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Mit dem Sirrus X 3.0 EQ gelingt Specialized ein beachtlicher Spagat: Das Rad ist mit 13,1 Kilogramm (Größe XL, BIKE-Messwert) erfreulich leicht und dennoch alltagstauglich ausgestattet – eine Kombination, die in dieser Preisklasse selten so konsequent umgesetzt wird. Nur etwas mehr Reifenfreiheit wäre noch wünschenswert. - Adrian Kaether, Redakteur Test & Technik
Das Sirrus X positioniert sich bewusst zwischen reinem Fitnessbike und vollwertigem Trekkingrad und liegt damit konzeptionell auch nah an sportlichen Gravelbikes mit Vollausstattung (hier im Test). Die sportliche, leicht nach vorn geneigte Sitzposition und die Geometrie signalisieren klar: Hier will man zügig Vorankommen. Gleichzeitig verhindern vorbildlich lang heruntergezogenen Schutzbleche nasse Rücken oder Schuhe beim Pendeln und der Racktime-Gepäckträger schluckt problemlos Einkäufe oder die Arbeitstasche.
Die Shimano Cues 6000 (hier im Test) hat sich als robuste, wartungsarme Schaltgruppe etabliert – genau richtig für ein Rad, das täglich bewegt werden will. Sie bietet mit einer Kassette mit 11 - 50 Zähnen Bandbreite satt und lässt sich mit nur einem Kettenblatt leicht bedienen. Die hydraulischen Tektro-Bremsen verzögern zuverlässig, erreichen aber nicht ganz die Dosierbarkeit höherwertiger Systeme. Für den Stadtverkehr ist die Leistung aber völlig ausreichend.
Hier offenbart sich die einzige echte Schwäche: 40 Millimeter Reifenbreite sind auch bei Gravelbikes eher oldschool und für ein dezidiertes Stadtrad 2024 knapp bemessen. Kopfsteinpflaster, Schlaglöcher oder Bordsteinkanten verzeihen hier wenig, der Komfort leidet etwas. 47-50 mm wären zeitgemäßer und würden dem sonst überzeugenden Gesamtkonzept besser entsprechen. Viel Platz im Rahmen für ein nachträgliches Upgrade bleibt leider nicht.
Das Sirrus X passt perfekt zu:
Die Alternativen zum Sirrus X EQ:
Versus Gravelbike: Gravelbikes sind sportlicher, leichter, aber kommen meist ohne Schutzbleche und Gepäckträger. Wer primär in der Stadt fährt, kann das vermissen. Randonneure wie etwa Radon (hier im Test) oder Diamant (hier im Test) sind dem Specialized in Charakter und Einsatzgebiet aber sehr ähnlich.
Versus E-Bike: Die Zielgruppe ist grundverschieden. E-Bikes punkten bei Steigungen, Lasten und längeren Distanzen, sind aber 7-10 kg schwerer und kosten deutlich mehr. Das Sirrus richtet sich an alle, die Bewegung suchen, kein Akku-Management wollen und die das Rad problemlos in den Keller oder die Wohnung tragen können müssen.
Das Specialized Sirrus X 3.0 EQ ist ein ehrliches, gut durchdachtes Stadtrad für sportliche Fahrer. Die Gewichtsersparnis gegenüber herkömmlichen Trekkingrädern ist im Antritt spürbar, die Ausstattung pragmatisch durchdacht. Würde Specialized dem Rad serienmäßig etwas breitere Reifen spendieren, wäre es ein klarer Kauftipp. So bleibt ein immer noch sehr gutes Rad mit einem vermeidbaren Kompromiss.

Redakteur
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