Continental BIKE Festival Willingen 2019: Eightpins NGS 2

Eightpins Variostütze NGS 2 – Die zweite Generation

  • Ludwig Döhl
 • Publiziert vor 2 Jahren

Mit ihrer im Rahmen integrierten absenkbaren Sattelstütze hat Eightpins mit Liteville schon letztes Jahr für Aufsehen gesorgt. Jetzt kommt die erste Evolutionsstufe der innovativen Variostütze.

Technisch gesehen scheint sich das Mountainbike seinem Horizont zu nähern. Carbon, Scheibenbremsen, schluckfreudige Fahrwerke – gibt es alles schon. Pessimisten würden sagen: In den nächsten Jahren ist keine bahnbrechenden Innovationen für Mountainbiker zu erwarten. Die Fahrradindustrie stimmt jedoch andere Töne an.

Schon in Riva war am Beispiel der Stoll-Studie  zu sehen, mit was sich Bike-Designer und -Ingenieure in den kommenden Jahren beschäftigen werden. Es geht immer mehr darum, das Rad nicht nur gut, sondern mit pfiffigen Lösungen auch besonders schön, vielleicht sogar zum Designobjekt zu machen. Die Systemintegration von einzelnen Bauteilen wird in diesem Prozess eine wichtige Rolle einnehmen. Die in den Rahmen integrierte Eightpins-Sattelstütze vereint sogar optische Reize mit technischen Vorteilen. In Willingen zeigten die Österreicher am Liteville-Stand die zweite Generation ihrer integrierten Stütze.

Das ändert sich bei der neuen Eightpins-Sattelstütze

Der größte Vorteil der neuen Stütze gegenüber der Vorgängerversion  ist, dass sie nicht mehr abgesägt werden muss, um auf die korrekte Sitzhöhe zu kommen. Bei der zweiten Generation lässt sich die maximale Auszugslänge und damit die Sattelhöhe mit einem Handgriff ganz einfach über ein integriertes Tool anpassen. Zur Wahl stehen inzwischen sechs Basisgrößen von XS bis XXL.

Die größte Änderung der neuesten Eightpins-Stütze: Man kann die Sattelhöhe jetzt mit diesem Stellrad sowie einem integriertem Tool anpassen und muss nicht mehr die Metallsäge bemühen.

Tools in Achsen zu verstecken ist eine Spezialität von Liteville. Hier steckt das Werkzeug für die Anpassung der Sitzhöhe.

In Größe S hat die MTB-Variostütze beispielsweise maximal 192 Millimeter Hub. Wer so viel Beinfreiheit nicht braucht, kann den Hub, diesmal allerdings mit zwei Handgriffen, um 102 Millimeter (XS-M) bzw. um bis zu 132 Millimeter (XXL) werkzeuglos reduzieren. Das Gewicht des Systems bleibt im Vergleich zur Ur-Version weitestgehend gleich.

Allerdings hat Eightpins an der Lagerung und vor allem der Dichtung nochmal gearbeitet, um die Wartungsintervalle geringer zu halten. Der Dichtgummi zwischen Rahmen und Stütze liegt jetzt über einem kleinem Ölreservoir, dass die Stütze bei jedem Ein- und Ausfahren durchläuft. So soll weniger Dreck ins System kommen und Reibung reduziert weden. Das Ölreservoir kann über einen außenliegenden Nippel neu befüllt werden.

Die Überlastkupplung, welche ein Verdrehen des Sattels im Sturtzfall ermöglicht, wurde ebenfalls minimal verbessert. Unterm Strich kann man sagen: Mit der zweiten Generation ist die Eightpins-Sattelstütze erwachsen geworden. Aktuell wird das System nur in Liteville Bikes verbaut, allerdings sei man mit anderen Fahrrad-Herstellern bereits in Kontakt.

Das Tauchrohr der Stütze, an dem der Sattel befestigt ist, kann ganz einfach aus dem Rahmen gezogen werden. In ihm steckt keine Technik.

Offenes Stützen-Herz: Die Technik des System verbleibt im Rahmen.

Analog zur Federgabel: Unter dem Dichtring liegt ein ölgetränkter Filzring, der beim Ein- und Ausfahren das Tauchrohr schmiert.

Abschmiernippel: Hier lässt sich das Ölreservoir auffüllen, das den Filzring unterhalb der Staubdichtung tränkt.

Bei der neuen Generation der Eightpins-Sattelstütze muss kein Ende mehr auf Länge gebracht werden. Die Sitzhöhe lässt sich einstellen.

Die Eightpins-Sattelstütze nutzt das Sitzrohr des Rahmens mit, welcher also dementsprechend konstruiert sein muss. Aktuell wird die Eightpins in Liteville-Bikes verbaut, wie hier dem 301. Man sei aber mit mehreren Herstellern für das kommende Modelljahr im Gespräch.

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