Blackburn AirtowerFahrradpumpe mit cleverem Pumpenkopf im Test

Stefan Frey

 · 11.05.2026

Die Blackburn Airtower ist zwar kein Standpumpen-Gigant wie der Name vermuten lässt, doch ihr Pumpenkopf hebt sie von der Konkurrenz ab.
Foto: Georg Grieshaber

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​Mit cleverem Pumpenkopf und universeller Ventilbedienung weckt die Blackburn Airtower Comp hohe Erwartungen. Im Praxistest zeigt sich jedoch schnell: Top‑Bedienung trifft hier auf Schwächen bei Standfestigkeit und Effizienz. Wo die Pumpe glänzt, wo sie strauchelt – und für wen sie dennoch infrage kommt – klärt der ausführliche Test.

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Auch wenn Blackburn seine Allround-Pumpe Airtower nennt, kratzt sie mit ihrer Größe nicht gerade an der Wolkendecke. Mit 67,5 Zentimetern liegt die Standpumpe eher im Durchschnitt. Bis auf Kolben und Zylinder aus Stahl kommt an der Blackburn viel Kunststoff zum Einsatz.

Mit einer Länge von 87,5 Zentimetern fällt der Schlauch eher kurz aus. Das Manometer ist angenehm groß und recht schnörkellos gehalten, was beim Ablesen durchaus hilfreich ist. Schade, dass wie bei den meisten Pumpen die Bar-Skala innen liegt und dadurch eher klein ausfällt. Zumindest zeigt die Skala den aktuellen Wert in 0,2-Bar-Schritten an.

Eine Besonderheit ist der große Multifunktions-Pumpenkopf, der sich automatisch an das jeweilige Ventil anpasst. Der Klemmhebel mit dem sogenannten R.A.D. Lock ist dabei besonders gut gelungen, liegt angenehm in der Hand und lässt sich sehr bequem auf dem Ventil befestigen.

Blackburn Airtower Comp – Infos & Preis

Blackburn Airtower Comp
Gewicht1,11 kg
Größe (min./max.)67,5 / 117,5 cm
Schlauchlänge87,5 cm
Maximaler Druck9,6 Bar
Manometergröße7,7 cm
Hübe von 0,5 bis 2,5 bar35
Abweichung bei 2,5 Bar0,15 Bar
VentilartenPresta, Schrader, Dunlop
AusstattungUniversal‑Pumpenkopf mit Klappverschluss, Kunststoff‑Standfuß
Preis50 Euro >> hier erhältlich

​Praxistest: guter Kopf, schwacher Stand

Im Test zeigt die Standpumpe von Blackburn ein gemischtes Bild. Während der Pumpenkopf mit cleverer Bedienung überzeugt, offenbaren sich bei Stabilität, Ergonomie und Effizienz deutliche Schwächen.

Stabilität & Verarbeitung

Der größte Kritikpunkt ist der extrem wackelige Stand. Schon bei niedrigen Drücken kippt die Pumpe spürbar nach links und rechts. Verantwortlich dafür ist der sehr verwindungsfreudige Kunststofffuß, der kaum Stabilität bietet. Gerade beim kräftigen Nachpumpen wirkt die Pumpe unsicher und unpräzise – ein Problem, das im Alltag schnell nervt.

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Der Schlauch fällt vergleichsweise kurz aus, was die Handhabung zusätzlich einschränkt. Der Griff wirkt eher einfach, liegt aber überraschend ordentlich in der Hand und ist nicht zu kantig.

Pumpverhalten & Kraftaufwand

Im direkten Vergleich benötigt die Blackburn spürbar mehr Hübe, um den gewünschten Druck zu erreichen. Auch die Handkräfte steigen früh deutlich an, was vor allem bei höheren Drücken unangenehm auffällt. Für Vielpumpende oder Fahrer*innen mit schmalen Händen ist das ein klarer Nachteil.

Manometer: ordentlich, aber nicht perfekt

Das Manometer wirkt aufgeräumt und übersichtlich, zeigt den Druck in 0,2‑bar‑Schritten an und ist solide verarbeitet. Allerdings liegt die Genauigkeit etwas daneben, und die Bar-Skala könnte größer sein – die Ablesbarkeit ist nur Mittelmaß.

Pumpenkopf: das Highlight

Der Pumpenkopf ist das mit Abstand beste Bauteil der Blackburn. Die spezielle Klemmung ermöglicht ein einfaches Aufsetzen und Abnehmen mit nur einer Hand. Weitere Pluspunkte: Der Pumpenkopf bedient beide Ventilarten ohne Umbau, sitzt stabil und absolut luftdicht, zudem entweicht beim Abziehen praktisch keine Luft. Damit liefert Blackburn hier eine Lösung, die viele teurere Pumpen alt aussehen lässt.

Fazit & Bewertung: Blackburn Airtower Comp

KategorieNote
Handhabung (40%)2,8
Ventilkopf (30%)2,1
Manometer (30%)2,6
BIKE-NOTE2,6

Die Blackburn-Pumpe punktet mit einem hervorragenden Pumpenkopf, scheitert aber an grundlegenden Dingen wie Standfestigkeit, Schlauchlänge und Effizienz. Für gelegentliche Einsätze reicht sie aus – wer regelmäßig pumpt oder hohe Drücke braucht, findet stabilere und kraftsparendere Alternativen.

Vorteile

  • exzellenter Pumpenkopf mit Einhandbedienung
  • luftdichte Klemmung, kein Druckverlust beim Abziehen
  • übersichtliches Manometer

Nachteile

  • sehr wackeliger Stand durch flexiblen Kunststofffuß
  • kurzer Schlauch
  • hoher Kraftaufwand schon bei niedrigen Drücken
  • insgesamt wenig effizient

Stefan Frey

Stefan Frey

Redakteur

Stefan Frey ist Niederbayer, er liebt die moosig-lehmigen Trails des Bayerischen Waldes ebenso wie den schroffen Fels der Dolomiten. Für technische Abfahrten nimmt er nahezu jeden Anstieg in Kauf – gerne aus eigener Kraft. Als Zubehör-Spezialist ist er die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ausrüstung und Anbauteilen, während er als Textchef die Sprachkrümel von den Seiten der BIKE-Print-Ausgaben fegt.

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