Seit Jahren boomt das Fahrrad als Fortbewegungsmittel in den Städten. Gleichzeitig zeigen Studien, dass immer noch viele Radfahrer bewusst auf einen Helm verzichten. Ein häufig genannter Grund: Viele Modelle gelten als unbequem, klobig oder passen schlicht nicht zum persönlichen Stil. Das will das Start-up Headfirst mit dem neuen Echo Pro ändern.
Statt einen Helm mit immer mehr Features vollzupacken, stellt sich Headfirst die Grundsatzfrage - warum tragen so viele Radfahrer keinen Helm - und versucht diese konsequent anzugehen. Mangelnder Komfort, umständliche Handhabung oder schlicht die Optik - all diese Attribute soll der Echo Pro besser lösen als viele andere Helme auf dem Markt.
Das automatische Bremslicht, das unkomplizierte Fit-System und die urbane Gestaltung sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Ganz neu ist der Ansatz allerdings nicht. Lazer hatte mit dem AutoFit-System bereits vor Jahren ein ähnliches Konzept erdacht. Ganz ohne Hand am Helm anzulegen scheint auch die Anpassung des Echo Pro nicht zu gelingen. Und auch integrierte Rücklichter oder urbanes Design sind heute keine Alleinstellungsmerkmale mehr für einen Fahrradhelm. Zudem positioniert sich der Helm mit 169 Euro klar im Premiumsegment. Stefan Frey, BIKE-Redakteur
Entwickelt wurde der Helm gemeinsam mit dem renommierten APE Design Studio in Amsterdam. Ziel war es, einen Helm zu schaffen, der weniger nach klassischem Sportgerät und stärker nach einem modernen Mobilitätsprodukt aussieht. Das Ergebnis ist eine ausgesprochen cleane, urbane Formensprache, die sich vor allem an Alltagsradler und E-Bike-Fahrer richtet.
Während viele City-Helme auf klassische Verstellsysteme mit Drehrad setzen, verfolgt Headfirst einen anderen Ansatz. Der Echo Pro setzt auf das zum Patent angemeldete SafeFit-System. Dieses soll sich automatisch an unterschiedliche Kopfformen anpassen, ohne dass der Fahrer beim Aufsetzen nachjustieren muss. Genaue Details über die Funktionsweise nennt Headfirst nicht, doch die Anpassung erfolgt wohl über beidseitigen Druck auf die Helmschale.
Laut Hersteller entstehen dadurch keine typischen Druckpunkte, wie man sie von manchen Verstellsystemen kennt. Gerade Pendler, die ihren Helm mehrmals täglich auf- und absetzen, dürften diesen Ansatz interessant finden.
Mit den Größen XS/S (51–56 cm) und M/L (55–61 cm) deckt der Echo Pro einen großen Bereich ab und eignet sich laut Hersteller auch für Kinder ab etwa fünf Jahren.
Beim Thema Schutz setzt Headfirst auf eine integrierte Lösung statt zusätzlicher Einbausysteme. Der Rotationsschutz ist bereits Bestandteil der Helmkonstruktion und nicht als separates Modul integriert. Der Echo Pro erfüllt die Normen EN 1078 und CPSC für Fahrrad- und Urban-Helme.
Besonders spannend für den City-Einsatz ist das integrierte Bremslicht. Ein Sensor erkennt Verzögerungen und aktiviert automatisch das Hecklicht. Gerade im dichten Stadtverkehr kann dies die Sichtbarkeit im Straßenraum erhöhen. Der Akku soll zwischen acht und zehn Stunden Laufzeit bieten und wird über USB-C geladen.
Ebenfalls praxisnah: Die magnetische Fidlock-ähnliche Schnalle lässt sich einhändig schließen und verhindert eingeklemmte Haut am Kinnriemen.
Während die meisten Fahrradhelme auf EPS-Schaum setzen, verwendet Headfirst expandiertes Polypropylen (EPP). Das Material kann mehrere leichte Stöße absorbieren, ohne sofort ersetzt werden zu müssen. Gerade im Alltag, wenn ein Helm beispielsweise öfter herunterfällt oder kleinere Rempler abbekommt, kann das die Lebensdauer verlängern.
Zusätzlich kommen recycelte Materialien bei Gurten und Schnallen zum Einsatz. Verschleißteile sollen zudem austauschbar sein. Für schwere Unfälle bietet Headfirst ein Crash-Replacement-Programm mit 40 Prozent Preisnachlass auf einen neuen Helm an.
Statt einen Helm mit immer mehr Features vollzupacken, stellt sich Headfirst die Grundsatzfrage - warum tragen so viele Radfahrer keinen Helm - und versucht diese konsequent anzugehen. Mangelnder Komfort, umständliche Handhabung oder schlicht die Optik - all diese Attribute soll der Echo Pro besser lösen als viele andere Helme auf dem Markt.
Das automatische Bremslicht, das unkomplizierte Fit-System und die urbane Gestaltung sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Ganz neu ist der Ansatz allerdings nicht. Lazer hatte mit dem AutoFit-System bereits vor Jahren ein ähnliches Konzept erdacht. Ganz ohne Hand am Helm anzulegen scheint auch die Anpassung des Echo Pro nicht zu gelingen. Und auch integrierte Rücklichter oder urbanes Design sind heute keine Alleinstellungsmerkmale mehr für einen Fahrradhelm. Zudem positioniert sich der Helm mit 169 Euro klar im Premiumsegment.

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