SlowenienDie besten Bike-Spots zwischen Kranjska Gora und Triest

Moritz Ablinger

 · 24.01.2023

Die Abfahrt gibt sich steinig und ruppig, ist aber in Sachen Panorama kaum zu toppen: vom Nanos-Plateau ins Vipava-Tal hinunter.
Foto: Moritz Ablinger

Mit dem MTB nach Slowenien – und dort die besten Bike-Spots der Julischen Alpen zwischen Kranjska Gora und Triest per Roadtrip verbinden. Das hatten sich Fotograf Moritz Ablinger und zwei Freeriderinnen einfacher vorgestellt.

Die Julischen Alpen sind eine Gebirgsgruppe, die sich in den Südalpen entlang der Grenze zwischen Italien und Slowenien bis an die Adria erstreckt. Zwischen Kranjska Gora und dem 170 Autokilometer entfernten Triest haben sich einige Trailspots etabliert, die einen mehrtägigen Roadtrip unbedingt wert sind. Wenn sich nur der alte Geländewagen weniger störrisch geben würde...

Weißer Rauch

„Entschuldigen Sie, kommt da weißer Rauch aus Ihrer Motorhaube?“, die Dame an der slowenischen Mautstelle deutet mit dem Kugelschreiber an mir vorbei. Noch bevor ich mich umdrehe, habe ich auch schon einen verschmurgelten Geruch in der Nase. Auch Sara und Paula scheinen das Problem entdeckt zu haben und springen beinahe synchron aus dem Auto. Also Motorhaube auf – es dauert, bis wir durch den dicken Dampf etwas erkennen können: Der Entlüftungsschlauch der Ventildeckel hat sich gelöst. Ich ziehe die Schlauchschelle so fest wie möglich, also Rütteltest – und weiter geht’s. „Oh Gott, worauf haben wir uns da eingelassen …!“, stöhnt Sara und dreht sich zu Paula auf dem Rücksitz um. Die aber lacht: „Läuft doch wieder!“

Fast ein Jahr haben wir auf diesen Trip hingearbeitet

Der Plan war ursprünglich eine Trans-Julische-Alpen-Route von Kranjska Gora nach Triest. Immer entlang der italienisch-slowenischen Grenze, also grob der berühmten, türkisfarbenen Soča Richtung Meer folgen. Doch nachdem wir viele Karten studiert und Guides nach legalen Trails befragt hatten, war klar: Es gibt zwar jede Menge fahrbare Wege an den Ufern des Flusses, aber die meisten führen in Ost-West-Richtung. Von Norden nach Süden lässt sich in diesem Teil der Julischen Alpen jedenfalls kaum eine durchgängige Route zusammenstellen, und im Triglav-Nationalpark ist das Mountainbiken sogar komplett verboten. Also kamen wir schließlich zu der Einsicht: Wir ändern den Plan in einen Roadtrip und tingeln mit dem Auto von einem guten Bikespot zum nächsten.

Für eine Transalp-Tour fehlten die passenden Wege. Da schien der Roadtrip die einfachere Lösung zu sein.Foto: Moritz Ablinger
Für eine Transalp-Tour fehlten die passenden Wege. Da schien der Roadtrip die einfachere Lösung zu sein.

Wir starten unseren Roadtrip in Kranjska Gora

Unser erster Bike-Tag im Skigebiet von Kranjska Gora startet mit dem wohl langsamsten Skilift der Alpen. Der Sessellift schaukelt die 400 Höhenmeter so langsam hinauf, dass ich sogar kurz einnicke. Es ist der Liftwart, der mich kurz vor dem Ausstieg mit einem freundlich gerufenen „Živijo“ weckt. Deutlich strenger begrüßt uns dagegen die neue Jumpline des Bikeparks: zum Einstieg gleich ein massives Wurzelfeld! Nur gut, dass der Boden so trocken ist. In einer feucht-schmierigen Version würde ich seine Bekanntschaft jetzt ungern machen wollen.

„Ach, das macht auch Spaß, wenn es nass ist!“, weiß Paula. Als ehemalige Downhill-Profifahrerin kennt sie diese Schlüsselstelle bereits von einigen Rennen her. Entsprechend gekonnt fliegt sie über die Wurzeln federleicht hinweg und Sara direkt hinterher. Doch dann folgen die noch unbekannten Jumps, und die beiden Mädels nehmen das Tempo etwas zurück. Zumindest auf der ersten Abfahrt. Auf den Folgenden lassen sich Paula und Sara bereits mit Tricks wie T-Bogs und Tabletops raus. Währenddessen treffe ich Jan an der Strecke. Er ist einer der Trail-Bauer, die diese Tableline aufgeschaufelt haben.

„Der Bikepark hat seit Kurzem einen neuen, finanzstarken Miteigentümer aus Südtirol. Das eröffnet uns so einiges an Umbaumöglichkeiten …!“

Diese Jumpline sei auch noch nicht ganz fertig, erzählt Jan weiter und schiebt dabei mit seinem Fuß ein paar lockere Lehmbrösel einen Landehügel hinauf, die gleich nach dem Versuch, sie festzutreten, wieder an ihren alten Platz zurückkullern. „Einfach zu trocken gerade“, murmelt er. Sechs Wochen lang habe es kaum geregnet. Da könne man auch als Trail-Bauer nicht viel machen. Deshalb habe die Parkleitung jetzt beschlossen, die Line im kommenden Frühling noch mal komplett neu aufzubauen. Schön, wenn es laut Jan die vergangenen sechs Wochen immer sonnig und trocken war. Für die nächsten Tage warnt unsere Wetter-App jedenfalls mit rotem Ausrufezeichen vor unwetterartigen Niederschlägen.

An die neue Jumpline tasten sich beide Freeriderinnen erst mal heran, bevor sie ihre Tricks auspacken. Für den kommenden Sommer soll diese Line noch mal komplett neu aufgebaut werden.Foto: Moritz Ablinger
An die neue Jumpline tasten sich beide Freeriderinnen erst mal heran, bevor sie ihre Tricks auspacken. Für den kommenden Sommer soll diese Line noch mal komplett neu aufgebaut werden.

Tag 2: Start in Sella Nevea

Tags darauf laden wir die Bikes mittags in Sella Nevea vom Träger. Die Wolken hängen wie bleierne Säcke am Himmel, aber es regnet nicht. Trotzdem müssen wir uns beeilen, denn in diesem italienischen Ski- und Bike-Gebiet macht die Gondel-Crew um 13 Uhr Mittagspause. Und zwar pünktlich, wie wir um 13:02 Uhr vor den verschlossenen Türen feststellen. „Wir hätten auch die Gondel auf der slowenischen Seite des Berges nehmen können!“, berichtet Paula aus ihrem noch laufenden Telefonat mit Guide Dejan aus Bovec. Dann stellt sie ihr Handy auf Lautsprecher, damit wir gleich mithören können. Dejan erzählt uns von einem Trail, der Sella Nevea und Bovec lange Zeit offiziell verbunden hat. Während des Corona-Lockdowns habe man von der Ortsverwaltung sogar die Erlaubnis bekommen, diesen Trail noch auszubauen. Doch kaum waren die Bauarbeiten abgeschlossen, gab es statt einer großen Eröffnungsfeier ein Komplettverbot der Strecke. „Aber wir geben noch nicht auf und arbeiten fleißig an einer Legalisierung!“, schiebt Dejan kämpferisch hinterher. Man darf also gespannt sein.

Über das Kanin-Gebirge an der Sella Nevea zog sich einst die Frontlinie des Ersten Weltkriegs. Auch dieser Trail, der sich 1000 Tiefenmeter nach Nevea hinunterwindet, ist ein Relikt aus diesen finsteren Zeiten.Foto: Moritz Ablinger
Über das Kanin-Gebirge an der Sella Nevea zog sich einst die Frontlinie des Ersten Weltkriegs. Auch dieser Trail, der sich 1000 Tiefenmeter nach Nevea hinunterwindet, ist ein Relikt aus diesen finsteren Zeiten.

Frischer Wind in der Kalkwüste des Kanin Massivs

Piiiep – um Punkt 14 Uhr nimmt das Drehkreuz der Seilbahn wieder seinen Dienst auf. Wir müssen etwas Tetris spielen, um uns und unsere Bikes in der Gondel zu verstauen, ehe wir uns ein paar Minuten später in der Kalkwüste des Kanin-Massivs wiederfinden. Schon auf der Mittelstation bläst hier der Wind so frisch, dass Sara in ihrem Rucksack spontan nach ihrer Windjacke wühlt. Allerdings lässt sie sie abrupt stecken, als der Liftwart mehrfach einen Satz mit „funivia“ und „chiusa“ wiederholt. Die Gondel zur Gipfelstation ist momentan geschlossen. Das bedeutet: Die letzten 300 Höhenmeter zum Grenzkamm hinauf müssen wir selbst schaffen.

Die Trails waren im Krieg von Soldaten umkämpfte Pfade

Wo geht’s rauf? Ah, einfach die steile Skipiste hoch. Eine Herde Steinböcke schaut uns interessiert zu, wie wir die Bikes zum 2100 Meter hohen Pass hinaufwuchten. Als das Plateau oben schon fast greifbar ist, passieren wir die ersten Stellungen und Bunker aus dem Ersten Weltkrieg. Ähnlich heftig wie in den Dolomiten haben sich Österreich-Ungarn und Italien hier oben bekämpft. Auch der Trail, der sich bald stolze 1400 Tiefenmeter vor uns ins Tal hinunterwindet, ist ein Relikt aus diesen finsteren Kriegszeiten. Der Pfad startet ruppig, zieht sich aber gut fahrbar an der Hangkante entlang. Steinstufen überrollen wir, das teils lose Geröll bekommen wir mit dosiertem Bremsen in den Griff. Dass das Gefälle des alten Militär-Trails im moderaten Bereich bleibt, kommt uns durchaus entgegen. Mit recht hohem Tempo rappeln wir bald über Steinbrücken und durch weit angelegte Kurven. „Abstand halten!“, ruft Paula, als ihre Reifen in einer unerwartet engen Kehre doch ein paar Kalksteinbrocken in den Abhang schubsen. So wechseln flowige Passagen und technische Abschnitte munter ab, bis uns der Trail an der Skipiste, oberhalb der Gondelbahn, wieder ausspuckt. „Ganz schön anspruchsvoll im Vergleich zum Bikepark gestern!“, meint Sara, sichtlich geschafft, aber glücklich.

Auch unser Auto leidet unter den ruppigen Wegen

Als wir zur Seilbahn zurückrollen, steht nur noch unser Auto auf dem Parkplatz. Den frei gewordenen Raum nutzt gerade eine Harley-Gang für eine Rast. Und ausgerechnet jetzt macht das Ausparken erstaunlich viel Mühe. „Ich tipp’ ma’ auf Servopumpe!“, sagt einer der Harley-Fahrer und macht keine Anstalten, sein Moped etwas aus dem Weg zu schieben. Also wieder Motorhaube auf: Tatsächlich kann ich eine abgebrochene Schraube an der Pumpe ausmachen. Das muss heute Morgen auf der kurvigen Straße passiert sein. Ich bekomme zig Leatherman-Werkzeuge mit eingravierten Namen gereicht, aber einen Satz Gewindebohrer hat leider keiner der Jungs dabei. Okay, dann fahren wir jetzt eben ohne Servolenkung weiter. Als ob die Unterarme auf dem Trail gerade nicht schon genug gelitten hätten.

Als stabile Konstante erwies sich das Dachzelt. Der alte Land Rover entwickelte dagegen leider ein Eigenleben.Foto: Moritz Ablinger
Als stabile Konstante erwies sich das Dachzelt. Der alte Land Rover entwickelte dagegen leider ein Eigenleben.

Das Dachzelt erweist sich als konstanter Partner, vor allem bei Regen.

Als ich abends nahe Robidišče in unseren Standplatz auf der Camper-Wiese rangiere, schaut Sara noch mal auf die Wetter-App: Das Ausrufezeichen warnt nun konkreter vor elf Millimetern Niederschlagsmenge pro Quadratmeter. Was das genau bedeutet, erfahren wir, als wir gerade das Dachzelt aufgeklappt und die Schlafsäcke ausgerollt haben. Es dauert nur wenige Minuten, bis sich unter unserem Auto ein großer See gebildet hat. Paula ist froh: „Am Boden möchte man jetzt nicht im Zelt liegen.“

Die Trails im Trail Center Robidišče

„Fangt bei diesen Bedingungen am besten mit dem einfachsten Trail an!“, rät uns Tomaz, der Betreiber des Trail Center Robidišče.

Aber Paula meint, sie sei nun wirklich nicht zum Flowtrail-Fahren hier. Zielsicher wählt sie für uns die schwerste der sechs Lines aus: die Napoleon. 20 Minuten kurbeln wir bergauf, dann stehen wir vor ihrem Einstieg, mitten im noch tropfnassen Laubwald. Sieht gar nicht so wild aus. Doch nach zwei einfachen Kurven bekommen wir zu spüren, was Regen nach sechs Wochen Dürre aus so einem Trail machen kann: eine unberechenbare Schlammrutschbahn. Sobald wir die Bremsen öffnen, trägt es uns aus den Kurven. Anhalten in Steinpassagen? Klappt nur durch Umarmung einer Buche. Wir sind froh, als uns die Napoleon-Line auf einem kleinen Parkplatz wieder entlässt.

Ein zweiter Versuch auf der weniger anspruchsvollen Fit Helga endet mit einem schmerzhaften Sturz – wir brechen ab. „Es geht einfach nicht. Wir müssen wiederkommen, wenn es trocken ist“, gibt Paula sichtlich ungern zu. Leider gilt das auch für unseren geplanten vierten Stopp am Monte Matajur. Schon die Vorstellung, seinen zehn Kilometer langen Trail im sintflutartigen Regen komplett runterrutschen zu müssen, macht keinen Spaß.

Sara auf der Fit-Helga-Abfahrt. Selbst auf diesem mittelschweren Trail gab es blaue Flecken. Er wurde nur noch getoppt von der Rutschpartie auf dem Napoleon-Trail. Fazit: Robidišče nur bei trockenen Verhältnissen!Foto: Moritz Ablinger
Sara auf der Fit-Helga-Abfahrt. Selbst auf diesem mittelschweren Trail gab es blaue Flecken. Er wurde nur noch getoppt von der Rutschpartie auf dem Napoleon-Trail. Fazit: Robidišče nur bei trockenen Verhältnissen!

Endlich eine Erholungspause in Triest

Camping Triest: Wir schlafen erst mal aus. Das tägliche Programm aus biken, packen, kochen, trocknen, abwaschen und Ortswechsel schlaucht doch mehr als gedacht. Auch die Höhenmeter der letzten Tage sind deutlich in den Beinen zu spüren. Deshalb cruisen wir heute mal durch die Stadt. „Sieht ein bisschen aus wie Wien“, merkt Paula an. Tatsächlich zeigt die Stadt durch ihre mehrmals gewechselte Staatszugehörigkeit einen spannenden Mix verschiedener Baustile. Ein wenig Ringstraße, Gründerzeit und darüber weht der morbide Charme einer italienischen Hafenstadt. Nach einem Eis an der Promenade spitzt die Sonne wieder durch die Wolken.

Unser Ziel-Spot: Triest. Sara hatte von einer großen Enduro-Szene gehört, die es dort geben soll.Foto: Moritz Ablinger
Unser Ziel-Spot: Triest. Sara hatte von einer großen Enduro-Szene gehört, die es dort geben soll.

Perfekt für unseren letzten Ausflug: Am Stadtrand von Triest soll sich nämlich eine riesige Enduro-Szene tummeln. Wir parken das Auto zwischen den Öltanks der Industriezone und folgen einer Straße in den Wald hinauf, bis die Bäume den Blick auf die Bucht von Muggia freigeben. Dabei passieren wir slowenische Grenzschilder und biegen bald in einen Trail namens Toboga ab. Im flackernden Laubwaldlicht geht’s im Auf und Ab dahin. Kurze Asphaltunterbrechung und rein in den Achterbahnanschluss Pivo, der uns mit Drops und Jumps sanft um die Bäume schleudert. Nach den steinigen Erfahrungen der letzten Tage macht dieses Flow-Erlebnis jetzt sogar Paula Spaß. Und es hätte ein durchaus würdiger Abschluss unserer Reise sein können. Doch leider haben wir ja noch einen Vierten im Bunde. „Oh, das sieht nicht gut aus …!“, kommentiert Paula die große Pfütze, die sich auf dem Parkplatz unter unserem Reisefahrzeug gebildet hat. Diesmal ist es der Kühler. Man könnte natürlich den ADAC bemühen, aber wir einigen uns auf eine Heimfahrt mit vielen, vielen Zwischenstopps.

MTB-Revier Slowenien

Die Julischen Alpen sind eine Gebirgsgruppe, die sich in den Südalpen entlang der italienisch-slowenischen Grenze bis an die Adria erstreckt. Höchster Gipfel: der Triglav (2864 m). Es gab bereits Versuche, die Julischen Alpen entlang der berühmten Soča gen Süden mit dem Bike zu überqueren. Allerdings sind viele Wege, die in Nord-Südrichtung sogar in Karten verzeichnet sind, unfahrbar verfallen oder führen durch Gebiete mit Bike-Verbot. Und Verstöße werden in Slowenien mit empfindlichen Geldstrafen geahndet. Dennoch macht der Bike-Sport natürlich auch vor Slowenien nicht Halt. So haben sich entlang der Landesgrenze zwischen Kranjska Gora und dem 170 Autokilometer entfernten Triest einige Trailspots etabliert, die einen mehrtägigen Roadtrip unbedingt wert sind. Hier unsere Stopps:

Kranjska Gora

Viele fürchteten bereits, Sloweniens Bikepark nahe der österreichischen Grenze könnte seine Pforten für immer schließen. Doch ein finanzstarker Investor aus Südtirol sorgte dafür, dass die fünf Abfahrtsstrecken im Juli 2022 wieder befahren werden durften. Darunter auch eine neu geshapte Jumpline. Aufgrund der Trockenheit des Bodens hat man die großen Umbaumaßnahmen allerdings nun aufs Frühjahr 2023 verschoben.

Kanin-Massiv / Sella Nevea

Der bis zu 2587 Meter hohe Kanin-Grenzkamm wird von italienischer und slowenischer Seite als Ski- und Bike-Gebiet genutzt. Seilbahnzugang gibt es in Sella Nevea auf italienischer Seite und in Bovec (mit kleinem Bikepark) auf slowenischer Seite. Während des ersten Corona-Frühlings gab es die Erlaubnis, auch für Biker einen Verbindungs-Trail zwischen den beiden Bergseiten zu bauen. Der Trail ist fertig und ausgeschildert, darf aber aus nicht ganz geklärten, behördlichen Gründen (noch) nicht befahren werden. Die lokale Szene bemüht sich weiter um die Freigabe. Die übrigen Trail-Abfahrten auf beiden Seiten sind naturbelassen, hochalpin und anspruchsvoll. Der Trail hinunter nach Sella Nevea wurde eine Zeit lang vom Betreiber offiziell als Mountainbike-Strecke beworben. Die Regelung „Alles was nicht verboten ist, darf befahren werden“, wie sie zum Beispiel im Trentino gilt, gibt es in der Region Friaul-Julisch-Venetien offiziell nicht. Laut Auskunft von Bikeguide Dejan aus Bovec wird das Befahren aber geduldet, da der Weg kaum begangen wird.

Robidišče Trail Center

Offizielles Trailcenter in einem Buchenwald mit sechs Abfahrten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade und Shuttleservice ab einer größeren Gruppe, dazu diverse Touren-Möglichkeiten in der Umgebung. Infos gibt’s hier.

Monte Matajur

Der 1642 Meter hohe Berg liegt ebenfalls auf der Grenze zwischen Italien und Slowenien. Im Ersten Weltkrieg verschanzten sich hier die italienischen Soldaten, wurden aber im Rahmen der berühmten 12. Isonzo-Schlacht vom Gegner überrannt. Auch Bikern wird es hier nicht leichtgemacht: Der zwölf Kilometer lange Abfahrts-Trail Matadown lässt sich über 1450 Tiefenmeter vom Gipfel über die Südflanke bis nach San Pietro al Natisone hinunter. Einzelne Schlüsselstellen warten mit Schwierigkeitsgrad bis zu S3 auf. Eine der Top-Abfahrten der Alpen, die allerdings bei nassen Bedingungen nicht zu empfehlen ist. Deshalb haben wir den Matajur ausgelassen. Die GPS-Tracks zur Tour gibt’s hier beim BIKE Magazin.

Übersicht zum italienisch-slowenischen RoadtripFoto: Thomas Gall, Kunth Verlag
Übersicht zum italienisch-slowenischen Roadtrip

Triest

In den bis zu 1000 Meter hohen Bergen um die italienische Hafenstadt hat sich in den letzten Jahren eine große Enduro-Szene entwickelt, die ihr Trail-Netzwerk stetig ausbaut. Offiziell sind die grenzüberschreitenden Trails nicht, aber der Toboga-Trail wird inzwischen von mehreren Guiding-Anbietern geshuttelt. Tipps für Touren rund um Triest finden Sie im passenden BIKE-Revier-Guide. Allgemeine Infos über die Tourismus-Info.

MTB-Touren-Infos Slowenien

Guide Dejan von DK-Sport in Bovec bietet Touren inklusive Shuttle in den Julischen Alpen an. Ein guter Guide ist zu empfehlen, da die fahrbaren Trails hier schwer zu finden sind.

MTB Slowenien: Ebenfalls absolute Profis in Sachen Fahrbarkeit erlaubter slowenischer Trails (auch in Form von GPS-Daten)

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