Red Bull Cerro Abajo Genua 2026Treppen, Tempo, Todesmut

Dimitri Lehner

 · 27.06.2026

Full House: Am Wochenende verwandelt sich Genua zum Downhill-Hotspot.
Foto: Bartek Wolinski/Red Bull
Genua wird wieder zur Downhill-Arena. Am Wochenende stürzen sich die besten Urban-Downhiller der Welt über Treppen, durch enge Altstadtgassen und über haushohe Sprünge. Das Beste: Zuschauen kostet nichts – und per Livestream ist man in der ersten Reihe dabei.

Themen in diesem Artikel

Wer glaubt, Downhill gehöre in den Wald, war noch nie beim Red Bull Cerro Abajo. In Genua rasen die Fahrer nicht über Wurzeln und Felsen, sondern über jahrhundertealte Steintreppen, durch enge Caruggi, vorbei an Hausfassaden und mitten durchs Herz der Altstadt. Fehler? Werden hier sofort bestraft – meist von einer Steinmauer.

Die Strecke ist wie gemacht für Adrenalinjunkies: 2,2 Kilometer lang, 279 Höhenmeter Gefälle. Vom Monte Peralto bis Largo della Zecca geht es praktisch ohne Atempause bergab. Enge Kehren wechseln sich mit Sprüngen, künstlichen Hindernissen und uralten Treppen ab. Topspeed von über 60 km/h wirken hier komplett verrückt.

Johannes Fischbach greift an

Aus deutscher Sicht ruhen die Hoffnungen auf Johannes Fischbach. Der mehrfache Urban-Downhill-Spezialist reist mit einer Silbermedaille vom letzten Cerro Abajo Genua und dem frischen Titel: Deutscher E-Enduro-Meister nach Italien. Er zählt erneut zu den Kandidaten für das Finale. Doch einfach wird es nicht: Das Starterfeld ist hochkarätig.

Die Stars in Genua

  • Ed Masters (Neuseeland)
  • Brook Macdonald (Neuseeland)
  • Sam Blenkinsop (Neuseeland)
  • Alex Marín (Spanien)
  • Lucas Borba (Brasilien)
  • Roger Vieira (Brasilien)
  • Johannes Fischbach (Deutschland)
  • Julian Steiner (Deutschland)
  • Alex Storr (Großbritannien)
  • Josh Lowe (Großbritannien)
  • Theo Erlangsen (Südafrika)
  • Marius Perraudin (Schweiz)
  • Pedro Burns (Chile)
  • Felipe Agurto (Chile)
  • Alberto Nicolás (Chile)

So läuft das Rennen

Am Samstag (27. Juni) stehen Training und Qualifying auf dem Programm. Nur die 15 Schnellsten schaffen den Sprung ins Finale. Am Sonntag (28. Juni) zählt dann nur noch ein Lauf gegen die Uhr – wer unten die Bestzeit setzt, gewinnt.

Livestream & TV

Qualifying: Samstag, 27. Juni

Finale: Sonntag, 28. Juni

Livestream: ab 17:20 Uhr (MESZ) auf Red Bull TV.

Wer vor Ort ist, kann das Rennen kostenlos entlang der Strecke verfolgen. Früh kommen lohnt sich: Die besten Zuschauerplätze an Sprüngen und Treppen sind traditionell schnell belegt.

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Dimitri Lehner ist diplomierter Sportwissenschaftler. Er studierte an der Deutschen Sporthochschule Köln. Ihn fasziniert fast jede Disziplin des Funsports – neben Biken ganz vorne: Windsurfen, Skifahren und Fallschirmspringen. Seine neueste Leidenschaft: das Gravelbike. Damit fuhr er kürzlich von München an die Ostsee – und fand es herrlich. Und anstrengend. Herrlich anstrengend!

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