Neuer Lift im Bikepark GeisskopfVier statt zwölf Minuten

Adrian Kaether

 · 19.12.2020

Neuer Lift im Bikepark Geisskopf: Vier statt zwölf MinutenFoto: Wolfgang Watzke
Vier statt zwölf Minuten

Der neue Lift im Bikepark Geisskopf geht bald in Betrieb. Drei Biker statt nur einem können nun befördert werden, der Lift braucht nur noch vier Minuten. Diddie Schneider über die Hintergründe.

Der Bikepark am Geisskopf gehört zu den größten Bikeparks Deutschlands. Und zu den attraktivsten. Denn auch in Sachen Streckenqualität kann der Bikepark im Bayrischen Wald punkten. Kein Wunder, schließlich steckt Flow-Experte Diddie Schneider hinter dem Streckendesign. Grund genug für uns, ein paar Stunden Anfahrt in Kauf zu nehmen, um auf der Freeride-Strecke mit ihrem schönen Mix aus schnellen, flowigen, technischen und ruppigen Passagen unseren Highend-Enduros auf den Zahn zu fühlen. Welches Bike uns und Profi-Tester Christian Textor dabei am meisten überzeugen konnte, lest ihr hier im Testartikel.

Verlagssonderveröffentlichung

Zehn Millionen hat neuer Lift am Geisskopf gekostet

2021 will der Bikepark Geisskopf noch eine Schippe drauflegen und investiert daher kräftig in die Infrastruktur. Rund zehn Millionen Euro hat der neue Lift gekostet, der Biker, Wanderer und Skifahrer ab sofort deutlich schneller an den Start der Pisten bringen könnte – wenn da nicht der Lockdown wäre. Wir haben mit Diddie Schneider über das Projekt und die Hintergründe gesprochen.

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Königsklasse: leicht, edel und schnell – wer besteigt den Thron der Enduro-Kategorie? Sieben Modelle haben wir im Bikepark Geisskopf mit Deutschlands Enduro-Meister Christian Textor getestet. Jetzt in BIKE 1/2021 !

Interview mit Bikepark-Chef Diddie Schneider

BIKE: Diddie, das ausgehende Jahr war nicht leicht für viele Bikeparks und noch schwieriger für den Rest der Tourismus-Branche. Wie habt ihr am Geisskopf 2020 überstanden?

Diddie Schneider: Klar, der erste Lockdown war schon ein herber Schlag. Wir wussten ja zeitweise gar nicht, wann wir überhaupt aufmachen dürfen. Und natürlich hat uns das Sorgen gemacht. Doch als wir dann endlich für Biker öffnen durften, da war der Andrang riesig. Ich glaube also, es war am Ende doch eine ganz gute Saison. Wir können uns nicht beklagen.

Doch der Andrang führte auch zu ganz schön langen Schlangen am Lift, oder?

Das ist richtig. Denn unser alter Lift ist leider nicht der Schnellste. Dass wir den 2020 endlich ersetzen wollen, war aber auch schon vor Corona klar. Es war ein Mammut-Projekt in diesem Herbst, denn der neue Sechser-Sessel braucht auch eine ganz andere Infrastruktur. Aber jetzt ist der neue Lift schon betriebsbereit. Nicht zuletzt auch, weil sich die Familie Poschinger-Bray, die hier den Lift baut, trotz Corona unheimlich reingehängt hat und da mutig und engagiert zu Werke gegangen ist. Alles andere als selbstverständlich in dieser Zeit und ein großer Gewinn für uns und den Bikepark.

Wie viele Biker könnt ihr denn jetzt pro Sessel mitnehmen?

Drei Bikehalterungen können im Sommer pro Sessel angebracht werden. Allein das dürfte die Schlangen im nächsten Jahr schon deutlich verkürzen. Außerdem ist der neue Lift auch viel schneller. Nur noch vier statt zwölf Minuten dauert nun die Fahrt bis zur Bergstation. Mit langen Wartezeiten rechne ich da in der nächsten Saison nicht mehr.

  Der neue Sechserlift am Geisskopf.Foto: Laurin Lehner
Der neue Sechserlift am Geisskopf.

Ein Blick in die Kristallkugel: Wann werdet ihr den Park im nächsten Jahr wieder für Biker öffnen?

Das kann im Moment noch niemand sagen. Wir planen einen Start im April, könnten aber bei gutem Wetter spontan auch früher oder nur für ein paar Tage öffnen. Gerade auch, weil wir uns bewusst entschieden haben, den alten Lift noch nicht abzubauen, um da flexibel zu bleiben. Nur muss die Corona-Situation das natürlich zulassen und da ist noch ein großes Fragezeichen.

  Neben dem Lift selbst mit neuen Sesseln und Masten mussten auch eine neue Berg- und Talstation her. Insgesamt kostete der neue Lift rund zehn Millionen Euro.Foto: Wolfgang Watzke
Neben dem Lift selbst mit neuen Sesseln und Masten mussten auch eine neue Berg- und Talstation her. Insgesamt kostete der neue Lift rund zehn Millionen Euro.

Und in Sachen Strecken? Darf man sich da nächstes Jahr auch auf etwas Neues freuen?

Tatsächlich ist einiges in Planung. Denn speziell die Flow-Line wurde dieses Jahr extrem viel befahren und da werden wir reagieren. Zwei neue Strecken werden deshalb im nächsten Jahr kommen. Die eine wird eine weitere Flow-Line sein. Die andere eine Jumpline, mit der wir den schon etwas versierteren Fahrern etwas Zusätzliches bieten wollen. Dann entspannt sich auch die Lage auf der Flow-Line hoffentlich wieder etwas und wir haben etwas weniger Verschleiß an der Strecke. Zwei weitere Strecken stehen außerdem noch auf meiner Agenda. Aber ob wir da 2021 schon zu kommen, müssen wir erst einmal sehen.

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