Die neue SL MiniMax AF legt bei nahezu allen Schlüsselwerten nach. Mehr Licht, mehr Reichweite und ein deutlich größerer Akku sollen vor allem Fahrer ansprechen, die regelmäßig auf dunklen Radwegen, Schotterpisten oder Landstraßen unterwegs sind. Doch mit satten 2.400 Lumen zählen selbst Mountainbiker und E-Biker zur Zielgruppe des kleinen Leuchtwunders.
Lupine setzte bei der neuen Leuchte auf drei Automotive-LEDs von ams OSRAM. Zusammen erzeugen sie laut Herstellerangabe bis zu 2.400 Lumen und 200 Lux Lichtleistung. Die maximale Reichweite gibt Lupine mit 270 Metern an.
Interessanter als die blanken Zahlen erscheint jedoch die Lichtverteilung. Lupine setzt auf ein neu entwickeltes Reflektorsystem, das einen besonders breiten und gleichmäßigen Lichtteppich erzeugen soll. Dunkle Bereiche oder harte Übergänge sollen damit vermieden werden. Gerade auf schnellen Abfahrten oder unbeleuchteten Wegen ist eine homogene Ausleuchtung fast noch wichtiger als die reine Helligkeit der Lampe.
Eine der größten Neuerungen betrifft die Bedienung. Die SL MiniMax AF nutzt erstmals Bluetooth 5.2 Low Energy und erhält eine neue Lenkerfernbedienung. Darüber lassen sich Tagfahrlicht, Abblendlicht und Fernlicht direkt vom Cockpit steuern. Gleichzeitig wird die Leuchte zur Schaltzentrale eines vernetzten Lichtsystems.
Denn erstmals lässt sich auch das optionale Rotlicht Pro BT direkt in das System integrieren. Andere Hersteller wie Sigma bieten diese Option bereits schon länger an. Front- und Rücklicht können nun gemeinsam über die gleiche Fernbedienung gesteuert werden. Für Pendler und Ganzjahresfahrer bedeutet das mehr Komfort und weniger Bedienaufwand.
Wie bereits bei anderen Modellen setzt Lupine auf einen integrierten Umgebungslichtsensor. Die Lampe erkennt automatisch, ob Tagfahrmodus oder Abblendlicht benötigt werden. Das Fernlicht kann zusätzlich per Remote aktiviert werden.
Vor allem Pendler dürften von dieser Automatik profitieren, weil sie im Wechsel zwischen Stadtverkehr und dunklen Radwegen nicht städnig die Beleuchtung manuell anpassen müssen.
Trotz der hohen Lichtleistung bleibt der Lampenkopf erstaunlich kompakt. Lupine nennt lediglich 100 Gramm Gewicht für die Leuchteinheit. Der externe SmartCore-Akku bringt weitere 240 Gramm auf die Waage und speichert 50 Wh beziehungsweise 6,9 Ah Energie.
Die Laufzeit variiert je nach Betriebsmodus zwischen zwei und 25 Stunden. Für Langstreckenfahrer und Bikepacker interessant: Ein Eco-Modus reduziert die Lichtleistung gezielt und verlängert die Laufzeit deutlich.
| Lichtleistung | 2.400 lm |
| Beleuchtungsstärke | 200 Lux |
| Reichweite | 270 m |
| Leuchtmittel | 3x ams OSRAM Automotive LED |
| Akku | 50 Wh / 6,9 Ah SmartCore |
| Laufzeit | 2 bis 25 h |
| Bedienung | Bluetooth 5.2 Remote |
| Sensorik | Umgebungslichtsensor |
| Gewicht Lampenkopf | 100 g |
| Gewicht Akku | 240 g |
| Material | CNC-gefrästes Aluminium |
| Schutzklasse | IP66 / IK09 |
| StVZO-Zulassung | Ja |
| Preis | 569 € |
Wenn über High-End-StVZO-Beleuchtung gesprochen wird, fällt neben Lupine fast immer der Name Supernova. Die M99 Mini Pro war eines der ersten Systeme mit echtem Fernlicht am Fahrrad und gilt bis heute als Referenz bei sportlichen Pendlern, Gravelbikern und E-Bike-Fahrern.
Im Gegensatz zur akkubetriebenen Lupine ist die M99 Mini Pro eigentlich als E-Bike-Lampe konzipiert. Technisch beeindruckt sie vor allem durch ihre Matrix-Optik und ein extrem homogenes Lichtfeld. Die aktuelle Generation liefert bis zu 2.800 Lumen und 450 Lux Fernlicht.
Während Lupine und Supernova häufig die Technikfans ansprechen, kommt Busch + Müller traditionell aus der praktischen Ecke. Der IQ-XM kombiniert 120 Lux Abblendlicht mit 170 Lux Fernlicht und setzt auf ein sehr breites, homogenes Lichtfeld.
Besonders interessant: Der IQ-XM kostet nur einen Bruchteil der Spitzenmodelle und bietet trotzdem echtes Fernlicht sowie eine hochwertige Aluminiumkonstruktion.
Die LS 760 spielt technisch in einer anderen Liga als Lupine oder Supernova, spricht aber dieselbe Zielgruppe an: Ganzjahresfahrer, Pendler und Gravelbiker, die möglichst viel Licht für vergleichsweise wenig Geld möchten.
Mit 100 Lux, LCD-Display, Restreichweitenanzeige und Powerbank-Funktion bietet Trelock viele praktische Funktionen. Die Leuchte richtet sich aber deutlich stärker an den Alltag als an schnelle Nachtfahrten auf dunklen Schotterwegen.
Die neue Lupine SL MiniMax AF ist die konsequente Weiterentwicklung des Allroundtalents. Etwas mehr Leistung bei konstant niedrigem Gewicht. Damit schließt die Lupine die Lücke zwischen StVZO-Beleuchtung und High-End-Nachtfahrlicht. Besonders spannend erscheinen die neue Bluetooth-Plattform und die Möglichkeit, Front- und Rücklicht gemeinsam zu steuern. Mit 569 Euro ist die Lampe ein Premiummodell und eigentlich nur für überzeugte Ganzjahresfahrer eine lohnende Investition.
Wie wichtig ist euch auf Gravelbike oder Pendelstrecke ein echtes Fernlicht? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!

Redakteur
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