Gitta Beimfohr
· 08.02.2026
Man ist an einen gebuchten Termin gebunden und man kennt die anderen Tour-Teilnehmer wahrscheinlich nicht. Das war’s aber auch schon mit den Nachteilen einer geführten Tour. Die Vorteile überwiegen: Man muss sich keine Gedanken zur Route machen, die Unterkünfte sind gebucht, das Gepäck wird transportiert, im Fall einer technischen Panne stehen Profis mit Ersatzteilen und Werkzeug bereit und für den Rücktransfer ist auch gesorgt. Man muss nur rechtzeitig fit sein und sich für die richtige Tour entscheiden. Dabei könnten unsere fünf Entdeckungen helfen.
Die Tour des Samerberger Veranstalters Fahrtwind ist seit 27 Jahren ein Klassiker. Doch jetzt wurden die Karten komplett neu gemischt: Die dreitägige Route (160 km/4150 hm) klettert ab diesem Sommer nicht mehr durchs Salzburger Land, sondern wandelt auf rein bayerischen Pfaden dem Watzmann entgegen. Vom fahrtechnischen Anspruch her gibt es zwei Varianten. Man kann die Tour mit Guide buchen oder allein per GPS-Track navigieren und nur den Gepäckservice und Rücktransfer in Anspruch nehmen. Preis ab 509 Euro. Infos zu den Leistungen gibt’s hier: fahrtwind.de
Die zunehmenden Verbote in Tirol und Salzburger Land haben uns zum Umbau der Chiemsee - Königssee-Route gezwungen. Aber wir sind selbst überrascht: Die Tour ist auf der Bayerischen Seite jetzt sogar noch besser! - Peter Brodschelm, Geschäftsführer von Fahrtwind
Ausgetretene Wege sind nicht so ihr Ding, deshalb schlagen sich die Guides von Ride Alpine Trails beim Scouten am liebsten durch wildere Regionen. Und von ihrem jüngsten Fund sind sie selbst noch völlig geflashed: Von den berühmten Drei Zinnen in den Dolomiten geht's durch die Karnischen Alpen weiter Richtung slowenisches Soca-Tal. Die Locals haben hier in der Felslandschaft ein beeindruckendes Trail-Netzwerk geschaffen, das nahtlos über den Monte Cocusso bis nach Triest ans Meer hinunter führt. Bei den Höhenmetern und dem Gepäck hilft ein Shuttle, übernachtet wird in guten Hotels mit bester Küche. Preis für die insgesamt acht Tage: 2250 Euro, alle Infos: ridealpinetrails.com
Dass die kleine Mittelmeerinsel der perfekte Urlaubsort für Enduro-Biker ist, hat sich rumgesprochen. Von „unzähligen“ Trails ist gern die Rede. Problem: Wer nur eine Woche Zeit hat, möchte nicht alle, sondern vor allem die besten Trails erleben. Am liebsten mit Shuttle, optimal gelegener Unterkunft und Geheimtipps in Sachen beste Pizza und schönste Badestrände wären auch noch gut. Voilà, genau das hätten die Enduro-Guides von Flatsucks für kommendes Frühjahr und Herbst schon mal vorbereitet: ab 1499 Euro, alle Infos: flatsucks.at
Auf einer klassischen Transalp-Route hat man sie leider schnell hinter sich gelassen: die bombastische Kulisse der Dolomiten. Auf dieser "Transalp Sella" kreiselt man dagegen sechs Etappen von einem landschaftlichen Extrem zum nächsten: Von Brixen über Geislerspitzen, Sella-Massiv, Raschötzhütte, Seceda und die Beat-Trails von St. Kassian geht's weiter zur Pralongia und über Seiser Alm und Broglessattel zurück. Abends geht’s ins Wellness-Hotel. Acht Tage ab 1765 Euro. Info: go-alps.de
Am westlichen Rand des Spessarts zieht sich bei Aschaffenburg der Hahnenkamm gen Süden. Zehn Kilometer lang, 435 Meter hoch und den Wald seit gar nicht so langer Zeit voller legaler Trailkurven. Klar, dass sich die Mittelgebirgs-Experten von mtb-xpert dieses neue Trail-Geflecht mal genauer anschauen wollten. Das Ergebnis: „Müssen wir unbedingt in den nächsten Trip einbauen!“ Zusammen mit den nahen Trails in Laufach wird daraus ein echtes Geheimtipp-Wochenende. Preis: 2,5 Tage ab 449 Euro. Info: mtb-xpert.de