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Wer sich einen Rucksack für 185 Euro anschafft, hat gewisse Erwartungen – zumindest geht es uns in der BIKE-Testabteilung so. Materialien, Verarbeitung, Taschenmanagement, Ausstattung – hier sollte sich der Hersteller keine Ausrutscher leisten. Ob Evoc mit dem Stage die Erwartungen erfüllen kann?
Typisch Evoc ist die Aufteilung in außenliegendes Werkzeugfach und weit öffnendes Hauptfach. Vorne oben platzieren die Münchner zudem eine gepolsterte Tasche für die Sonnenbrille, ganz hinten verbirgt sich das Schubfach für die Trinkblase, die im Preis aber nicht mit inbegriffen ist. Erstaunlicherweise verzichtet Evoc beim Stage auf die praktischen Taschen an den stretchigen Hüftgurten, stattdessen gibt es klassische Mesh-Taschen, in denen man seitlich beispielsweise eine Trinkflasche platzieren kann und: laut Webseite eine Smartphone-Tasche, die wir bisher jedoch noch nicht entdecken konnten.
Top sind der integrierte und einrollbare Helmhalter, Kompressionsriemen sowie die integrierte Regenhülle. Die ergonomischen Schultergurte sind an den sogenannten Brace Links beweglich gelagert, der Mesh-Rücken soll für gute Belüftung sorgen. Soweit so gut, mal sehen, was der Stage 18 auf dem Trail so leistet.
Der Stage 18 war auch schon in unserem letzten Test vertreten, wurde seitdem jedoch sichtbar überarbeitet. Geblieben ist – zum Glück – die sehr durchdachte Aufteilung in Hauptfach, Werkzeugfach und separatem Fach für die Trinkblase. Zudem gibt es vorne oben eine gepolsterte Tasche für Brille oder Smartphone. Besser kann man einen Rucksack kaum strukturieren, zumal alle Fächer komplett öffnen, hell ausgekleidet sind und damit einen hervorragenden Überblick über den Inhalt gewährleisten.
Alle Zipper laufen leicht und geschmeidig und lassen sich auch mit einer Hand easy bedienen. Das Werkzeugfach könnte etwas länger ausfallen, selbst eine kurze Dämpferpumpe findet hier kaum Platz. Dank wannenartiger Konstruktion bleibt beim Wühlen im Hauptfach der ganze Inhalt im Rucksack und purzelt nicht von selbst ins Gemüse.
Praktisch ist der einrollbare Helmhalter, der auch für Schoner oder Wechselkleidung verwendet werden kann. Die Befestigung eines Fullface-Helms an den Kompressionsgurten ist dafür weniger intuitiv. Zudem müssen die Gurte zum Öffnen des Hauptfachs gelöst werden. Das Werkzeugfach ist dafür jederzeit frei zugänglich.
Im Gegensatz zu seinen Geschwistern aus der Freeride- und Trail-Pro-Serie scheint der Stage eher für gemäßigte Trail- und Touren-Einsätze gemacht. Mit seinen kurzen Stretch-Hüftflügeln liegt der Stage mehr am Rücken auf, als ihn fest zu umschließen.
Über den Rücken verteilen sich fünf dicke Strukturpolster, die mit einem Meshbezug überspannt sind. Dadurch ist der Stage erstaunlich gut belüftet. Allerdings erkauft man sich das Ganze auch durch eine Rückenplatte, die sich nicht optimal an den Körper anpasst und in Fahrposition am unteren Rücken etwas absteht. Das sorgt zum einen für unangenehmen Zug auf den Hüftgurt, zum anderen dafür, dass der Evoc zum Wackeln und nach oben rutschen neigt, sobald das Gelände steil und technisch wird. Während wir im letzten Test noch die harte Einfassung des Rückens bemängelt hatten, wurde dieses Problem in der aktuellen Version behoben.
| Kategorie | Note |
| Tragesystem (40 %) | 2,5 |
| Handling (30 %) | 1,9 |
| Gewicht (15 %) | 2,0 |
| Ausstattung (15 %) | 2,0 |
| BIKE-NOTE | 2,2 |
Der Evoc punktet mit durchdachter Aufteilung und tollem Handling – alle Fächer klappen komplett auf. Top: extra Trinkblasenfach. Das Werkzeugfach ist jedoch etwas kurz geraten. Das Rückensystem schafft gute Belüftung, ist aber unflexibel und passt sich nur schwer der Radhaltung an. In Verbindung mit den kurzen Hüftflügeln wackelt und rutscht der Stage im Downhill – ungewöhnlich für einen Evoc-Rucksack. Daher eignet sich der Stage eher für gemäßigte Touren. Wer einen Daypack für anspruchsvolles Gelände sucht, wird bei den Münchnern eher bei den Freeride- oder Trail-Pro-Modellen fündig.
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Redakteur