Wer glaubt, Downhill gehöre in den Wald, war noch nie beim Red Bull Cerro Abajo. In Genua rasen die Fahrer nicht über Wurzeln und Felsen, sondern über jahrhundertealte Steintreppen, durch enge Caruggi, vorbei an Hausfassaden und mitten durchs Herz der Altstadt. Fehler? Werden hier sofort bestraft – meist von einer Steinmauer.
Die Strecke ist wie gemacht für Adrenalinjunkies: 2,2 Kilometer lang, 279 Höhenmeter Gefälle. Vom Monte Peralto bis Largo della Zecca geht es praktisch ohne Atempause bergab. Enge Kehren wechseln sich mit Sprüngen, künstlichen Hindernissen und uralten Treppen ab. Topspeed von über 60 km/h wirken hier komplett verrückt.
Aus deutscher Sicht ruhen die Hoffnungen auf Johannes Fischbach. Der mehrfache Urban-Downhill-Spezialist reist mit einer Silbermedaille vom letzten Cerro Abajo Genua und dem frischen Titel: Deutscher E-Enduro-Meister nach Italien. Er zählt erneut zu den Kandidaten für das Finale. Doch einfach wird es nicht: Das Starterfeld ist hochkarätig.
Am Samstag (27. Juni) stehen Training und Qualifying auf dem Programm. Nur die 15 Schnellsten schaffen den Sprung ins Finale. Am Sonntag (28. Juni) zählt dann nur noch ein Lauf gegen die Uhr – wer unten die Bestzeit setzt, gewinnt.
Qualifying: Samstag, 27. Juni
Finale: Sonntag, 28. Juni
Livestream: ab 17:20 Uhr (MESZ) auf Red Bull TV.
Wer vor Ort ist, kann das Rennen kostenlos entlang der Strecke verfolgen. Früh kommen lohnt sich: Die besten Zuschauerplätze an Sprüngen und Treppen sind traditionell schnell belegt.

Redakteur
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