Goomes holt das TripleDie besten Bilder von der Rampage

Florentin Vesenbeckh

 · 09.10.2026

Die Neuseeländerin Robin Goomes zeigt in ihrem Sieglauf mehrere Backflips und 360er.
Foto: Red Bull Content Pool/Paris Gore
Rotationen in alle Richtungen, monströse Sprünge: Mit mehreren Backflip- und 360er-Kombinationen sichert sich die Neuseeländering Robin Goomes den Sieg bei der Red Bull Rampage 2026. Damit schafft sie etwas, was keiner Bikerin und keinem Biker zuvor geglückt war. Wir haben die Story und die spektakulärsten Bilder in der Gallerie.

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Robin Goomes hat die Red Bull Rampage 2026 gewonnen und damit als erster Mensch drei Rampage-Titel in Folge geholt. Beim Frauen-Finale setzte sich die Neuseeländerin mit 93,50 Punkten knapp gegen Hannah Bergemann (92,75) durch. Kirsten Van Horne komplettierte mit 86,50 Punkten das Podium. Die Momente hinter diesen Zahlen: ein neuer Trick im Frauenfeld, ein gewaltiger Backflip und ein Zweikampf, der bis zum zweiten Run offenblieb. Wie die Rampage in 25 Jahren zu diesem Spektakel wurde, zeigt unser Rückblick auf das Jubiläum der Red Bull Rampage.

Der Moment, der den Sieg möglich machte

Goomes begann ihren entscheidenden zweiten Run mit einem Flatspin 360 am oberen Sprung. Nach Angaben des Veranstalters war es der erste Flatspin 360 im Frauenfeld der Rampage. Danach folgte ein Backflip über einen großen Step-down; weiter unten setzte sie mit einem Backflip Cancan nach. Ihre 93,50 Punkte übertrafen Bergemanns Bestwert um nur 0,75 Punkte. Für den Backflip über den Step-down hatte Goomes nach eigenen Angaben zu Hause in Neuseeland auf einem eigens angelegten Trainingsgelände geübt. Die Kombination aus Vorbereitung und einem neuen Trick machte ihren dritten Sieg in Serie möglich.

Bergemann hält das Finale offen

Hannah Bergemann hatte nach dem ersten Durchgang noch die Nase vorn: 91,25 Punkte standen für sie auf der Tafel, 90,62 für Goomes. Ihr Run verband einen Backflip weit oben auf der Strecke mit einer technisch anspruchsvollen Passage, einem großen Drop und einem Suicide No-Hander zum Abschluss. Im zweiten Versuch steigerte sie sich auf 92,75 Punkte. Das reichte für Platz zwei, wie bereits im Vorjahr, aber nicht mehr für den Sieg. Welche Risiken und Entscheidungen hinter solchen Runs stehen, beleuchtet auch unser Interview mit Rampage-Fahrer Adolf Silva.

Van Horne belohnt sich mit Platz drei

Kirsten Van Horne setzte auf eine andere Qualität: eine saubere, kontrollierte Linie durch steile Rinnen und über ausgesetzte Grate. Die Jury bewertete ihren Run mit 86,50 Punkten. Das reichte für Rang drei vor Vinny Armstrong (82,75) und Harriet Burbidge-Smith (82,51). Gerade im Kontrast zu Goomes’ Trickfolge zeigt ihr Podiumsplatz, wie unterschiedlich die Fahrerinnen das Gelände lesen und nutzen können.

Eine historische Bühne für das Triple

Zum 25-jährigen Jubiläum kehrte die Rampage an ihren ursprünglichen Austragungsort bei Virgin zurück. Frauen und Männer starten 2026 erstmals vom selben Startplatz. Für die Fahrerinnen bedeutete das eine Bühne mit mehr als 200 Höhenmetern Abfahrt.

Auf dieser Bühne wurde aus einem engen Zweikampf ein Rekord: Goomes setzte sich mit 93,50 zu 92,75 Punkten durch. Für die Rampage war es ein Finale, das gleichermaßen von Trick-Progression und präziser Linienwahl erzählt. Mehr zum deutschen Nachwuchs im Freeride und seinem Weg zur Rampage lest ihr in unserem Porträt von Leo Erhardt.

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Florentin Vesenbeckh sitzt seit seinem zehnten Lebensjahr auf dem Mountainbike. Schon auf der allerersten Tour standen Singletrails im Fokus – und die gehören für ihn auch nach über 30 Jahren im MTB-Sattel zur Quintessenz des Bikens. Seine Jugend verbrachte er mit Wettkämpfen in verschiedenen Bike-Disziplinen und später prägten Jahre als Fahrtechnik-Coach seine radsportliche Vita. Beruflich stehen für den erfahrenen Testredakteur inzwischen E-Mountainbikes im Fokus. In den letzten Jahren testete der diplomierte Sportwissenschaftler und ausgebildete Journalist über 300 Bikes und mehr als 40 verschiedene Motorsysteme in Labor und Praxis.

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