KED Urban UF-1Neuer Helm für top Schutz im Urbanen Dschungel

Stefan Frey

 · 19.04.2026

Der deutsche Helmhersteller KED erweitert sein Sortiment an City- und Pendler-Helmen und bringt den neuen Embrace Urban UF-1 auf den Markt.
Foto: KED
Großstädte werden immer fahrradfreundlicher, doch noch zählen Pendler und City-Biker zu den gefährdeten Arten. Im Verkehrsdschungel werden Fahrradfahrer gerne übersehen und manche Tour endet an der Bordsteinkante. Ein sicherer Helm ist daher Pflicht. Mit dem neuen „Embrace Urban UF-1“ schließt der deutsche Helmspezialist die letzte Lücke im City-Sortiment. Wir haben uns den neuen City-Spross und seine Gegenspieler im Detail angesehen.

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Die Premiere auf der Cyclingworld im März war ein voller Erfolg, jetzt rollt er endlich in die Läden: Der Embrace Urban UF-1. Nachdem KED mit dem MU-1 (MTB) und dem Junior MU-1 bereits die Gelände-Pfade und den Nachwuchs versorgt hat, folgt nun das „Missing Link“ für Pendler, E-Scooter-Piloten und Urban-Biker.

Die Key-Features auf einen Blick

  • Modell: KED Embrace Urban UF-1
  • Verschluss: Fidlock-Magnetverschluss (einhändig bedienbar)
  • Visier: Abnehmbares Kurz-Visier
  • Hygiene: Waschbare Polster + integrierter Insektenschutz
  • Farben: 6 neue Matt-Trendfarben (Kollektion 2026)
  • Rücklicht: optional erhältlich für 14,95 Euro
  • Größen: 54-58 (M) / 58-62 (L)
  • Gewicht: ca. 300 Gramm
  • Preis: 89,95 Euro

Was ein urbaner Helm heute können muss

Ein moderner City-Helm ist wie ein Schweizer Taschenmesser – er muss im Alltag funktionieren, ohne dass man darüber nachdenken muss. Während wir am Rennrad und MTB auf massive Belüftung und tiefgezogene Nackenpartien für den Sturz im Steinfeld achten, zählen in der Stadt andere Werte: Sichtbarkeit, Hygiene gegen den „Rush-Hour-Schweiß“ und ein Verschluss, der auch mit einer Hand (während die andere den Espresso oder das Schloss hält) funktioniert.

KED hat hier genau hingehört. Durch das direkte Feedback der Händler wurde der UF-1 auf maximale Usability getrimmt. Das Highlight: Das bewährte Fidlock-Magnetschloss. Wer sich schon mal die Haut am Kinn im klassischen Klick-Verschluss eingeklemmt hat, weiß, warum das magnetische System ein echter Gamechanger ist.

Flexiblen Schutz vor Sonne und Fahrtwind bietet ein Abnehmbares Kurz-Visier. Besonders praktisch - und heute leider nicht mehr so verbreitet wie früher: Ein integriertes Insektennetz, das vor tieffliegenden Brummern schützt. Zudem lässt sich optional ein LED-Rücklicht am Urban UF-1 integrieren (Preis: 14,95 Euro). Mit ca. 300 Gramm ist der neue KED noch dazu ein echtes Leichtgewicht und beim Cruisen durch die City daher kaum zu spüren.

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Der Check: Licht und Schatten des UF-1

Jedes Bauteil am Bike hat seine Vor- und Nachteile. So schlägt sich der neue KED:

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Vorteile:

  • Handling-König: Dank Fidlock-Verschluss einhändig bedienbar – perfekt für den hektischen Alltag.
  • Saubere Sache: Das waschbare Innenpolster mit integriertem Insektenschutz ist im Sommer ein Segen (keine ungebetenen Gäste unter der Schale!).
  • Design-Kontinuität: Wer Wert auf Ästhetik legt, bekommt hier eine durchgängige Linie für die ganze Familie.
  • Individualität: Sechs mattierte Trendfarben für 2026 sorgen dafür, dass man nicht aussieht wie jeder andere „Stadtritter“.

Nachteile:

  • Kein Rotationsschutz: KED verzichtet auf einen zusätzlichen Schutz wie etwa MIPS oder Koroyd, welche das Risiko von Gehirnerschütterungen verringern sollen.
  • Eingeschränkter Einsatz: Das Kurz-Visier ist ideal für die Stadt, bietet aber bei echten Regengüssen oder im tiefen Wald weniger Schutz als ein langes MTB-Shield.
  • Kein integriertes Rücklicht: Viele Urban-Konkurrenten setzen mittlerweile auf fest verbaute LEDs am Hinterkopf – beim KED liegt der Fokus primär auf der mechanischen Sicherheit, ein Licht gibt es nur optional.

Die Konkurrenz: Wer buhlt noch um deinen Kopf?

Der Markt für Urban-Helme ist 2026 hart umkämpft. Wenn du den KED Urban UF-1 vergleichst, solltest du diese Modelle auf dem Schirm haben:

  1. ABUS Hyban 2.0: Das robuste „Arbeitstier“ unter den City-Helmen. Punktet oft mit integriertem LED-Rücklicht, wirkt aber meist etwas wuchtiger als der elegante KED. Preis: 79,95 Euro
  2. Uvex City Stride: Ein direkter Konkurrent aus heimischen Landen, der ebenfalls sehr leicht ist und durch ein sehr cleanes, minimalistisches Design überzeugt. Preis: 79,95 Euro
  3. Giro Escape MIPS: Für alle, denen zusätzliche Sicherheit wichtig ist – Giro integriert hier das MIPS-System gegen Rotationskräfte und Front-/Rücklicht, liegt preislich aber über dem KED. Preis: 179,95 Euro
  4. Specialized Mode: Ein Design-Statement mit versteckten Lüftungsschlitzen, das optisch noch mehr in Richtung „Lifestyle“ geht, aber weniger flexibel beim Visier ist. Preis: 75 Euro

Stefan Frey

Stefan Frey

Redakteur

Stefan Frey ist Niederbayer, er liebt die moosig-lehmigen Trails des Bayerischen Waldes ebenso wie den schroffen Fels der Dolomiten. Für technische Abfahrten nimmt er nahezu jeden Anstieg in Kauf – gerne aus eigener Kraft. Als Zubehör-Spezialist ist er die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ausrüstung und Anbauteilen, während er als Textchef die Sprachkrümel von den Seiten der BIKE-Print-Ausgaben fegt.

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