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Akku-Minipumpen haben in kurzer Zeit das Interesse von Rennradfahrern und Bikern geweckt. Im Trail-Einsatz versprechen sie schnelle Hilfe bei Pannen und eine präzise Kontrolle des Reifendrucks, ganz ohne mühsames Pumpen per Hand. Soweit die Fakten.
Es gibt Dinge, die muss man nicht verstehen.
Elektrische Minipumpen für Mountainbikes und Rennräder gehören für mich dazu.
Kürzlich auf einem Trail irgendwo in Oberbayern: Da steht einer mit einem Mountainbike für 8.000 Euro im Wald. Carbon, wohin das Auge blickt. Edel-Fahrwerk, 150 Millimeter Federweg. Elektronische Schaltung und Variostütze. Bremsen, mit denen man vermutlich einen Kleinwagen zum Stillstand bekommt.
Aber es fehlt Luft im Reifen.
Der Biker hat sein Tubeless-Leck bereits geflickt. Jetzt muss nur noch ein bisschen Luft in den Reifen.
Er kramt einen kleinen schwarzen Klotz aus dem Rucksack, drückt ein paar Knöpfe auf einem Display.
Und dann fängt das Ding an zu kreischen.
Eine elektrische Minipumpe.
Sie wird aufs Ventil gesetzt und surrt los. Laut. Schrill. Nervig. Mitten im Wald mischt sich das elektronische Gebrumme in den Sing-Sang der Amseln.
Ich stehe daneben und denke: WTF?
Der Typ ist gerade mit seinem Mountainbike einen Berg hochgefahren, um es anschließend einen steinigen Hang hinunterzuprügeln. Er hat sich freiwillig für Sport entschieden. Für körperliche Anstrengung. Für Schweiß.
Aber für den Fall, dass der Reifen Luft verliert, hat er vorgesorgt - um seine Arme zu schonen.
Mit einer elektrischen Pumpe.
Dabei gibt es für genau diesen Notfall ein perfekt funktionierendes Gerät.
Es heißt Mini-Pumpe.
Mechanisch. Ohne Akku. Ohne USB-C. Ohne App. Ohne Firmware-Update.
Versteht mich nicht falsch: Ich war nie gegen E-Bikes. Und auch das elitäre Gehabe der Lycra-Fraktion, die sich über Biker beschwert, die mit elektrischer Unterstützung den Berg hochkommen, fand ich immer etwas albern.
Aber die elektrische Pumpe geht zu weit.
So ein Ding wiegt teils über 200 Gramm und muss natürlich geladen sein.
Nach dem Motto: Man kann Gewicht schließlich auch einsparen, indem man es an anderer Stelle wieder draufpackt.
Was mich daran eigentlich stört, ist gar nicht die Pumpe. Es ist der Lärm im Wald. Und mich fasziniert die Entwicklung: Nichts darf mehr anstrengend sein. Alles muss leichter, schneller, automatisierter werden. Selbst Dinge, die überhaupt keine Arbeit machen.
Den Kofferraum am Auto selbst öffnen? Nein! Einmal mit dem Fuß unter der Stoßstange herumwedeln, und die Klappe geht auf. Knopf drücken, schon schließt sie wieder.
Der nächste logische Schritt ist die elektrische Trinkflasche.
Sie erkennt, wann wir Durst bekommen, fährt automatisch zum Mund und pumpt das Wasser hinein.
Naja. Egal.
Irgendwann hatte das kreischende Ding den Reifen aufgepumpt.
Der Reifen war voll.
Und das ganz ohne Bizeps. So solls sein. Not!
Wie seht ihr das? Gehe ich mit meiner Kritik an den Mini-E-Pumpen zu hart ins Gericht? Schreibt uns in die Kommentare.

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