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Eurobike 2018: M1 Spitzing Evolution

Kraftvoll und außergewöhnlich: Das neue M1 Spitzing

Sebastian May am 19.07.2018

M1 setzt seit langem auf den starken TQ-Motor. Jetzt erscheint das Spitzing Evolution in modernem Gewand. Integrierter Akku mit 1050 Wattstunden, 120 Newtonmeter Drehmoment, ein echter Hingucker.

Die nächste Evolutionsstufe: Das M1 Spitzing Evolution tritt in die Fußstapfen des etwas in die Jahre gekommenen M1 Spitzing. 160 Millimeter Federweg, eine neue Geometrie mit 66,5 Grad Lenkwinkel und steilen 76,5 Grad Sitzwinkel, sowie eine serienmäßige 2,6-Zoll-Bereifung auf 27,5-Zoll-Laufrädern soll vor allem den sportlichen All-Mountain-Fahrer ansprechen.

M1 Spitzing

Der TQ HPR Drive-Motor mit 120 Nm ist der stärkste Motor auf dem Markt - aber auch einer der schwersten. 

M1 Spitzing

Die abschraubbare Motorhaube ermöglicht unkomplizierte Wartungs- und Reparaturarbeiten am Motor. 

Highlight der M1-Palette ist seit einigen Jahren der starke TQ-Motor. 120 Newtonmeter Drehmoment, gepaart mit einem integrierten 880-Wattstunden- oder, für 400 Euro Aufpreis, sogar 1050-Wattstunden-Akku, machen den Antrieb zu einem der stärksten auf dem Markt. Der TQ-Antrieb wird 2019 auch von Marktführer Haibike intensiv eingesetzt, wenn auch mit geringerer Akkukapazität. Dem Bekanntheitsgrad des Motors wird dies neuen Auftrieb verschaffen.

M1 Spitzing

Der integrierte Akku kann nach unten aus dem Unterrohr entnommen werden. Die 880-Wh- und die 1050-Wh-Version sind gleich schwer und gleich groß.

Die Power des Antriebsystems schlägt sich aber auch auf der Waage nieder. Zwar ist der Akku 400 Gramm leichter als beim Vorgängermodell, aber mit 5,4 Kilogramm immer noch kein Leichtgewicht. Das Gesamtgewicht des Spitzing Evolution soll bei rund 25 Kilogramm landen. Angesichts des schweren Motors und Akkus ein passables Gewicht, das M1 mit einem Vollcarbonrahmen erreicht.

Ein Rahmen, zwei Modelle, drei Motorversionen

Das M1 Spitzing Evolution gibt`s in zwei Ausführungen: dem Spitzing Evolution und dem teureren Spitzing Evolution World-Cup. Beide Modelle kommen mit Magura MT5e Bremsen und Fox-Fahrwerk, das Spaß auf kniffligeren Trails verspricht. Dabei hilft auch die Reifenfreiheit, die den Einsatz von bis zu 3 Zoll dicken Breitreifen ermöglicht. Das Bike kommt serienmäßig leider ohne Teleskopsattelstütze, die kann aber optional aufgerüstet werden.

M1 Spitzing

Carbon bis ins Detail: Auch der Umlenkhebel ist aus Kohlefaser. Der Dämpfer sitzt versteckt im Oberrohr. 

M1 Spitzing

Der Fox Float DPX2 Dämpfer generiert 160 Millimeter Federweg und soll für feines Ansprechverhalten und ausreichend Fahrspaß auf anspruchsvollen Singletrails sorgen.

M1 Spitzing

Spitzing setzt auf einen Schaltsensor, der beim Schaltvorgang für den Bruchteil einer Sekunde die Motorpower wegnimmt. Das soll das Schalten sanfter gestalten und den Antriebsstrang schonen.

M1 Sporttechnik ist spezialisiert auf den S-Pedelec-Bereich. Auch das Spitzing Evolution gibt es neben der Mountainbike-Pedelec-Version in einer S-Pedelec-Version mit 500 Watt und einer maximalen Geschwindigkeit von 45 km/h. Klar, diese Version ist nur mit Kennzeichen und somit im Straßenverkehr zugelassen. Mit 920 Watt hat die kräftigste Motorversion "R-Pedelec" zwar nicht mal mehr eine Straßenzulassung, dafür 75 Sachen Spitzengeschwindigkeit, die aber nur auf privatem Gelände ausgefahren werden dürfen. Erhältlich ist das neue Spitzing Evolution voraussichtlich ab Sommer 2019 zu Preisen zwischen rund 8000 und 16500 Euro. Die älteren Versionen M1 Spitzing und M1 Spitzing Plus gibt es auch weiterhin zu kaufen.
 

M1 Spitzing

Wheelie-King Bobby Root präsentiert am M1 Sporttechnik-Stand sein neues Spitzing Evolution. Der Amerikaner ist seit 2016 Teamfahrer bei M1 und kümmert sich um M1-Belange auf dem amerikanischen Markt. 

Sebastian May am 19.07.2018