Die Zeitumstellung bezeichnet das Vor- oder Zurückstellen der Uhr um eine Stunde. In Deutschland geschieht das zweimal im Jahr: im Frühjahr und im Herbst. Dabei wechseln wir zwischen der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) und der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ), die umgangssprachlich auch Winterzeit heißt.
Die heutige Sommerzeit wurde in Deutschland 1980 eingeführt. Ein wesentliches Argument war die Hoffnung, durch eine bessere Nutzung des Tageslichts Energie einzusparen. Der tatsächliche Nutzen ist allerdings umstritten: Nach Einschätzung des Umweltbundesamts wird zwar etwas Strom für Beleuchtung gespart, zugleich kann in den Übergangsmonaten morgens mehr Heizenergie nötig sein.
Im Herbst endet die Sommerzeit. Mit dem Zurückstellen der Uhren gilt wieder die Normalzeit MEZ.
In Deutschland erfolgt die Zeitumstellung am Sonntag, 25. Oktober 2026. Um 3 Uhr nachts werden die Uhren auf 2 Uhr zurückgestellt. Die Nacht dauert dadurch eine Stunde länger.
Die nächste Umstellung auf Sommerzeit ist am Sonntag, 28. März 2027. Dann springen die Uhren nachts von 2 auf 3 Uhr.
Bei der Zeitumstellung im Oktober wird die Uhr eine Stunde zurückgestellt. Du kannst also theoretisch eine Stunde länger schlafen. Nach der Uhrzeit wird es morgens früher hell, dafür abends früher dunkel. Die tatsächliche Tageslichtdauer verändert sich durch das Umstellen der Uhr natürlich nicht.
Für deine Trainingsplanung heißt das: Prüfe vor der Feierabendrunde, wann die Sonne untergeht, und plane eine ausreichend kurze Strecke oder passende Beleuchtung ein. Das gilt auch für den Arbeitsweg mit dem Rad.
Ein verbindlicher Termin für die Abschaffung steht weiterhin nicht fest. Die EU-Kommission schlug 2018 vor, die halbjährlichen Zeitumstellungen zu beenden. Das Europäische Parlament sprach sich 2019 dafür aus und strebte damals eine Abschaffung ab 2021 an. Dazu kam es jedoch nicht: Die Mitgliedstaaten haben bislang keine gemeinsame Position im Rat vereinbart. Die bisherige Regelung gilt deshalb weiter.
Unsere innere Uhr orientiert sich unter anderem am Wechsel von Licht und Dunkelheit. Wird die Uhrzeit verschoben, passt der gewohnte Schlaf-Wach-Rhythmus nicht immer sofort zum Alltag. Manche Menschen bemerken vorübergehend Müdigkeit, Schlafprobleme oder eine geringere Konzentration. Die Umstellung im Herbst fällt vielen leichter als der Wechsel zur Sommerzeit, bei dem eine Stunde entfällt.
Für dein Training sind vor allem diese Punkte wichtig:
Die wichtigste Veränderung für viele Bikerinnen und Biker ist die frühere Dunkelheit am Abend. Eine Feierabendrunde, die bisher noch bei Tageslicht endete, kann nach der Umstellung vollständig ins Dunkle fallen.
Passe deshalb nicht nur die Ausrüstung, sondern auch die Strecke an. Prüfe Beleuchtung und Akkustand vor dem Start. Verlege längere Touren nach Möglichkeit auf das Wochenende oder in ein Zeitfenster mit Tageslicht. Für intensive Einheiten kann Indoor-Training eine Alternative sein.
Mit einigen einfachen Anpassungen kannst du dir den Übergang erleichtern:
Bei manchen Menschen treten vorübergehend Jetlag-ähnliche Beschwerden wie Müdigkeit, Schlafstörungen oder Konzentrationsprobleme auf. Wie stark jemand reagiert, ist individuell unterschiedlich. Die Umstellung im Frühjahr gilt dabei als belastender als die Rückkehr zur Normalzeit im Herbst.
Nimm Müdigkeit auf dem Bike ernst: Wenn du dich nicht aufmerksam und sicher fühlst, verschiebe anspruchsvolle Einheiten. Halten Schlafprobleme oder starke Tagesmüdigkeit länger an, lass die Beschwerden ärztlich abklären.
Du musst deinen Trainingsplan wegen der Zeitumstellung nicht komplett umstellen. Prüfe stattdessen, welche kleinen Anpassungen für dich sinnvoll sind:
So bleibt dein Training auch nach der Zeitumstellung im Rhythmus, ohne dass du jede Einheit unverändert durchziehen musst.
Wie trainierst du über den Winter? Lass es uns wissen über die Kommentare!
Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.