Test Evoc Stage 18Bike-Rucksack für Ordnungs-Liebhaber

Stefan Frey

 · 22.02.2026

Ordnung ist das halbe Leben. Wenn das dein Motto ist, könnte der Evoc Stage 18 dein Rucksack für Trailrides und Tagestouren sein.
Foto: Georg Grieshaber

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Das Ordnungssystem der Evoc MTB-Rucksäcke ist legendär. Ob das auch für den Touren-Rucksack Stage 18 gilt? Und kann der 185 Euro teure Bike-Pack der Münchner auch mit hohem Tragekomfort und angenehmer Belüftung punkten? Unser Test gibt Aufschluss.

Wer sich einen Rucksack für 185 Euro anschafft, hat gewisse Erwartungen – zumindest geht es uns in der BIKE-Testabteilung so. Materialien, Verarbeitung, Taschenmanagement, Ausstattung – hier sollte sich der Hersteller keine Ausrutscher leisten. Ob Evoc mit dem Stage die Erwartungen erfüllen kann?

Typisch Evoc ist die Aufteilung in außenliegendes Werkzeugfach und weit öffnendes Hauptfach. Vorne oben platzieren die Münchner zudem eine gepolsterte Tasche für die Sonnenbrille, ganz hinten verbirgt sich das Schubfach für die Trinkblase, die im Preis aber nicht mit inbegriffen ist. Erstaunlicherweise verzichtet Evoc beim Stage auf die praktischen Taschen an den stretchigen Hüftgurten, stattdessen gibt es klassische Mesh-Taschen, in denen man seitlich beispielsweise eine Trinkflasche platzieren kann und: laut Webseite eine Smartphone-Tasche, die wir bisher jedoch noch nicht entdecken konnten.

Ordnung ist das halbe Leben. Wenn das dein Motto ist, könnte der Evoc Stage 18 dein Rucksack für Trailrides und Tagestouren sein.Foto: Georg GrieshaberOrdnung ist das halbe Leben. Wenn das dein Motto ist, könnte der Evoc Stage 18 dein Rucksack für Trailrides und Tagestouren sein.

Top sind der integrierte und einrollbare Helmhalter, Kompressionsriemen sowie die integrierte Regenhülle. Die ergonomischen Schultergurte sind an den sogenannten Brace Links beweglich gelagert, der Mesh-Rücken soll für gute Belüftung sorgen. Soweit so gut, mal sehen, was der Stage 18 auf dem Trail so leistet.

​​Diese 9 Mountainbike Rucksäcke haben wir getestet:

Praktisch ist das separate Fach für eine Trinkblase sowie der ausrollbare Halter für den Helm.Foto: Georg GrieshaberPraktisch ist das separate Fach für eine Trinkblase sowie der ausrollbare Halter für den Helm.

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Im Boden versteckt sich zudem eine Regenhülle, falls mal das Wetter auf Tour nicht mitspielt.Foto: Georg GrieshaberIm Boden versteckt sich zudem eine Regenhülle, falls mal das Wetter auf Tour nicht mitspielt.

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Evoc Stage 18 – Infos & Preis

  • Preis: 185 Euro >> bei Amazon oder Bergfreunde reduziert erhältlich
  • Gewicht: 944 Gramm
  • Rückensystem: Kontaktrücken, Strukturpolster mit Mesh-Bezug
  • Ausstattung: Regenhülle, Werkzeugfach, Brillenfach, Stretch-Hüftgurte, einrollbarer Helmhalter
  • Trinkblase: nein / 3 Liter / 47 Euro
  • Volumen gemessen / angegeben: 17 / 18 Liter

Clevere Aufteilung, top Überblick

Der Stage 18 war auch schon in unserem letzten Test vertreten, wurde seitdem jedoch sichtbar überarbeitet. Geblieben ist – zum Glück – die sehr durchdachte Aufteilung in Hauptfach, Werkzeugfach und separatem Fach für die Trinkblase. Zudem gibt es vorne oben eine gepolsterte Tasche für Brille oder Smartphone. Besser kann man einen Rucksack kaum strukturieren, zumal alle Fächer komplett öffnen, hell ausgekleidet sind und damit einen hervorragenden Überblick über den Inhalt gewährleisten.

Das Orga-System des Stage ist sorgfältig durchdacht. Es gibt ein gepolstertes Fach für Smartphone oder Brille ...Foto: Georg GrieshaberDas Orga-System des Stage ist sorgfältig durchdacht. Es gibt ein gepolstertes Fach für Smartphone oder Brille ...... ein vollständig öffnendes Werkzeugfach - das beim Stage leider etwas kurz ausfällt ...Foto: Georg Grieshaber... ein vollständig öffnendes Werkzeugfach - das beim Stage leider etwas kurz ausfällt ...... sowie eine komplett öffnendes und hell ausgekleidetes Hauptfach.Foto: Georg Grieshaber... sowie eine komplett öffnendes und hell ausgekleidetes Hauptfach.

Alle Zipper laufen leicht und geschmeidig und lassen sich auch mit einer Hand easy bedienen. Das Werkzeugfach könnte etwas länger ausfallen, selbst eine kurze Dämpferpumpe findet hier kaum Platz. Dank wannenartiger Konstruktion bleibt beim Wühlen im Hauptfach der ganze Inhalt im Rucksack und purzelt nicht von selbst ins Gemüse.

Alpine Notsignale helfen im Fall eines Unglücks und geben Hinweise zu Notrufnummern.Foto: Georg GrieshaberAlpine Notsignale helfen im Fall eines Unglücks und geben Hinweise zu Notrufnummern.

Praktisch ist der einrollbare Helmhalter, der auch für Schoner oder Wechselkleidung verwendet werden kann. Die Befestigung eines Fullface-Helms an den Kompressionsgurten ist dafür weniger intuitiv. Zudem müssen die Gurte zum Öffnen des Hauptfachs gelöst werden. Das Werkzeugfach ist dafür jederzeit frei zugänglich.

Wenig stabiler Sitz im Downhill

Im Gegensatz zu seinen Geschwistern aus der Freeride- und Trail-Pro-Serie scheint der Stage eher für gemäßigte Trail- und Touren-Einsätze gemacht. Mit seinen kurzen Stretch-Hüftflügeln liegt der Stage mehr am Rücken auf, als ihn fest zu umschließen.

Die stretchigen Hüftflügel sind weniger ausgeprägt als bei anderen Evoc-Rucksäcken und besitzen keine Taschen.Foto: Georg GrieshaberDie stretchigen Hüftflügel sind weniger ausgeprägt als bei anderen Evoc-Rucksäcken und besitzen keine Taschen.Schade: Das etwas starre Rückensystem passt sich nicht ideal der Fahrposition an und bringt dadurch Zug auf den Hüftgurt.Foto: Georg GrieshaberSchade: Das etwas starre Rückensystem passt sich nicht ideal der Fahrposition an und bringt dadurch Zug auf den Hüftgurt.

Über den Rücken verteilen sich fünf dicke Strukturpolster, die mit einem Meshbezug überspannt sind. Dadurch ist der Stage erstaunlich gut belüftet. Allerdings erkauft man sich das Ganze auch durch eine Rückenplatte, die sich nicht optimal an den Körper anpasst und in Fahrposition am unteren Rücken etwas absteht. Das sorgt zum einen für unangenehmen Zug auf den Hüftgurt, zum anderen dafür, dass der Evoc zum Wackeln und nach oben rutschen neigt, sobald das Gelände steil und technisch wird. Während wir im letzten Test noch die harte Einfassung des Rückens bemängelt hatten, wurde dieses Problem in der aktuellen Version behoben.

Zwischen den hohen Schaumpolstern sollen breite Kanäle die Luft am Rücken zirkulieren lassen.Foto: Georg GrieshaberZwischen den hohen Schaumpolstern sollen breite Kanäle die Luft am Rücken zirkulieren lassen.Evoc-typisch: der Doppel-Zipper am Werkzeugfach. Wir finden das Handling etwas hakelig.Foto: Georg GrieshaberEvoc-typisch: der Doppel-Zipper am Werkzeugfach. Wir finden das Handling etwas hakelig.

Bewertung & Fazit - Evoc Stage 18

KategorieNote
Tragesystem (40 %)2,5
Handling (30 %)1,9
Gewicht (15 %)2,0
Ausstattung (15 %)2,0
BIKE-NOTE2,2
Der Evoc Stage 18 eignet sich mehr für klassische Touren als für harte Enduro- oder Trail-Einsätze.Foto: Georg GrieshaberDer Evoc Stage 18 eignet sich mehr für klassische Touren als für harte Enduro- oder Trail-Einsätze.

Fazit: Evoc Stage 18

Der Evoc punktet mit durchdachter Aufteilung und tollem Handling – alle Fächer klappen komplett auf. Top: extra Trinkblasenfach. Das Werkzeugfach ist jedoch etwas kurz geraten. Das Rückensystem schafft gute Belüftung, ist aber unflexibel und passt sich nur schwer der Radhaltung an. In Verbindung mit den kurzen Hüftflügeln wackelt und rutscht der Stage im Downhill – ungewöhnlich für einen Evoc-Rucksack. Daher eignet sich der Stage eher für gemäßigte Touren. Wer einen Daypack für anspruchsvolles Gelände sucht, wird bei den Münchnern eher bei den Freeride- oder Trail-Pro-Modellen fündig.


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Stefan Frey

Stefan Frey

Redakteur

Stefan Frey ist Niederbayer, er liebt die moosig-lehmigen Trails des Bayerischen Waldes ebenso wie den schroffen Fels der Dolomiten. Für technische Abfahrten nimmt er nahezu jeden Anstieg in Kauf – gerne aus eigener Kraft. Als Zubehör-Spezialist ist er die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ausrüstung und Anbauteilen, während er als Textchef die Sprachkrümel von den Seiten der BIKE-Print-Ausgaben fegt.

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