Unter Mountainbike-begeisterten Familien hat sich das VPace Matz 29C längst einen Namen gemacht. Mit großen 29 Zoll Laufrädern und einem leichten Carbonrahmen steuert der deutsche Kinderbike-Experte das Matz 29C zielsicher in die Herzen des Nachwuchses. Aus der florierenden Cross-Country-Nachwuchs-Szene ist das Race-Hardtail für Kids kaum noch wegzudenken. Wir haben das 2799 Euro teure Spielzeug im BIKE-Labor vermessen und herausgefunden, ob die Popularität des VPace Matz 29C gerechtfertigt ist.
Die Geschichte des VPace Matz begann bereits 2015 unter dem Namen Max. Es war das erste Mountainbike des deutschen Labels, das extra für den sportlichen Einsatz und die anatomischen Anforderungen junger Biker entwickelt wurde. Die langjährige Erfahrung ist auch dem Matz 29C anzumerken. Zu den ergonomischen Bedürfnissen der Zielgruppe passen sowohl die dünnen Griffe als auch der Q-Faktor der kurzen, hauseigenen Kinder-Kurbeln. Da Kids nicht immer unbedingt schonend mit ihrem Material umgehen, verpasst VPace dem Bike einen Lenkanschlagsbegrenzer, welcher den Carbonrahmen bei Stürzen und Umfallern schützen soll. Für eine cleane Optik sorgt die innenliegende Zugführung. Der Hersteller gibt das Bike für Sprünge und Drops bis zu 60 Centimeter Höhe frei.
Unser VPace Matz 29C Testbike kommt mit einer leichten Fox 32 Performance SC, welche für die Körpergewichte der anvisierten Altersklasse ein sinnvolles Setup bietet. Alternativ ließe sich das Hardtail auch mit leichter Starrgabel aus Carbon ordern. Laut VPace sind so Gewichte ab 8,3 Kilo drin. Zum geringen Gewicht trägt auch der Laufradsatz mit Naben der Eigenmarke und schmalen Alu-Felgen von Duke bei. Die leichten 29er beschleunigen schnell und mit Schwalbe-Reifen in der flotten Race-Mischung geht das Kinder-Mountainbike zügig voran. Auf sehr losem Untergrund kann die Felgen-Laufrad-Kombination aber schon mal die Traktion verlieren. Familien müssen hier etwas mit dem Luftdruck experimentieren, um das Optimum aus Grip und Pannenschutz herauszuholen.
Dank einer Übersetzungsbandbreite von 500 Prozent nehmen es sportliche Kinder mit fast jedem Anstieg auf und auch ausdauernde Touren gehören zum Kompetenzbereich des Matz 29C. Der mit 85 Millimetern eher lange Vorbau und ein Flatbar sorgen für ordentlich Druck auf dem Vorderrad und Kids können auch steile Uphills bezwingen ohne Kontrollverlust aufgrund einer steigenden Front befürchten zu müssen. Geht es bergab sorgen hochwertige Magura MT8 Bremsen für Verzögerung. Dere kurzer Bremshebel passt gut zu kleinen Kinderhänden.
VPace integrierte früh die großen 29 Zoll Laufräder ins Kids-Bike-Konzept, um sie von den im Vergleich zu kleineren Rädern verbesserten Überroll-Eigenschaften profitieren zu lassen. Weiterhin zeichnet sich die Matz-Familie durch ein tiefes Tretlager für eine sichere Kurvenlage sowie einen verhältnismäßig flachen Lenkwinkel von 68 Grad für eine hohe Laufruhe auch bei höherem Speed aus.
Die Kettenstreben bauen mit 430 Millimetern kompakt und bescheren dem 9,7 Kilo leichten Hardtail auch in engen Situationen beziehungsweise bei niedrigen Geschwindigkeiten ein unkompliziertes Handling. Die Geometrie komponiert VPace so, dass Nachwuchs-Fahrer ab 1,50 Metern Körpergröße eine optimale Gewichtsverteilung und eine zentrale Position im Bike erreichen können. Im Uphill sorgt ein moderner Sitzwinkel von 74 Grad für effizientes Treten.
Das VPace Matz 29C ist unter den sportlichen Kinder-Mountainbikes mit Carbonrahmen nach wie vor das Maß der Dinge. Nachwuchs-Racer profitieren von der gelungenen Integration großer 29er Laufräder in ein hochwertiges Chassis. Ein leichtes Handling und eine funktionale, altersgerechte Ausstattung machen erste Rennerfahrungen auf dem VPace Matz 29C zum Kinderspiel. - Jan Timmermann, BIKE-Redakteur

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