Italien

Italien: Valle Argentina

Jan Sallawitz

 · 22.05.2014

Italien: Valle ArgentinaFoto: Markus Greber

Zwischen Imperia und San Remo tut sich im ligurischen Hinterland das Valle Argentina auf. Sein Trail-Netz ist so dicht und perfekt gezogen, dass Hexen ihre Hände im Spiel gehabt haben könnten.

Ins Valle Argentina gelangt man, wenn man von der ligurischen Küste, zwischen Imperia und San Remo, rechts ins Landesinnere abbiegt. Hier hat das Flüsschen Argentina auf seinem Weg von den Ligurischen See­alpen zur Küste hinunter eine lange Talkerbe genagt. Keine halbe Stunde Autofahrt später erreicht man das Örtchen Molini di Triora und in unserem Fall das "Santo Spirito" – unsere Unterkunft für die nächsten Tage.

Da es schon dunkel war, als wir im Albergo eincheckten, sind wir am nächsten Morgen völlig fasziniert, als wir vor die Tür treten: Bewaldete Bergrücken staffeln sich zur Küste hinunter und im Norden zum Saccarello-Massiv hinauf. An ihren Flanken kleben kleine Orte. Der bekannteste thront direkt oberhalb der Hauptstraße von Molini wie eine Festung auf einem Felsensporn: Triora. Der Reiseführer spricht sogar vom "schönsten Dorf Liguriens", berühmt wurde es aber wegen seiner Hexenmythen.

Das ganze Argentina-Tal verzweigt sich in mehrere Nebentäler. Schon deshalb macht ein Shuttle Sinn. Der Guide kennt auch den Weg.Foto: Markus Greber
Das ganze Argentina-Tal verzweigt sich in mehrere Nebentäler. Schon deshalb macht ein Shuttle Sinn. Der Guide kennt auch den Weg.
Valle Argentina: Von Hexenhand geschaffen? Es waren dann doch eher die Römer, die diese Wege bis auf 2000 Meter Höhe gepflastert haben. Foto: Markus Greber
Valle Argentina: Von Hexenhand geschaffen? Es waren dann doch eher die Römer, die diese Wege bis auf 2000 Meter Höhe gepflastert haben. 
Auf jedem zweiten Berg klebt ein Ort, der einen Besuch wert ist. Ein Muss wegen der Hexen: Triora.Foto: Markus Greber
Auf jedem zweiten Berg klebt ein Ort, der einen Besuch wert ist. Ein Muss wegen der Hexen: Triora.
Ein Platz an der Sonne: Selbst durch dichten Wald funkeln wärmende Strahlen.Foto: Markus Greber
Ein Platz an der Sonne: Selbst durch dichten Wald funkeln wärmende Strahlen.
Eine alte Steinbrücke hilft über den Bach.Foto: Markus Greber
Eine alte Steinbrücke hilft über den Bach.
Alte Häuser kleben in Triora an den Hängen.Foto: Markus Greber
Alte Häuser kleben in Triora an den Hängen.
In Triora leben die "weißen Hexen" – die wollen nur Gutes.Foto: Markus Greber
In Triora leben die "weißen Hexen" – die wollen nur Gutes.
Die Wege der alten Römer sind bis heute noch bestens in Schuss.Foto: Markus Greber
Die Wege der alten Römer sind bis heute noch bestens in Schuss.
Warten auf den Shuttle – eine willkommene Pause.Foto: Markus Greber
Warten auf den Shuttle – eine willkommene Pause.
Ein Herz für Biker – die alten Römer bauten perfekte Radien.Foto: Markus Greber
Ein Herz für Biker – die alten Römer bauten perfekte Radien.
Trail-Vergnügen mit Aussicht. Foto: Markus Greber
Trail-Vergnügen mit Aussicht. 
Manchmal ziehen die Bäume ihre Füße ein – und manchmal eben nicht. Dann werfen die Wurzeln ordentliche Sprunghügel auf.Foto: Markus Greber
Manchmal ziehen die Bäume ihre Füße ein – und manchmal eben nicht. Dann werfen die Wurzeln ordentliche Sprunghügel auf.
Das ganze Argentina-Tal verzweigt sich in mehrere Nebentäler. Schon deshalb macht ein Shuttle Sinn. Der Guide kennt auch den Weg.Foto: Markus Greber
Das ganze Argentina-Tal verzweigt sich in mehrere Nebentäler. Schon deshalb macht ein Shuttle Sinn. Der Guide kennt auch den Weg.
Valle Argentina: Von Hexenhand geschaffen? Es waren dann doch eher die Römer, die diese Wege bis auf 2000 Meter Höhe gepflastert haben. Foto: Markus Greber
Valle Argentina: Von Hexenhand geschaffen? Es waren dann doch eher die Römer, die diese Wege bis auf 2000 Meter Höhe gepflastert haben. 
Valle Argentina: Von Hexenhand geschaffen? Es waren dann doch eher die Römer, die diese Wege bis auf 2000 Meter Höhe gepflastert haben. 
Auf jedem zweiten Berg klebt ein Ort, der einen Besuch wert ist. Ein Muss wegen der Hexen: Triora.
Ein Platz an der Sonne: Selbst durch dichten Wald funkeln wärmende Strahlen.
Eine alte Steinbrücke hilft über den Bach.
Alte Häuser kleben in Triora an den Hängen.
In Triora leben die "weißen Hexen" – die wollen nur Gutes.
Die Wege der alten Römer sind bis heute noch bestens in Schuss.
Warten auf den Shuttle – eine willkommene Pause.
Ein Herz für Biker – die alten Römer bauten perfekte Radien.
Trail-Vergnügen mit Aussicht. 
Manchmal ziehen die Bäume ihre Füße ein – und manchmal eben nicht. Dann werfen die Wurzeln ordentliche Sprunghügel auf.
Das ganze Argentina-Tal verzweigt sich in mehrere Nebentäler. Schon deshalb macht ein Shuttle Sinn. Der Guide kennt auch den Weg.

Doch dazu später mehr, denn Manuel und Valentina fahren gerade mit dem Shuttlebus vor. Ein sehr komfortabler Einstieg für uns, denn die beiden werden uns heute nicht nur ihre Lieblings-Trails zeigen, sondern uns mit ihrem Bike-Anhänger auch noch jede Menge Höhenmeter ersparen. Vor ein paar Jahren haben sie das "Team Life Cycle" gegründet. Eine Art Club für Enduro-Fahrer, der gemeinsam feiert, trainiert und zu Enduro-Rennen ausrückt. Zusammen mit ein paar britischen Fahrern haben sie auch das Trail-Netz der Region freigeschnitten. Ein Spaß-Konzept, das scheinbar Erfolg hat, denn das Team räumt seit zwei Jahren jede Menge Pokale ab.

Valentina und Manuel sind ganz heiß darauf, uns möglichst viele von ihren Lieblingsstrecken zu zeigen und legen von Anfang an ein hohes Tempo vor. "Bleibt einfach dran, der Trail ist genau richtig, um sich erst mal einzufahren!"


Mehr Informationen über das Valle Argentina und seine Trails aus BIKE 5/2014 finden Sie in der BIKE-App (iTunes und Google Play) lesen oder die Ausgabe im DK-Shop nachbestellen:

Meistgelesene Artikel