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Wusstet ihr? Die moderne, aufblasbare Outdoor-Isomatte wurde von den drei ehemaligen Boeing-Ingenieuren Jim Lea, John Burroughs und Neil Anderson erfunden. Sie entwickelten 1971 den ersten Prototyp einer selbstaufblasenden Isomatte. Daraus entstand das weltbekannte Unternehmen Cascade Designs mit der Flaggschiff-Marke Therm-a-Rest.
Therm-a-Rest hat jedoch nicht nur Isomatten im Programm, sondern auch Schlafsäcke im Ultralight-Packmaß.
Der Daunen-Schlafsack gehört zu den leichtesten seiner Klasse und eignet sich daher ideal für Gramm-Fuchser unter den Outdoor-Enthusiasten. Seine thermische Kammerkonstruktion soll Wärme an den wichtigsten Stellen garantieren und zudem Komfort bieten, und das bei kleinstem Gewicht.
Den Schlafsack gibt's in zwei Ausführungen: in der getesteten 0-°C-Variante und in der -6-°C-Variante. Dieser Wert bezieht sich auf die „Limit"-Temperatur. Interessanter ist der „Comfort"-Wert, der beim getesteten Modell 5 °C beträgt. Heißt: Hierbei handelt es sich um einen Dreijahreszeiten-Schlafsack. Für laue Sommernächte ist er fast zu warm.
Wir haben unser Modell auf einer Bikepacking-Tour in Deutschland über insgesamt acht Nächte getestet, dazu bei einer Outdoor-Aktion in Griechenland im Oktober.
Der Hyperion 32F/0C lässt sich dank passendem Verzurr-Beutel eindrucksvoll klein verpacken. Mindestens genauso eindrucksvoll ist das Gewicht von gerade mal 506 Gramm mit Packtasche, und das bei keinem Hüttenschlafsack, sondern einem Dreijahreszeiten-Schlafsack, dessen Isolierung auch bei Herbst-Temperaturen warm hält.
In Sachen Gewicht und Packmaß für Bikepacking gibt's von mir deshalb die volle Punktzahl. Die 900-cuin-Nikwax-Hydrophobic-Daunen sollen im Vergleich zu unbehandelten Daunen länger trocken und flauschig bleiben. Als Hintergrundinfo: Daunen besitzen noch immer das beste Verhältnis von Wärme zu Gewicht.
Auffällig im Vergleich zu gängigen Schlafsack-Modellen sind der Reißverschluss, der nicht ganz nach unten geht, und zwei Straps zur Befestigung an der Isomatte.
Das Material des Hyperion liegt angenehm auf der Haut. Die zwei Straps für die Isomatte habe ich nicht ausprobiert. Der nicht durchgehende Reißverschluss ist gewöhnungsbedürftig. Gerade bei milden Temperaturen hätte ich mir gewünscht, den Zipper ganz nach unten zu ziehen und mich damit eher zuzudecken. Immerhin: Dank 2-Way-Konzept lässt sich der Reißverschluss ganz nach oben ziehen und unten auf Bauchhöhe öffnen.
Der Schlafsack kostet 525 Euro, gibts online aber deutlich reduzierter >> wie z.B. bei Bergfreunde oder Bike24.
Der Dreijahreszeiten-Schlafsack Hyperion 0C macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Packmaß und Gewicht sind unschlagbar und ideal für den Bikepacking-Einsatz. Den Daunen merkt man ihre Hochwertigkeit an. Netter Nebeneffekt fürs Gewissen: Das Responsible-Down-Standard-Zertifikat garantiert artgerechte Haltung der Daunen-Spender. Kritik gibt's aber auch: Der Reißverschluss des Hyperion 0C ist nicht durchgängig. Das nervt bei milden Temperaturen, denn dann wird's schwitzig. Der Kopfteil könnte etwas größer ausfallen.
Laurin Lehner, BIKE-Tester

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