Fullface Lazer A-LineCarbon trifft Courage

Dimitri Lehner

 · 15.06.2026

Der neue Lazer A-Line. Super leicht und angeblich super sicher – das waren die Zielvorgaben.
Foto: Sterling Lorence
Sprünge, Speed und Steinfelder: Der neue Lazer A-Line KinetiCore Fullface-Helm will dort schützen, wo es wehtut. Dafür haben die Belgier alles an HiTech reingepackt, was geht und dennoch ist der Vollschutz irre leicht.

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Schneller, höher, härter – wer im Downhill, Freeride oder Enduro an seine Grenzen geht, braucht einen Integralhelm, der mithält. Der neue A-Line KinetiCore von Lazer wiegt 790 Gramm (Größe M). Das ist beachtlich leicht. Er besitzt eine Carbon-Schale und wurde nach der Downhill-Norm ASTM zertifiziert. Verfügbar ab Oktober.

Gemacht für den Moment, der zählt

Der Name ist Programm: A-Line. Lazer benannte den Helm nach der vielleicht bekanntesten Parkabfahrt der Welt, der Whistler A-Line in British Columbia. Sprich: Er will Gravity-Biker schützen. Denn A-Line = Airtime = Gefahr = Sturz. Über kürzer oder länger passierte es in unserm Sport. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass mit der besseren Bike-Technik die Geschwindigkeiten enorm zunehmen. Der Downhill-Worldcup ist der beste Beweis. Sicherheitsexperten raten Park-, Downhill- und Enduro-Ridern sogar zu Motorrad-Helmen, sprich Integralhelmen, die nach der strengen Motorrad-Norm zertifiziert wurden.

Die Crux: Mehr Sicherheit bedeutet auch höheres Gewicht.

Carbon, leicht und stabil

Die Außenschale besteht aus Carbon. Das spart Gewicht, ohne Kompromisse bei der Stabilität. 790 Gramm in Größe M – ein Wert, der für einen Fullface-Helm mit ASTM-Downhill-Zertifizierung beeindruckt.

Im Inneren arbeitet die KinetiCore-Technologie von Lazer. Speziell geformte EPS-Blöcke absorbieren die Energie bei einem Aufprall – bevor sie den Kopf erreicht.

Neu beim A-Line: die DualCore-Technologie. Zwei EPS-Schichten mit unterschiedlicher Dichte teilen sich die Arbeit. Die weichere Innenschicht reduziert Rotationskräfte, die härtere Außenschicht fängt direkte Schläge ab. Klar definierte Rollen für maximalen Schutz.

​Kurzum: Der Lazer A-Line will den Spagat hinbekommen haben zwischen Gewicht und Sicherheit. Die Belgier verpassten ihrem Helm auch alle wünschenswerten Features wie herausnehmbare Notfall-Wangenpolster oder ein stabiles Visier mit Helaterung für die Action-Cam. Der untere Helmrand wurde so gestaltet, dass er das empfindliche Schlüsselbein schützt.

Die Fakten

Größen: XS, S, M, L, XL
Gewicht: 790 g (Größe M)
Farben: Carbon Black Gold, Carbon Black
Preis: 499,99 EUR

Premiere: UCI MTB World Cup in Leogang, 11.-14. Juni 2026 – am Lazer-Stand zum Testen.
Im Handel: ab Oktober 2025

Fazit: Der A-Line KinetiCore spielt in der Premium-Liga, wenn er hält, was er verspricht. Mit seinen Attributen und dem Rekordgewicht empfiehlt er sich auch für Enduristen und Alpin-Freerider.

​Über Lazer

1919 gewann Henri Van Lerberghe die Flandern-Rundfahrt mit einer Solofahrt vom Start bis ins Ziel. Vor der Einfahrt ins Genter Velodrom machte er noch einen Zwischenstopp – für ein paar Bier. Auf dem Podium riet er den Leuten, nach Hause zu gehen. Er hatte schließlich einen halben Tag Vorsprung. Im selben Jahr wurde Lazer gegründet. Damals schützten Lederkappen die Köpfe, Stahlräder ratterten über belgisches Kopfsteinpflaster.

​Lazer ist eine traditionsreiche belgische Helmmarke. Sie gehört heute zu den ältesten und bekanntesten Helmherstellern weltweit. Das Unternehmen wurde 1919 in Belgien gegründet und hat seinen Sitz in Nivelles bzw. Antwerpen. Seit 2016 gehört die Marke zum japanischen Fahrradkomponenten-Riesen Shimano.

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Dimitri Lehner ist diplomierter Sportwissenschaftler. Er studierte an der Deutschen Sporthochschule Köln. Ihn fasziniert fast jede Disziplin des Funsports – neben Biken ganz vorne: Windsurfen, Skifahren und Fallschirmspringen. Seine neueste Leidenschaft: das Gravelbike. Damit fuhr er kürzlich von München an die Ostsee – und fand es herrlich. Und anstrengend. Herrlich anstrengend!

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