Die 600 Meter lange Felsgalerie im Unterengadin gehört schon immer zu den Highlights einer Alpenüberquerung. Zwar muss man den Weg, der 1908 als Verbindung nach Südtirol in die senkrechte Wand gesprengt wurde, schieben, weil die Absturzgefahr zu groß ist, aber das nimmt man bei der spektakulären Kulisse gern in Kauf. Doch leider wird das berühmte Val d’Uina auch immer häufiger von Murenabgängen - oder wie es im Schweizer Kanton Graubünden heißt: Rüfenniedergängen - heimgesucht. So auch in der vergangenen Woche. Daher finden in der Schlucht seit dem 21. Juni umfangreiche Sanierungsarbeiten statt. Auch eine Brücke nahe der Alp Uina Dadaint wurde in Mitleidenschaft gezogen und muss erneuert werden.
Zeitlich könnte sich das Ganze hinziehen. Man hofft aber, die Arbeiten bis zum 10. Juli 2026 abgeschlossen zu haben. Aktuelle Informationen zur Sperrung der Schlucht gibt es auf der Seite scuol.net
Schade ist es zwar schon, wenn die Uina-Schlucht gesperrt ist, aber die Umfahrung kann landschaftlich absolut mithalten: Wir empfehlen die Route über den 2251 Meter hohen Pass da Costainas. Dafür einfach dem Val S-charl noch ein Stück weiter bergauf folgen bis zur Alp Astras. Dort den schönen Singletrail zur Passhöhe nehmen und auf der anderen Seite 800 Tiefenmeter ins Val Müstair abfahren, bis zum Abzweig ins Val Mora hinauf - ein landschaftlich beeindruckendes Hochtal, das auch auf die Bucketlist eines jeden ambitionierten Alpenüberquerers gehört.

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