Teuer, aber geil10 Highend-Enduros im Test

Laurin Lehner

 · 03.06.2022

Teuer, aber geil: 10 Highend-Enduros im TestFoto: Wolfgang Watzke
Teuer, aber geil: 10 Highend-Enduros im Test
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Diese Abfahrtsmaschinen sind echte Konto-Killer, doch gleichzeitig auch Spaßgaranten. Wir haben zehn sündhaft teure Enduros gegeneinander antreten lassen.

Selten war ein Testfeld so teuer wie dieses. Mit einem Gesamtwert von 74024 Euro im Buskofferraum fuhren wir in den Bikepark Bischofsmais. Mit dabei im Test-Team: der amtierende Deutsche Enduro-Meister Christian Textor. Hier wichtige Fragen und Antworten:

1. Warum testen wir so teure Bikes?

Aufgrund von leeren Lagern seitens der Hersteller sind wir beim Zusammenstellen der Testfelder eingeschränkt. Top-Modelle sind oft eher verfügbar. Dennoch: Solche Highend-Tests sollen die Ausnahme bleiben. Denn auch wir wissen: Nur wenige wollen und können so viel Geld für ein Bike ausgeben.

Verlagssonderveröffentlichung

2. Gelten die Urteile auch für die jeweils günstigeren Modelle der Bikes?

Nein. Zwar fahren sich gute Bikes auch mit günstigeren Anbauteilen und Federelementen gut, doch das Gewicht steigt fast immer. Bei Enduros, die ohnehin schon in der Top-Ausstattung über 14,5 Kilo wiegen, ist das oft entscheidend.

  Der Deutsche Meister Christian "Texi" Textor erklärt, warum ihm das Rocky besser gefällt als das Scor.Foto: Wolfgang Watzke
Der Deutsche Meister Christian "Texi" Textor erklärt, warum ihm das Rocky besser gefällt als das Scor.

3. Enduros – was zählt wirklich?

Wer den Trend (Federweg und Geo) beobachtet, weiß, die meisten dieser Enduros sind für den Renneinsatz konzipiert. Die Leistung auf der Abfahrt zählt (ca. 70 %), ganz ohne Allround-Fähigkeiten geht es aber auch nicht. Bikes, die sich schwerfällig den Berg hochtreten lassen und auf welligen Trails kaum auf Tempo kommen, werden bei uns abgestraft. Wir sagen: In dieser Preisklasse sollten Enduros nicht über 15 Kilo (ohne Pedale) wiegen. Vier Test-Bikes gelingt das nicht.

4. Wird bei einem Test auch die Haltbarkeit berücksichtigt?

Nein. Fast alle Test-Bikes rollten im Neuzustand in den Testkeller. Die Einsatzzeit beim Test begrenzt sich auf ca. 4 Einsatztage pro Bike. Manche Anfälligkeiten in Sachen Wartung und Haltbarkeit lassen sich beim Test ausmachen, doch sicher sagen kann man das nicht. Beispiel: Von dem Handlings-Wunder Scor war Kollege Max so überzeugt, dass er es für drei Wochen Urlaub mit nach Madeira nahm. Nach dem Einsatz waren u. a. die Lagerbuchsen von der hinteren Dämpferaufnahme ausgeschlagen. Not cool.

Cannondale Jekyll 1
Foto: Wolfgang Watzke

Den Vergleichstest der zehn Highend-Enduros aus FREERIDE 1/2022 könnt ihr bequem unter dem Artikel als PDF herunterladen.

Der Test kostet 1,99 Euro. Warum nicht kostenlos? Weil Qualitätsjournalismus einen Preis hat. Dafür garantieren wir Unabhängigkeit und Objektivität. Das betrifft ganz besonders die Tests in FREERIDE. Die lassen wir uns nicht bezahlen, sondern das Gegenteil ist der Fall: Wir lassen sie uns etwas kosten, und zwar Zigtausende Euro jedes Jahr.

Diese 10 Highend-Enduros haben wir getestet:

  • GT Force CF Pro LE
  • Kavenz VHP 16
  • Rocky Mountain Altitude CF 70
  • Salsa Cassidy
  • Scor 4060 LT
  • Simplon Rapcorn XC12
  • Specialized S-Works Enduro
  • YT Capra 29 Core 4
  • Cannondale Jekyll 1* (Referenzbike, getestet in FREERIDE 4/2021)
  • Canyon Torque CF 9 29

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