Shimano Nexus 5E im TestDie Sorglos-Schaltung für günstige E-Bikes?

Adrian Kaether

 · 10.06.2026

Die Nexus Schaltnabe fürs E-Bike bietet fünf Gänge für Stadt und Alltag.
Foto: Georg Grieshaber

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Mit fünf Gängen im kompakten Gehäuse ist die Nexus Nabenschaltung die günstigste Option für ein sorgloses E-Bike Leben. Im Test zeigen wir, für wen die fünf Gänge die richtige Option sind.

Themen in diesem Artikel

BIKE-Fazit zur Nexus Fünfgang

Die Nexus 5 ist ein Kompromiss. Bandbreite und Kletterfähigkeiten reißen niemanden vom Hocker. Dafür ist die Schaltung günstig für eine Schaltnabe und braucht kaum Wartung. Die fünf Gänge reichen für Touren E-Biker und moderate Höhenunterschiede in der Stadt oder auf klassischen Touren völlig aus. Gute Option wenn es bezahlbar und wartungsarm sein soll.

​​​​Shimano Nexus 5: Die Fakten

ModellShimano Nexus Inter 5E 1x5
Preis221 Euro
Gewicht1746 Gramm
Bandbreite263 Prozent
Kleinster Gang13,3 km/h

Preis und Gewicht sind Herstellerangaben und beziehen sich auf das komplette Schaltsystem mit Nabe und Drehgriff . Für den kleinsten Berggang legen wir standardisierte Parameter bei Reifengröße und Trittfrequenz und die kleinstmögliche, freigegebene Übersetzung zugrunde (28 Zoll, 47 Millimeter, 60 U/min).

​Als wartungsarme Nabenschaltung für City- und Urban-E-Bikes ist die Nexus 5E ein Selbstläufer. Sie ist wie die 8-Gang-Nexus fürs klassische Fahrrad nur etwas teurer als eine Kettenschaltung und wird per intuitivem Drehgriff bedient. Auf Wunsch bietet die Nexus auch eine Rücktritt-Bremse und kann mit Kette oder sogar einem Antriebsriemen kombiniert werden. Die Nexus wird daher gerne an Kompakt- und Lastenrädern verbaut, die möglichst unkompliziert in der Handhabung sein sollen.

Wenig kletterstark und schwer zu warten

Das klingt gut, doch die Nexus 5 hat auch klare Schwächen, die Einem bewusst sein müssen. Die Bandbreite ist überschaubar, die Gangabstufung trotzdem eher grob. Warten lässt sich die Schaltung nur beim Händler. Bei der teureren Alfine fürs klassische Rad (hier im Test) kann man den Ölwechsel einfach selbst erledigen.

Das größte Problem ist aber auch am E-Bike der dicke Berggang. Wie bei der Nexus 8 und der Alfine gibt Shimano nur ein bestimmtes Übersetzungsverhältnis für den Betrieb der Nexus frei, um das Eingangs-Drehmoment auf die Schaltung zu begrenzen. Heißt auf deutsch: Vorne muss das Kettenblatt deutlich größer sein, als das Ritzel hinten.

Wartungsarm und günstig

Das führt dann zu dicken Berggängen und dazu, dass man für Steilstücke mit dem E-Bike oft den Turbo-Modus braucht. Kein Beinbruch, wenn man sich dieser Einschränkung bewusst ist. Leichte City E-Bikes kommen sogar oft ganz ohne Gangschaltung aus. Da ist die Nexus im Vergleich schon Luxus. Nur die Bandbreite oder den Klettergang einer Kettenschaltung darf man eben nicht erwarten.

Die Nexus 5E gibt‘s auf Wunsch auch als elektronische Di2-Version. Das knackige Schalten ist ganz nett, aber der Automatik-Modus überzeugt mit der groben Gangabstufung nur bedingt. Für klassische Touren- oder City-E-Bikes, die sowieso meist auf Touren mit moderaten Höhenunterschieden bewegt werden, ist die Nexus 5 trotz aller Einschränkungen dennoch eine klare Empfehlung. Nur Singlespeed (also ohne Gangschaltung) ist im günstigen Segment so wartungsarm.

Die Nexus Fünfgang im Überblick

Stärken

  • Günstig und wartungsarm
  • Ausreichende Gangabstufung für normale Touren
  • Intuitive Bedienung

Schwächen

  • Übersetzung begrenzt und wenig variabel
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Adrian Kaether fährt am liebsten Mountainbikes auf rumpeligen Enduro-Strecken. Der Tech-Experte und Bike-Tester kennt sich aus mit Newtonmeter und Wattstunde, High- und Lowspeed-Dämpfung. Als Testleiter bei MYBIKE schaut Adrian auch gerne über den Tellerrand und testet Cargo-Bike und Tiefeinsteiger ebenso, wie die neuesten (E-)MTBs.  

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