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Die Marktlage Anfang 2026 bietet unverändert günstige Kaufgelegenheiten für E-MTB-Einsteiger. Vollgefederte Bikes gibt es im Fachhandel schon unter 4000 Euro, bei Direktversendern sogar schon um 3000 Euro. Hardtails liegen nochmal einige hundert Euro darunter. Doch auch die teureren Preissegmente sind gut bestückt. Wer etwa ein Light-E-MTB unter 20 Kilo sucht, wird ab etwa 6000 Euro fündig. Wer es dagegen auf ein besonders leichtes Powerbike abgesehen hat, landet schnell im fünfstelligen Preisbereich. Die Preisrange ist also ebenso groß wie das Angebot an E-MTB-Kategorien und die Modellflut ist fast unüberschaubar. Wir zeigen, wie Sie sich durch diesen Dschungel zum passenden E-MTB-Modell navigieren.
Hardtails haben nur vorne eine Federung, das Heck bleibt starr. Vorteile: Die Technik ist wartungsarm, Gepäckträger und Schutzbleche lassen sich einfacher montieren. Der Preisvorteil gegenüber Fullys beträgt 1000 bis 1500 Euro. Allerdings fällt der Gewichtsvorteil bei E-MTBs, relativ gesehen, geringer aus als im unmotorisierten Bereich, da Antrieb und Akku in Sachen Gesamtgewicht einen großen Anteil haben. Hardtails eignen sich vor allem für den Alltagseinsatz, für Touren auf Rad- und Forstwegen und im leichten Gelände. Wer echten Fahrspaß auf etwas anspruchsvolleren Trails und Komfort für lange Touren sucht, ist mit einem vollgefederten E-Mountainbike definitiv besser beraten.
Vollgefederte E-Mountainbikes sind vielseitiger einsetzbar. Die Federelemente an Front und Heck bringen abseits befestigter Wege erheblich mehr Kontrolle und Komfort. Damit werden auch Defizite beim Fahrkönnen kompensiert. Die Gewichte liegen bei konventionellen Fullys mit starken Motoren und großen Akkus zwischen 21 und 26 Kilo.
Die Haupt-Kategorie bei E-Mountainbikes umfasst die Begriffe All-Mountain-, Trail- und Touren-Bikes. Die Differenzierung dieser einzelnen Kategorien über Federwege, wie man sie vor wenigen Jahren noch vornahm, gibt es nicht mehr. Der Hintergrund: Früher hat man Fullys mit etwas weniger Federweg eher der Kategorie Touren-Fullys zugeordnet, da sie meist auch etwas „bravere“ Geometrien hatten. Heutzutage sind viele Fullys mit geringerem Federweg, also im Bereich 130 bis 140 Millimeter, allein aufgrund ihrer Geometrie und Spezifikation sehr sportlich ausgerichtet und deswegen nicht unbedingt Einsteigern zu empfehlen.
So umfasst die Kategorie All Mountain heute vollgefederte E-Mountainbikes mit Federwegen zwischen 130 und 160 oder sogar 170 Millimeter. Die Einsatzbereiche hängen eher von Preisbereichen, Geometrien oder Spezifikationen ab als von Federwegen. Ob ein All Mountain eher für sportliche Trailrides und Downhills ausgelegt ist, lässt sich beispielweise an einem flachen Lenkwinkel, breiten, grob profilierten Reifen mit stabiler Karkasse und bissigen Bremsen erkennen. Wer mit seinem All Mountain anspruchsvolles alpines Gelände mit garstigen Trails, steilen Anstiegen und technischen Abfahrten avisiert, der sollte sich zwar im oberen Federwegs-Bereich orientieren, aber auch auf eine moderne Geometrie – flacher Lenkwinkel, langer Reach (vorderer Rahmenbereich), steiler Sitzwinkel – achten. Das bringt Laufruhe bei hohen Geschwindigkeiten, Sicherheit in steilen Abfahrten und dank des steilen Sitzwinkels auch gute Klettereigenschaften. Ebenso wichtig: robuste, hochwertige Komponenten wie standfeste Bremsen, leistungsfähige Federelemente und griffige, stabile Reifen. Unterstützt werden solche Fahreigenschaften oft durch große 29-Zoll-Laufräder. Manchmal findet sich eine Mischbereifung mit 27,5-Zoll-Laufrad hinten und 29-Zoll-Rad vorne. Dieser Mullet-Mix verbindet gutes Überrollverhalten am Vorderrad mit Wendigkeit am Heck.
Der Übergang vom performanten All Mountain zum abfahrtsorientierten Enduro ist fließend. Schon viele All-Mountain-Bikes mit 160/150 Millimetern Hub und sportlicher Rahmengeometrie bieten Bikepark-Potenzial. Echte E-Enduros haben über 160 und bis zu 180 Millimeter Federweg.
Bikes dieser Klasse blühen erst in extremem Gelände mit ruppigen Steilpassagen auf. Hier bieten sie ein Maximum an Fahrsicherheit. Rahmen, Fahrwerk und Komponenten sind auf härteste Einsätze ausgelegt. Besonders robust sollten die Laufräder sein. Dicke, grobstollige Reifen mit stabilen Karkassen und gut haftenden Gummimischungen sind Standard, die Laufradgrößen schwanken zwischen 27,5 und 29 Zoll. Auch hier ist die Mischbereifung im Trend.
Die Geometrien der Enduros sind lang und flach, ähnlich wie bei vielen langhubigen All Mountains. Daher eignen sie sich oft nicht für reine Komfortfahrer. Allerdings gibt es Ausnahmen mit ausgewogener, Einsteiger-freundlicher Geometrie. Auch Tourenfahrer profitieren vom hohen Komfortaspekt der großen Federwege. Das Mehrgewicht der Bikes und der höhere Rollwiderstand der schweren Reifen wird durch den Motor weitestgehend egalisiert. Eine solide Ausstattung ist Pflicht, empfehlenswerte E-Enduros kosten über 5000 Euro.
Light-E-MTBs stehen für geringes Gewicht und wendiges Fahrverhalten. Die Zielgruppe sind Mountainbiker, die sich mit schweren E-MTBs nicht anfreunden können, aber trotzdem etwas Motorunterstützung wünschen. Die Akkus sind kleiner, die Motoren schwächer. Dadurch wiegen die Bikes nur 16 bis 20 Kilo, rund 5 Kilo weniger als klassische E-Mountainbikes. Der Fahrer muss mehr eigene Leistung erbringen, auf längeren Touren muss man mit dem kleineren Akku sparsamer umgehen. Durch Leichtbau kosten diese Bikes ab 6000 Euro.
Ob man zum Light-E-Bike oder doch zu einem konventionellen E-Mountainbike greift, sollte man vom überwiegenden Einsatzbereich, dem sportlichen Anspruch und nicht zuletzt von der persönlichen Fitness abhängig machen. Wer hauptsächlich in flachem Gelände unterwegs ist und dort über die Motorabschaltgrenze von 26 km/h beschleunigen will, oder wer die Fitness mitbringt, in kupiertem Gelände kurze, knackige Anstiege mit viel Krafteinsatz durchzupowern, für den ist ein Light-E-Mountainbike eine gute Wahl.
Trotz ihrer Vorzüge konnten sich die Light-E-MTBs am Markt nie so richtig durchsetzen. E-Mountainbiken bedeutet eben auch: Fahrspaß und Flow beim Bergauffahren – der große Unterschied zum unmotorisierten Mountainbiken. Und diesen Bergauf-Fahrspaß vermitteln eben nur die Power-Motoren so richtig. Dazu kommt die begrenzte Reichweite der Light-Bikes aufgrund der in der Regel kleineren Akkus. Trotzdem lebt in jedem Biker die Sehnsucht nach einem möglichst leichten Bike. Nicht allein das bessere Handling im Traileinsatz, auch das Handling im Alltag – man denke an das Aufladen des Bikes auf einen Fahrradträger – spricht für ein möglichst geringes Gesamtgewicht.
Seit einiger Zeit versucht die Industrie deshalb, mit einer neuen Kategorie die Lücke zwischen konventionellen Power-E-Mountainbikes und Light-E-Mountainbikes zu schließen. Das Ergebnis: Leichte Power-E-MTBs mit rund 20 Kilogramm Gesamtgewicht, starken Motoren und mittleren Akkukapazitäten. Powermotoren wie der DJI Avinox oder auch der Bosch CX sind nur etwa 500 bis 800 Gramm schwerer als ihre leichten Pendants. Die Gewichtsersparnis bei leichten Powerbikes entsteht hauptsächlich durch die etwas kleineren Akkus, aber auch leichte teure Komponenten zahlen aufs Gesamtgewicht im positiven Sinne ein. Auch bei den leichten Power-Bikes sind die Entwickler also immer auf der Suche nach dem bestmöglichen Kompromiss: je leichter der Akku, desto geringer ist in der Regel auch die Reichweite. Und je leichter die Komponenten wie Laufräder, Lenker, Kurbeln, desto teurer sind sie oft. Leichte Power-E-Bikes liegen deshalb für gewöhnlich jenseits der 7000-Euro-Marke.
Neben klassischen E-Motoren haben sich Light- oder Minimal-Assist-Antriebe etabliert. Die konventionellen starken Motoren à la Bosch CX oder DJI Avinox bieten einen breiten Einsatzbereich und in Kombination mit großen Akkus eine hohe Reichweite. Drehmomente zwischen 85 und über 100 Newtonmetern und Maximalleistungen zwischen 700 und rund 1000 Watt sind Voraussetzung für beste Klettereigenschaften, garantieren Fahrspaß bergauf und Reserven für müde Beine auf langen Touren.
Light-Motoren sind meist leiser, kleiner und leichter, aber auch deutlich schwächer. Sie eignen sich für fitte Fahrer, die ein Fahrrad mit leichtem Rückenwind suchen und ihre klassischen Touren entspannter gestalten wollen. Bergauf-Fahrspaß bieten sie nicht in dem Maße wie die stärkeren Verwandten, und die Reichweite ist eingeschränkt, da sie in Komplettbikes meist mit kleinen Akkus kombiniert werden. Allerdings werden auch die Light-Motoren sukzessive mit mehr Leistung ausgestattet: Die Drehmomente der Light-Aggregate von TQ, Fazua und Bosch etwa bekamen bei ihren Modell-Updates rund 10 Nm mehr Drehmoment. Der Abstand zu den Power-Motoren hat sich dadurch allerdings nicht verringert, da auch diese Schritt für Schritt leistungsmäßig aufgerüstet wurden.
Für Einsteiger, für lange Touren und für anspruchsvolles Gelände eignen sich die Power-Motoren bzw. die entsprechenden Bikes besser. Sie garantieren Fahrspaß im Uphill und liefern Reserven für lange Touren und steile Anstieg
Die Akku-Größe ist an die Motor-Power geknüpft. Je mehr Leistung, desto höher der Stromverbrauch. Klassische E-MTBs haben aktuell meist 700 bis 800 Wattstunden, in Ausnahmefällen bis 900 Wattstunden. Günstigere oder ältere Bikes kommen mit 500 bis 650 Wattstunden. Kleine Akkus sind deutlich leichter, weshalb Light-E-MTBs auf kompakte Batterien setzen.
Wieviel Kapazität ein E-MTB wirklich braucht, ist extrem individuell. Steigungen ziehen deutlich mehr Akku als Flachpassagen. Die Unterstützungsstufe und die körperlichen Voraussetzungen sind entscheidend. Ein leichter Fahrer, der selbst viel Power hat, kommt viel weiter als ein schwacher und schwerer Pilot. Die Größe des Akkus, das Gewicht und die Eigenleistung des Fahrers bestimmen also maßgeblich die Reichweite. Anfängern empfehlen wir Full-Power-Systeme mit über 700 Wattstunden großen Batterien.
Moderne E-Bikes kommen ausnahmslos mit integrierten Batterien, die formschön im Rahmen verschwinden. Bei der Integration gibt es aber deutliche Unterschiede. Bei klassischen Systemen lassen sich die Akkus in wenigen Sekunden aus dem Unterrohr herausklappen. Das ist komfortabel, macht das Bike aber schwerer. Um Gewicht zu sparen, setzen immer mehr Hersteller auf ein System, bei dem die Batterie nach unten aus dem geschlossenen Unterrohr gezogen wird. Dazu muss man das E-Bike meist drehen und mehrere Schrauben lösen.
Die leichteste Lösung ist ein fest verbauter Akku, der vom Kunden nicht gewechselt werden kann. Wenig geeignet sind solche Lösungen für Menschen die ihr Bike nur in der Wohnung laden können. Auch das Verlängern des Bike-Tages durch den Einsatz einer Zweitbatterie kommt hier nicht in Frage.
Allerdings bieten viele Motoren- und Bike-Hersteller sogenannte Range-Extender an – kleine Zusatzbatterien mit rund 250 Wattstunden Kapazität, die aufs Unterrohr aufgesetzt werden und die Gesamtreichweite deutlich vergrößern. Eine sinnvolle Kombination für jene Biker, die für die Hausrunde ein leichtes Bike bevorzugen, sich aber die Option auf lange Touren mit vielen Höhenmetern offenhalten wollen.
Auch wer keine extremen Abfahrten plant, sollte beim E-MTB auf eine solide Ausstattung achten. Kräftige Vierkolbenbremsen mit großen Scheiben von 200 Millimetern sind kein Luxus. Insbesondere schwere Fahrer bekommen durch 220 Millimeter große Scheiben noch mehr Standfestigkeit und damit Sicherheit in der Abfahrt.
Robuste und griffige Reifen machen nicht nur im Bikepark Sinn. Guter Pannenschutz verhindert nervige Platten, hohe Traktion bringt Fahrsicherheit. Beim Treten hilft der Motor, Reifen dürfen beim E-MTB deswegen ruhig etwas grober profiliert sein. Vorne gerne eine weiche Gummimischung, hinten eine stabile Karkasse. Es gibt aber Grenzen: Besonders schwere und weiche Reifen beeinflussen die Fahrdynamik negativ – für den Normal-Einsatz überflüssig.
Die Gabel trägt entscheidend zur Kontrolle im Gelände bei, ein Upgrade ist teuer. Daher lieber gleich ein Bike mit guter Federgabel kaufen. Mit 34, 36 und 38 von Fox oder Pike, Lyrik und Zeb von Rockshox ist man grundsätzlich gut bedient. Die teureren Modellausführungen kommen mit besseren Dämpfungskartuschen und aufwändigerem Innenleben für umfangreichere Einstelloptionen.
Ein kleines Bauteil macht im Gelände den großen Unterschied: die Telestütze. Damit kann man auf Knopfdruck den Sattel absenken und gewinnt deutlich mehr Bewegungsfreiheit für das Fahren bergab. Die Telestütze sollte an keinem E-MTB fehlen. Empfehlenswert sind mindestens 150 Millimeter Hub bei Rahmengröße L. Die Krönung der Schöpfung sind kabellose, elektronisch angesteuerte Telestützen. Großer Vorteil: zum Transport des Bikes im Auto und zur Wartung kann die Stütze einfach entnommen werden.
Fast alle Modelle haben heute zwölf Gänge. Auch günstige Schaltungen wie Srams NX oder Shimanos Deore funktionieren zuverlässig. Im Zweifel das Geld lieber an anderer Stelle investieren. Kleinteile wie Griffe und Sattel sind für den Fahrspaß wichtig, aber auch sehr individuell und im Zweifel schnell getauscht. Teure Laufräder und Lenker sind am E-MTB eher Luxus und damit eine Option für gut betuchte Materialfetischisten. Das gleiche gilt für elektronische Schaltungen wie Sram Transmission und Shimano Di2.
E-Mountainbikes sind perfekte Allrounder. Mit der Motorunterstützung lassen sich trotz hohen Gewichts und bulliger Reifen auch längere Flachpassagen auf Asphalt entspannt und zügig überwinden. Und das bei Wind und Wetter. Wer sein Bike auch für Alltagsfahrten oder zum Pendeln nutzen will, sollte sich Gedanken über Wetterschutz und Alltagstauglichkeit machen.
Vollwertige Schutzbleche, Gepäckträger oder Seitenständer lassen sich nur an speziell darauf vorbereitete Rahmen befestigen. Bei Hardtails sind die entsprechenden Gewinde und Anbauvorrichtungen im Rahmen Standard, bei Fullys nicht. Es gibt auch Universallösungen, doch die bieten nur eingeschränkte Funktion. Gemäßigte E-MTBs gibt es ab Werk mit Vollausstattung – sogenannte SUV-Bikes.
Der Fachhandel ist spezialisiert auf persönliche Betreuung und umfangreiche Beratung. Mit einer Probefahrt kann man am besten ausprobieren, ob die Rahmengröße passt oder ob der Charakter des Motors gefällt. Fachhändler punkten beim Support. Wenn das Bike mal Zicken macht, hat man gleich den passenden Ansprechpartner an der Hand.
Freilich gibt es auch schwarze Schafe unter den Fachhändlern mit überzogenen Servicepreisen und wenig fachkundiger Beratung. Das lässt sich vorab oft nur schwer abschätzen. Am ehesten helfen persönliche Empfehlungen oder auch Kundenbewertungen auf öffentlichen Portalen (Google Maps, Trustpilot etc.). Im Vergleich zum Onlineshop ist das Preisniveau im Fachhandel etwas höher.
Direktversender wie Canyon, Propain, Radon, Rose oder YT punkten oft mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis. Dafür kann man hier die Bikes in der Regel nicht probefahren, Beratung gibt es nur per Chat oder am Telefon.
Insgesamt ist beim Kauf eines Versender-Bikes etwas mehr Fachkenntnis gefragt, um sich das passende Modell auszusuchen. Das Rad wird meist teilzerlegt im Karton geliefert und muss vom Kunden selbst aufgebaut und eingestellt werden. Viele Versender haben aber mittlerweile ein gutes Netzwerk von Partnershops, die gegebenenfalls Aufbau, Set-up und Service des Bikes gegen eine Gebühr übernehmen können. Die Anfahrt ist aber meist deutlich weiter als bis zum nächsten Fahrradladen ums Eck. Test-Möglichkeiten für Versender-Bikes gibt es zudem auf einschlägigen Events, wie etwa den BIKE-Festivals in Willingen oder Leogang. Premium-Versender wie Canyon oder Rose investieren in aufwändige Flagship-Stores, wo Kunden ein breites Modell-Portfolio in Augenschein nehmen und auch mal eine kurze Probefahrt unternehmen können.
Reine Online-Händler locken ebenfalls mit günstigen Preisen, da sie nicht die Kosten des stationären Fachhandels schultern müssen. Aber auch hier gilt: Beratung und Service sind beim Online-Kauf stark eingeschränkt. Die meisten Versender bieten Service-Partner oder Marken-Stores, die zumindest im Schadensfall weiterhelfen können. Bei dem folgenden Online-Shops gibt es z. B. eine große Auswahl an E-Bikes:
Gerade E-MTB-Neulinge sollten besonderen Wert auf eine Probefahrt und den Test verschiedener Modelle legen. Wer genau weiß, was er braucht und etwas Schrauberkönnen mitbringt, kann durch den Online-Kauf Geld sparen.
Neue Bikes bieten aktuelle Technik und volle Gewährleistung. Da aktuell viele neue Bikes kräftig rabattiert sind, ist der Neukauf nicht nur für E-MTB-Einsteiger die momentan attraktivste Option. Wer sparen will, bekommt oft Vorjahres- und Auslaufmodelle zu besonders guten Preisen.
Wie gut ist der Akku noch, wie verschlissen sind Komponenten und Lager? Der Gebrauchtkauf erfordert Fachwissen und Verhandlungsgeschick und ist für Einsteiger nicht zu empfehlen. Zwar fallen mit den Neu- auch die Gebrauchtpreise, die Technik ist oft aber schon etwas älter, und der Teufel steckt oft in den Details. Wer verschlissene Antriebs-Bauteile, Dellen in Felgen und Risse im Rahmen erkennen will, muss ein geschultes Auge haben. Auch Schrauber-Kenntnisse sind für den Kauf gebrauchter Bikes hilfreich. Secondhand-Läden sind eine sicherere Alternative.
Professionelle Refurbisher wie Rebike, Jobrad Loop oder Velio bieten generalüberholte Gebrauchträder, meist Leasing-Rückläufer, mit Garantie an. Diese Bikes sind zwar günstiger als Neubikes, wegen der momentan niedrigen Neupreise spart man aber nicht ganz so viel wie in den letzten Jahren. Die Qualitätsversprechen der unterschiedlichen Anbieter sind hoch, der Markt ist hart umkämpft. Bei der Beurteilung können Kundenbewertungen (Kommentare lesen!) auf öffentlichen Portalen helfen, zum Beispiel bei Trustpilot. In jedem Fall sind Refurbished-Käufe eine Alternative zum Neukauf, wenn es nicht unbedingt das brandaktuellste Modell sein muss.
E-Mountainbiken mit staatlicher Förderung gibt es beim Fahrrad-Leasing. Voraussetzung ist, dass der Arbeitgeber einen Vertrag mit einem der vielen Leasinganbieter hat. Dann wird die monatliche Rate für das Bike einfach vom Bruttogehalt abgezogen, das führt zu einer überschaubaren Nettobelastung.
Ob das Rad tatsächlich für die Fahrt zur Arbeit genutzt wird, interessiert dabei nicht. Nach dem Leasing kann der Leasingnehmer das Bike meist zum guten Kurs aus dem Vertrag herauskaufen. Leider funktioniert Leasing nur für Angestellte gut, für Selbstständige ist das Modell weniger attraktiv.

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