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Auch wenn Blackburn seine Allround-Pumpe Airtower nennt, kratzt sie mit ihrer Größe nicht gerade an der Wolkendecke. Mit 67,5 Zentimetern liegt die Standpumpe eher im Durchschnitt. Bis auf Kolben und Zylinder aus Stahl kommt an der Blackburn viel Kunststoff zum Einsatz.
Mit einer Länge von 87,5 Zentimetern fällt der Schlauch eher kurz aus. Das Manometer ist angenehm groß und recht schnörkellos gehalten, was beim Ablesen durchaus hilfreich ist. Schade, dass wie bei den meisten Pumpen die Bar-Skala innen liegt und dadurch eher klein ausfällt. Zumindest zeigt die Skala den aktuellen Wert in 0,2-Bar-Schritten an.
Eine Besonderheit ist der große Multifunktions-Pumpenkopf, der sich automatisch an das jeweilige Ventil anpasst. Der Klemmhebel mit dem sogenannten R.A.D. Lock ist dabei besonders gut gelungen, liegt angenehm in der Hand und lässt sich sehr bequem auf dem Ventil befestigen.
| Blackburn Airtower Comp | |
| Gewicht | 1,11 kg |
| Größe (min./max.) | 67,5 / 117,5 cm |
| Schlauchlänge | 87,5 cm |
| Maximaler Druck | 9,6 Bar |
| Manometergröße | 7,7 cm |
| Hübe von 0,5 bis 2,5 bar | 35 |
| Abweichung bei 2,5 Bar | 0,15 Bar |
| Ventilarten | Presta, Schrader, Dunlop |
| Ausstattung | Universal‑Pumpenkopf mit Klappverschluss, Kunststoff‑Standfuß |
| Preis | 50 Euro >> hier erhältlich |
Im Test zeigt die Standpumpe von Blackburn ein gemischtes Bild. Während der Pumpenkopf mit cleverer Bedienung überzeugt, offenbaren sich bei Stabilität, Ergonomie und Effizienz deutliche Schwächen.
Der größte Kritikpunkt ist der extrem wackelige Stand. Schon bei niedrigen Drücken kippt die Pumpe spürbar nach links und rechts. Verantwortlich dafür ist der sehr verwindungsfreudige Kunststofffuß, der kaum Stabilität bietet. Gerade beim kräftigen Nachpumpen wirkt die Pumpe unsicher und unpräzise – ein Problem, das im Alltag schnell nervt.
Der Schlauch fällt vergleichsweise kurz aus, was die Handhabung zusätzlich einschränkt. Der Griff wirkt eher einfach, liegt aber überraschend ordentlich in der Hand und ist nicht zu kantig.
Im direkten Vergleich benötigt die Blackburn spürbar mehr Hübe, um den gewünschten Druck zu erreichen. Auch die Handkräfte steigen früh deutlich an, was vor allem bei höheren Drücken unangenehm auffällt. Für Vielpumpende oder Fahrer*innen mit schmalen Händen ist das ein klarer Nachteil.
Das Manometer wirkt aufgeräumt und übersichtlich, zeigt den Druck in 0,2‑bar‑Schritten an und ist solide verarbeitet. Allerdings liegt die Genauigkeit etwas daneben, und die Bar-Skala könnte größer sein – die Ablesbarkeit ist nur Mittelmaß.
Der Pumpenkopf ist das mit Abstand beste Bauteil der Blackburn. Die spezielle Klemmung ermöglicht ein einfaches Aufsetzen und Abnehmen mit nur einer Hand. Weitere Pluspunkte: Der Pumpenkopf bedient beide Ventilarten ohne Umbau, sitzt stabil und absolut luftdicht, zudem entweicht beim Abziehen praktisch keine Luft. Damit liefert Blackburn hier eine Lösung, die viele teurere Pumpen alt aussehen lässt.
| Kategorie | Note |
| Handhabung (40%) | 2,8 |
| Ventilkopf (30%) | 2,1 |
| Manometer (30%) | 2,6 |
| BIKE-NOTE | 2,6 |
Die Blackburn-Pumpe punktet mit einem hervorragenden Pumpenkopf, scheitert aber an grundlegenden Dingen wie Standfestigkeit, Schlauchlänge und Effizienz. Für gelegentliche Einsätze reicht sie aus – wer regelmäßig pumpt oder hohe Drücke braucht, findet stabilere und kraftsparendere Alternativen.

Redakteur