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Auf den ersten Blick könnte das Specialized Riprock 24 das perfekte Do-It-All-Bike für den Nachwuchs ein. Mit einem aufwändig konstruierten Aluminiumrahmen und einer leichten Starrgabel verspricht das Kinder-Fahrrad ein leichtes Gewicht. Breite Reifen und technische Features, wie hydraulische Scheibenbremsen sollen auch abseits befestigter Wege Spaß bringen. Doch wie viel Entwicklungskunst steckt wirklich im Kinder-Bike von Specialized? Wir haben uns das Riprock 24 ganz genau angesehen.
Specialized hat sich nach eigenen Angaben bei der Entwicklung des Riprock 24 von seinen erfolgreichen Mountainbike-Modellen inspirieren lassen. So kommt der stark hydroformierte Aluminium-Rahmen mit modernen Standards, wie einer innen verlegten Zugführung.
Noch deutlicher wird die Verwandtschaft bei der Geometrie. Specialized gönnt dem Kinder-Bike zugunsten der Laufruhe einen 68 Grad flachen Lenkwinkel. Die Überstandshöhe liegt niedrig und die Kettenstrebenlänge fällt mit 390 Millimetern kompakt aus.
Beim Cockpit kommt ein Riser-Lenker zum Einsatz, der eine gute Übersicht über das Gelände gewährleisten soll. Hydraulische Scheibenbremsen stellen auch bei niedrigen Handkräften ausreichend Power bereit.
Die Kombination all dieser Faktoren soll dazu fühlen, dass sich Kids auf dem Specialized Riprock stets sicher fühlen, denn ein hohes Sicherheitsgefühl ist Voraussetzung dafür, dass der Nachwuchs nachhaltig Freude am Radfahren entwickeln kann.
Aber Moment mal: Braucht man für Fahrsicherheit im Gelände keine Federgabel? Nicht unbedingt. Gerade bei Kinder-Fahrrädern bis zu einer Laufradgröße von 24 Zoll bringt eine gefederte Gabel nicht immer die gewünschten Vorteile mit sich. Kids mit der entsprechenden Körpergröße sind in der Regel noch sehr leicht. Gerade günstige Federgabeln können ihnen keine ausreichend sensible Dämpfung zur Verfügung stellen.
Besser beraten ist man bei kleinen Kindern oft mit der Kombination aus Starrgabel und dicken Reifen. Die ungefederte Aluminium-Gabel des Specialized Riprock senkt das Gesamtgewicht und schaut mit ihrer Lackierung in Rahmenfarbe obendrein schnittig aus. Die 2,1 Zoll breiten Reifen sorgen bei niedrigem Luftdruck für den nötigen Komfort und Traktion.
Für einfache Waldwege ist das völlig ausreichend. Nur für schlammige Bedingungen ist das flache, geschlossene Profil der Specialized-Reifen weniger ideal. An der Gabel findet ein Schutzblech Platz, das beim Slalom von Pfütze zu Pfütze vor Spritzern schützen soll.
Das Specialized Riprock verspricht dem Nachwuchs eine altersgerechte Sitzposition, die sie auch für längere Familienausflüge rüsten soll. Der Neunfach-Antrieb von Microshift stellt gemessen an seinen wenigen Schaltstufen eine ordentliche Übersetzungsbandbreite bereit.
Das Einfach-Kettenblatt simplifiziert die Technik und lässt Mountainbike-Gefühle aufkommen. Für richtig steile Rampen ist der Berggang zwar nicht ausgelegt, diese dürften an Bord eines 24-Zöllers aber ohnehin noch eher die Ausnahme bilden. Die breiten Reifen des Riprock 24 rollen gut und das 10,4 Kilo schwere Kinder-Bike geht verhältnismäßig zügig vom Fleck.
Auch bei Specialized weiß man: Ein Kinder-Bike ist nur so gut, wie seine Details. Schon eine unbequeme Sitzzone kann dazu führen, dass das Fahrrad ungeliebt in der Ecke stehen bleibt. Deshalb achten die Amerikaner auf einen schmalen Sattel, der gut zu den ergonomischen Ansprüchen kleiner Körper passen dürfte. Schmale Griffdurchmesser passen gut zu kleinen Händen und kurze Kurbeln mit geringem Q-Faktor zu kleinen Beinen.
Mit seinem super Alu-Rahmen ist das Specialized Riprock 24 ein echt cooles Kinder-Bike, das erste Ausflüge ins Gelände erlaubt. Geometrie und Anbauteile sind gut gewählt, um die Bedürfnisse kleiner Kids zu befriedigen. Den Entwicklungsaufwand merkt man auch am Preis: Für diese Summe haben andere Hersteller nochmals leichtere und hochwertiger Ausgestattete Modelle am Start. - Jan Timmermann, BIKE-Redakteur
Was meint ihr: Ab welchem Alter brauchen Kinder eine Federgabel, bis wann tut es auch eine Starrgabel? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!

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