Red Bull Cerro Abajo StuttgartVollgas-Action im Ländle

Dimitri Lehner

 · 23.04.2026

Endlich, endlich, endlich: Red Bull Cerro Abajo in Deutschland!
Foto: Bartek Wolinski / Red Bull
​Stuttgart wird zum vertikalen Dschungel: Die „Formel 1“ des Urban Downhill kommt in den „Kessel“. Am 5. und 6. September mutiert Stuttgart zum Schauplatz für das krasseste Urban-Race der Welt: Red Bull Cerro Abajo Stuttgart 2026.

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Eigentlich kennt man diese Bilder nur aus den steilen, bunten Favelas Südamerikas: Mountainbike-Profis, die mit 60 Sachen über Treppen ballern, über Mauern droppen und zentimeterknapp an Hauswänden vorbeischießen.

Doch im September 2026 tauscht die größte urbane Downhill-Serie der Welt Valparaíso gegen Stuttgart. Das Finale der internationalen Tour steigt am Neckar – und die Strecke vom Teehaus runter zum Wilhelmsplatz verspricht nichts Geringeres als kompletten Wahnsinn.

Treppen, Drops und 60 km/h auf Asphalt

Stuttgart hat Stäffele?* Stuttgart bekommt Action! Für das Saisonfinale wird die City zur „Actionzone“ umgebaut. Wer hier gewinnen will, braucht Nerven aus Stahlseilen und eine Präzision, die keine Fehler verzeiht.

Wo sonst Fußgänger flanieren, fliegen die Profis über Road Gaps und künstliche Schikanen. Urban Downhill ist brutal: Ein kleiner Rutscher auf dem Asphalt oder ein Fahrfehler im engen Gassen-Labyrinth, und der Traum vom Titel ist Geschichte.

* „Stuttgart hat Stäffele“ bedeutet, dass die Stadt Stuttgart für ihre über 400 bis 600 historischen Freilufttreppen bekannt ist. Diese sogenannten „Stäffele“ (schwäbisch für Treppchen) wurden früher von Winzern genutzt, um die steilen Weinberge im Talkessel zu erreichen

Showdown der Giganten: Slavík vs. „Fischi“

Die Weltelite reist mit geölten Ketten an. Ganz vorne mit dabei: Stars wie der Tscheche Tomáš Slavík. Er weiß, dass Stuttgart anders wird als die Klassiker in Chile oder Italien: „Der Kurs wird technisch und kompakt – definitiv spektakulär!“

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Aber die Herzen der Zuschauer werden vermutlich für einen anderen schlagen: Johannes „Fischi“ Fischbach. Der dreifache Deutsche Downhill-Meister, Cerro Abajo Seriensieger 2017 und Zweiter von Genua 2025 hat endlich sein Heimspiel.

„Die Region hier ist Bike-verrückt, die Atmosphäre wird bombastisch“, freut sich der Local Hero. Für Fischi ist klar: Vor der eigenen Crowd wird er das Messer zwischen die Zähne nehmen und voll auf Angriff fahren.

Bürgermeister gibt grünes Licht für den Adrenalin-Kick

Dass Stuttgart die ideale Bühne für dieses Spektakel ist, sieht auch Sportbürgermeister Dr. Clemens Maier so. Die besondere Topografie des Kessels sei wie gemacht für die Deutschland-Premiere.

Klar, der organisatorische Aufwand hinter den Kulissen ist gigantisch, vor allem wenn es um Sicherheit und Verkehr geht, aber das Ziel steht: Stuttgart als internationale Sportstadt perfekt in Szene zu setzen.

Doch Stuttgart ist nicht Valpariso, Baden-Würtemberg nicht Chile – hier gelten andere Sicherheitsvorschriften als in Südamerika. Die Fans hoffen, dass das der Action keinen Abbruch tut.

Eintritt frei: Action hautnah

Das Beste für alle Fans: Man braucht kein Ticket. Das Event ist komplett kostenlos.

Wer also miterleben will, wie die Jungs im Zentimeterabstand an der Absperrung vorbeizischen und das Adrenalin förmlich greifbar ist, sollte sich den Termin fett im Kalender markieren.

Wer es nicht in den Kessel schafft: Red Bull TV und YouTube übertragen das Spektakel live in die Wohnzimmer.


Red Bull Stuttgart Cerro Abajo 2026: Die Fakten

  • Wann: 5. – 6. September 2026
  • Wo: Stuttgarter Innenstadt (Teehaus bis Wilhelmsplatz)
  • Format: Einzelzeitfahren / Urban Downhill
  • Tickets: Nicht nötig – der Eintritt ist frei!
  • Status: Saisonfinale der internationalen Serie (nach Genua und Valparaíso)

Dimitri Lehner ist diplomierter Sportwissenschaftler. Er studierte an der Deutschen Sporthochschule Köln. Ihn fasziniert fast jede Disziplin des Funsports – neben Biken ganz vorne: Windsurfen, Skifahren und Fallschirmspringen. Seine neueste Leidenschaft: das Gravelbike. Damit fuhr er kürzlich von München an die Ostsee – und fand es herrlich. Und anstrengend. Herrlich anstrengend!

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