Livigno auf 1.816 Metern Höhe hat sich in den vergangenen Jahren als Bike-Destination in den Alpen etabliert. Nun bündelt der Ort sein Angebot unter einer gemeinsamen Marke: "Livigno | 1816 Bike Zone" soll künftig für das gesamte Streckennetz, die Infrastruktur und die Serviceleistungen stehen.
Livigno ist nicht nur für Bikpark-Fans und Singletrailjäger spannend, sondern auch für Rennradfahrer.
Das Konzept umfasst nach Angaben des Tourismusverbands mehr als 3.500 Kilometer GPS-erfasste Routen, die von Talstrecken bis zu Alpenpass-Touren reichen. Die Höhenlage – sie findet sich auch im Markennamen wieder – spielt dabei eine doppelte Rolle: als geografisches Merkmal und als Trainingsort für ambitionierte Radsportler.
Ergänzend investiert Livigno in Nachwuchsförderung und Kooperationen mit Athleten sowie Fachverbänden. Wie nachhaltig sich diese Strategie entwickelt, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.
Neu im Angebot sind drei offiziell zertifizierte Strava-Segmente: der Anstieg zum Passo d'Eira, das Schlussstück der Giro-d'Italia-Etappe 2024 sowie die Auffahrt zum Passo Forcola. Fahrerinnen und Fahrer können ihre Zeiten damit direkt mit der internationalen Community vergleichen. Zwischen Ende Juni und Juli ist auf diesen Strecken eine offene Challenge geplant.
Die Bike-Saison beginnt gestaffelt: Der Mottolino Bikepark öffnet am 13. Juni, die Carosello Flowtrails folgen eine Woche später am 20. Juni. Die Sitas-Bahnen nehmen am 1. Juli den Betrieb auf. Parallel dazu startet das Bike Skill Center, ein Trainingsareal für verschiedene Könnensstufen.
Am 27. Juni findet zudem der Granfondo Livigno Alè statt, ein etabliertes Rennrad-Event mit internationaler Beteiligung.
Parallel zur neuen Dachmarke bewirbt sich Livigno um die Ausrichtung des IMBA European MTB Summit, des zentralen Branchentreffens der International Mountain Bicycling Association in Europa. Ob die Bewerbung erfolgreich sein wird, ist noch offen.
Mit der gebündelten Marketingstrategie versucht Livigno, sich im Wettbewerb alpiner Bike-Destinationen klarer zu positionieren – zwischen etablierten Größen wie Finale Ligure oder den Dolomiten-Regionen.