit Wettkämpfen in verschiedenen Bike-Disziplinen und später prägten Jahre als Fahrtechnik-Coach seine radsportliche Vita. Beruflich stehen für den erfahrenen Testredakteur inzwischen E-Mountainbikes im Fokus. In den letzten Jahren testete der diplomierte Sportwissenschaftler und ausgebildete Journalist über 300 Bikes und mehr als 40 verschiedene Motorsysteme in Labor und Praxis.

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