KärntenGravel Carinthia - 1800 Kilometer Schotter, verteilt auf 24 Routen

Kristian Bauer

 · 17.06.2026

Kärnten: Gravel Carinthia - 1800 Kilometer Schotter, verteilt auf 24 RoutenFoto: Martin Hofmann
Gravel Carinthia
In Kärnten gibt’s ein neues Streckennetz für Gravelbiker: Gravel Carinthia heißt es und umfasst 24 Routen mit insgesamt 1800 Kilometern. Die Strecken verteilen sich auf sieben Regionen und haben mindestens 50 Prozent Schotteranteil. Schön: Lost und Soul Places zum Pausieren. Die Strecken starten und enden an den Treffpunkten der lokalen Gravelbike-Szene.

Themen in diesem Artikel

Die Kärnten Werbung hat mit sieben Partnerregionen ein Gravel-Streckennetz entwickelt. Klopeiner See/Südkärnten, Klagenfurt, Wörthersee/Rosental, Villach, Nassfeld-Lesachtal-Weissensee, Millstätter See-Bad Kleinkirchheim-Nockberge und Mittelkärnten haben jeweils drei bis vier Routen ausgearbeitet.

Alle Strecken erfüllen einen Schotteranteil von mindestens 50 Prozent. Unter den Schlagworten „Lost Places" und „Soul Places" werden die Radfahrer gezielt zu versteckten Burgen, verlassenen Ruinen und sagenumwobenen Plätzen geführt, die abseits der klassischen Touristenströme liegen. Jede Tour wird so zu einer kulturellen Entdeckungsreise durch die Kärntner Geschichte.

Lost Places als Streckenpunkte

Journalist Georg Lux hat für das Projekt Orte recherchiert, die abseits der bekannten Routen liegen. Alte Burgruinen, verlassene Türme und vergessene Plätze mit Geschichte sind in die Streckenführung eingebunden. Gravel Carinthia bezeichnet diese Punkte als Lost Places und Soul Places.

Sie dienen als Fotomotive und erzählen von der regionalen Vergangenheit. Privatgrundstücke, Verbote und Gebote entlang der Wege sind zu respektieren. Generell gilt, dass die Lost Places nicht betreten werden dürfen, da diese nicht abgesichert sind und keine Haftung bei Einsturz oder für Unfälle übernommen wird. Besonders viele Lost Places gibt es in der Region Wörthersee.

  • Einsiedler-Höhle bei Maria Rain, die Mühlen-Ruinen bei Arnoldstein sowie der Bunker im Kirchhügel Maria Gail bei Villach.
  • Die Schütt mit dem Dobratsch-Bergsturz infolge des Erdbebens 1348 sowie Hügelgräber bei Frög und am Michaeler Teich.
  • Tarvisio Centrale – der verlassene Bahnhof direkt am Alpe-Adria-Radweg, ein wunderbarer Lost Place.
  • Auf dem Weg nach Tarvisio kommt man zudem an verlassenen Mühlen vorbei. Höhepunkt ist das verlassene Bahnhofsgelände von Tarvisio Centrale.

24 Routen für Gravel Carinthia

Das Streckennetz umfasst 24 Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Die Strecken reichen von flachen Loops entlang von Seen und Flüssen bis zu Anstiegen auf Almen und Hochplateaus. Alle Routen sind miteinander verbunden und starten sowie enden an Community-Points, den Treffpunkten der lokalen Gravel-Szene.

Die Informationen zu Routen, Community-Points und den integrierten Orten sind unter gravelcarinthia.cc verfügbar. Die GPX-Tracks von Gravel Carinthia führen mal über sanfte Schotterloops entlang von Seen und Flüssen, mal über fordernde Anstiege zu Almen, Gipfeln oder abgelegenen Hochplateaus. Manche Touren sind leicht und einladend, andere verlangen Kondition und Konzentration.

Regionen von Gravel Carinthia

Die sieben Regionen, die mit Routen durch Gravel Carinthia abgedeckt werden:

  1. Nassfeld-Pressegger See – Lesachtal – Weissensee
  2. Wörthersee – Rosental
  3. Klopeiner See – Südkärnten
  4. Millstätter See – Bad Kleinkirchheim – Nockberge
  5. Villach – Faaker See – Ossiacher See
  6. Mittelkärnten
  7. Klagenfurt am Wörthersee

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Kristian Bauer

Kristian Bauer

Redakteur

Kristian Bauer ist gebürtiger Münchner und liebt Ausdauersport – besonders wenn es in die Berge geht. Er ist ein Fan der Tour de France und bevorzugt solide Rennradtechnik. Er führt für TOUR Interviews, berichtet von Events im Hobbyradsport und schreibt Artikel über die Fahrradbranche sowie Trends im Rennradsport.

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