Cross-Country-Ass Bjorn Riley im InterviewDas ist sein Style-Geheimnis

Jan Timmermann

 · 25.05.2026

Bjorn Riley ist US-amerikanischer National-Champion im Cross-Country und hat ganz nebenbei den Style mit großem Löffel gegessen.
Foto: Scott
Bjorn Riley gilt als einer der stylischsten Cross-Country-Biker der Welt. Sein Fahrstil verzückt im Worldcup-Livestream Millionen von Fans. Im Interview wollten wir dem Ausnahmetalent sein Geheimnis entlocken. Wie kann Bjorn Riley auf einem Racebike nur so gut aussehen?

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Bjorn Riley vom Scott Sram MTB Racing Team ist ein absoluter Fahrtechnik-Superstar. Seine Technik baut auf einer BMX-Vergangenheit auf. Ab und zu springt der Cross-Country-Racer noch immer im Skatepark umher. Seine große Bühne ist aber ist der XC-Worldcup. Dort lässt der andere etablierte Topfahrer fast schon aussehen wie MTB-Anfänger. Mit Leichtigkeit legt Riley sein Bike quer und fetzt auf seinem leichten Carbonbike über den Rennkurs als sei er gerade bei einem Freestyle-Wettbewerb. Schnell ist der 24-Jährige auch. Riley gilt als eines der größten Talente seiner Generation. Wer hätte außerdem gedacht, dass der US-amerikanische National-Champion perfekt Deutsch spricht? Dies und viele weitere spannende Details haben wir im Gespräch mit Bjorn Riley herausgefunden.

Style will gelernt sein

BIKE: Bjorn, du giltst als einer der stylischsten Fahrer im Cross Country World Cup. Was ist dein Geheimnis?

BJORN RILEY: So ganz genau weiß ich das auch nicht. Ich sage aber immer: “Fahrradfahren ist wie Kunst”. Man hat die Freiheit so viele Dinge zu machen und so viele Wege zu gehen. Schnell fahren ist geil aber nicht alles. Beim Biken mache ich was ich will, wann ich will. Als ich jung war bin ich viel BMX gefahren und war auf der Dirt-Line unterwegs. Dort fühle ich mich zuhause und ich denke das kann man heute noch sehen. Wenn ich auf den Race-Track gehe, will ich immer auch bei meinem jugendlichen Ich bleiben.

BMX birgt ein hohes Verletzungsrisiko und kann deshalb für einen Profi-Sportler im schlimmsten Fall die Karriere gefährden. Fährst du denn noch ab und zu im Skatepark?

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Ja, tatsächlich schaue ich immer mal wieder im Skatepark vorbei. Das hilft mir mich ein bisschen vom Racing abzulenken und zu entspannen. Ich versuche mich dort auch immer ein bisschen zu testen. Wenn ich noch einen Threesixty-Barspin, beziehungsweise Truckdriver, draufhabe, bin ich noch nicht so weit weg von meinem jungen Selbst. Das will ich mir erhalten.

Die XC-Saison 2026

Das erste Worldcup-Rennen fand in Korea statt. Warst du zuvor schon mal dort?

Nein, in Asien bin ich noch nie ein Rennen gefahren. Im Vorfeld hatte ich großen Respekt vor der neuen Saison. Letztes Jahr war ein sehr schweres für mich aber dieses sind meine Beine wirklich schneller als je zuvor.

Was hast du im Vergleich zum letzten Jahr in deiner Vorbereitung geändert?

Nicht viel eigentlich. Letztes Jahr hatte ich im Vorfeld der Saison einfach sehr viel Pech. Diese Offsaison verlief deutlich geradliniger. Es gab nicht so viele Optionen und Ablenkungen. Ich freue mich einfach auf den neuen World Cup, neue Technik und neue Rennen.

Fazit

Kaum einem anderen Cross Country Fahrer schaue ich so gerne zu, wie Bjorn Riley. Was der junge Racer auf dem XC-Bike abzieht ist einfach nur krass. Ich habe auch auf dem BMX angefangen und weiß, dass das eine gute Schule fürs Mountainbiken sein kann. Auf die Skills von Riley kann man aber einfach nur neidisch sein. Ich bin gespannt, was die Zukunft für den Styler bereithält. - Jan Timmermann, BIKE-Redakteur
Jan Timmermann

Jan Timmermann

Redakteur

Jan Timmermann ist ein Mountainbiker aus echtem Schrot und Korn. Dabei deckt sein Interesse von Marathon- bis Trailbikes und von Street bis Gravel fast alles ab. Getreu dem Motto „das Leben ist zu kurz für langweilige Fahrräder“ hängt Herz des Technik-Redakteurs jedoch vor allem an Bikes mit Charisma. Nebenbei leitet Jan auch noch das Fitness-Resort unserer Radsport-Marken.

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