Lupine SL MiniMax AF2.400 Lumen bei nur 100 Gramm

Stefan Frey

 · 12.10.2026

Lupine verpasst seiner Leuchtstarken StVZO-Lampe SL MiniMax AF ein Update mit mehr Leistung, Reichweite und umfangreichen Bluetooth-Erweiterungen.
Foto: Lupine
​Die Lupine SL MiniMax AF ist der Tausendsassa unter den StVZO-Leuchten. Sie soll Pendlern, Gravelbikern und Mountainbikern gleichermaßen den Weg leuchten. Bei nur 100 Gramm Gewicht beansprucht das Leuchtwunder wenig Platz am Lenker. Das Update liefert bis zu 2.400 Lumen, 270 Meter Reichweite und eine neue Bluetooth-Plattform für einfacheres Handling.

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Die neue SL MiniMax AF legt bei nahezu allen Schlüsselwerten nach. Mehr Licht, mehr Reichweite und ein deutlich größerer Akku sollen vor allem Fahrer ansprechen, die regelmäßig auf dunklen Radwegen, Schotterpisten oder Landstraßen unterwegs sind. Doch mit satten 2.400 Lumen zählen selbst Mountainbiker und E-Biker zur Zielgruppe des kleinen Leuchtwunders.

2.400 Lumen für hohe Geschwindigkeiten

Lupine setzte bei der neuen Leuchte auf drei Automotive-LEDs von ams OSRAM. Zusammen erzeugen sie laut Herstellerangabe bis zu 2.400 Lumen und 200 Lux Lichtleistung. Die maximale Reichweite gibt Lupine mit 270 Metern an.

Interessanter als die blanken Zahlen erscheint jedoch die Lichtverteilung. Lupine setzt auf ein neu entwickeltes Reflektorsystem, das einen besonders breiten und gleichmäßigen Lichtteppich erzeugen soll. Dunkle Bereiche oder harte Übergänge sollen damit vermieden werden. Gerade auf schnellen Abfahrten oder unbeleuchteten Wegen ist eine homogene Ausleuchtung fast noch wichtiger als die reine Helligkeit der Lampe.

Bluetooth wird zum Lichtsystem

Eine der größten Neuerungen betrifft die Bedienung. Die SL MiniMax AF nutzt erstmals Bluetooth 5.2 Low Energy und erhält eine neue Lenkerfernbedienung. Darüber lassen sich Tagfahrlicht, Abblendlicht und Fernlicht direkt vom Cockpit steuern. Gleichzeitig wird die Leuchte zur Schaltzentrale eines vernetzten Lichtsystems.

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Denn erstmals lässt sich auch das optionale Rotlicht Pro BT direkt in das System integrieren. Andere Hersteller wie Sigma bieten diese Option bereits schon länger an. Front- und Rücklicht können nun gemeinsam über die gleiche Fernbedienung gesteuert werden. Für Pendler und Ganzjahresfahrer bedeutet das mehr Komfort und weniger Bedienaufwand.

Automatische Lichtsteuerung für den Alltag

Wie bereits bei anderen Modellen setzt Lupine auf einen integrierten Umgebungslichtsensor. Die Lampe erkennt automatisch, ob Tagfahrmodus oder Abblendlicht benötigt werden. Das Fernlicht kann zusätzlich per Remote aktiviert werden.

Vor allem Pendler dürften von dieser Automatik profitieren, weil sie im Wechsel zwischen Stadtverkehr und dunklen Radwegen nicht städnig die Beleuchtung manuell anpassen müssen.

Viel Leistung, überraschend wenig Gewicht

Trotz der hohen Lichtleistung bleibt der Lampenkopf erstaunlich kompakt. Lupine nennt lediglich 100 Gramm Gewicht für die Leuchteinheit. Der externe SmartCore-Akku bringt weitere 240 Gramm auf die Waage und speichert 50 Wh beziehungsweise 6,9 Ah Energie.

Die Laufzeit variiert je nach Betriebsmodus zwischen zwei und 25 Stunden. Für Langstreckenfahrer und Bikepacker interessant: Ein Eco-Modus reduziert die Lichtleistung gezielt und verlängert die Laufzeit deutlich.

Technische Daten: Lupine SL MiniMax AF

Lichtleistung2.400 lm
Beleuchtungsstärke200 Lux
Reichweite270 m
Leuchtmittel3x ams OSRAM Automotive LED
Akku50 Wh / 6,9 Ah SmartCore
Laufzeit2 bis 25 h
BedienungBluetooth 5.2 Remote
SensorikUmgebungslichtsensor
Gewicht Lampenkopf100 g
Gewicht Akku240 g
MaterialCNC-gefrästes Aluminium
SchutzklasseIP66 / IK09
StVZO-ZulassungJa
Preis569 €

​Das sind die Kontrahenten der Lupine SL MiniMax AF

1. Supernova M99 Mini Pro 2 S

Der ewige Gegenspieler aus Gundelfingen

Wenn über High-End-StVZO-Beleuchtung gesprochen wird, fällt neben Lupine fast immer der Name Supernova. Die M99 Mini Pro war eines der ersten Systeme mit echtem Fernlicht am Fahrrad und gilt bis heute als Referenz bei sportlichen Pendlern, Gravelbikern und E-Bike-Fahrern.

Im Gegensatz zur akkubetriebenen Lupine ist die M99 Mini Pro eigentlich als E-Bike-Lampe konzipiert. Technisch beeindruckt sie vor allem durch ihre Matrix-Optik und ein extrem homogenes Lichtfeld. Die aktuelle Generation liefert bis zu 2.800 Lumen und 450 Lux Fernlicht.

Gewicht

  • ca. 154 g

Preis

  • ca. 299 Euro (ohne Akku, E-Bike-Version)

2. Busch + Müller IQ-XM Highbeam

Der Vernunftkandidat mit Fernlicht

Während Lupine und Supernova häufig die Technikfans ansprechen, kommt Busch + Müller traditionell aus der praktischen Ecke. Der IQ-XM kombiniert 120 Lux Abblendlicht mit 170 Lux Fernlicht und setzt auf ein sehr breites, homogenes Lichtfeld.

Besonders interessant: Der IQ-XM kostet nur einen Bruchteil der Spitzenmodelle und bietet trotzdem echtes Fernlicht sowie eine hochwertige Aluminiumkonstruktion.

Gewicht

  • 125 g

Preis

  • UVP 199,90 Euro

3. Trelock LS 760 I-Go Vision

Die Pendler-Alternative

Die LS 760 spielt technisch in einer anderen Liga als Lupine oder Supernova, spricht aber dieselbe Zielgruppe an: Ganzjahresfahrer, Pendler und Gravelbiker, die möglichst viel Licht für vergleichsweise wenig Geld möchten.

Mit 100 Lux, LCD-Display, Restreichweitenanzeige und Powerbank-Funktion bietet Trelock viele praktische Funktionen. Die Leuchte richtet sich aber deutlich stärker an den Alltag als an schnelle Nachtfahrten auf dunklen Schotterwegen.

Gewicht

  • 140 g

Preis

  • ca. 150 Euro

Redaktionelles Fazit

Die neue Lupine SL MiniMax AF ist die konsequente Weiterentwicklung des Allroundtalents. Etwas mehr Leistung bei konstant niedrigem Gewicht. Damit schließt die Lupine die Lücke zwischen StVZO-Beleuchtung und High-End-Nachtfahrlicht. Besonders spannend erscheinen die neue Bluetooth-Plattform und die Möglichkeit, Front- und Rücklicht gemeinsam zu steuern. Mit 569 Euro ist die Lampe ein Premiummodell und eigentlich nur für überzeugte Ganzjahresfahrer eine lohnende Investition.

Wie wichtig ist euch auf Gravelbike oder Pendelstrecke ein echtes Fernlicht? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!

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Stefan Frey

Stefan Frey

Redakteur

Stefan Frey ist Niederbayer, er liebt die moosig-lehmigen Trails des Bayerischen Waldes ebenso wie den schroffen Fels der Dolomiten. Für technische Abfahrten nimmt er nahezu jeden Anstieg in Kauf – gerne aus eigener Kraft. Als Zubehör-Spezialist ist er die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ausrüstung und Anbauteilen, während er als Textchef die Sprachkrümel von den Seiten der BIKE-Print-Ausgaben fegt.

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