Specialized Epic 2021

Specialized Epic: Legendäres Race-Fully neu aufgelegt

  • Max Fuchs
 • Publiziert vor 5 Monaten

Geometrie-Update, geringeres Gewicht und überarbeitetes Brain: Specialized adressiert das neue Epic ganz klar an Treppchenjäger. Wir konnten das 11599 Euro teure Race-Fully (S-Works) bereits testen.

Das legendäre Epic hat bei Specialized eine lange Tradition: Seit der Einführung vor 20 Jahren gilt es als Rennwaffe der Extraklasse. Bis heute fuhren Profis aus aller Welt mit dem Race-Fully über 100 bedeutende Siege ein. Für das Modelljahr 2021 haben die Kalifornier das Epic überarbeitet. Leichter, steifer und stärker in der Abfahrt will der Neuling laut Hersteller sein. Auch die Evo-Version des Epic ist neu zum Epic Evo

Allein der Anblick des neuen Epics treibt Race-Piloten Freudentränden in die Augen. 

BIKE konnte mit dem neuen Specialized Epic bereits ausgiebig Trail-Kilometer sammeln.

Das neue Brain – noch intelligenter?

Das Brain-Federungssystem macht auch in diesem Jahr den Lockout-Hebel am Lenker überflüssig. Wie das funktioniert? Das intelligente Fahrwerk unterscheidet mit einem Trägheitsventil zwischen dem Impuls von oben durch das Treten und den Impulsen von unten durch Unebenheiten auf dem Trail. Für effektives Treten strafft das Brain Gabel und Dämpfer. Für ruppige Passagen gibt das „Gehirn“ den kompletten Federweg frei. Die neue Generation will sogar dazugelernt haben. Vom überarbeiteten Trägheitsventil versprechen sich die US-Amerikaner eine bessere Haltbarkeit, längere Wartungsintervalle und ein feineres Ansprechverhalten. Die Brain-Dämpfer kommen weiterhin von Rockshox – modifziert durch die Specialized-Technologie.

Das Öl des Brain-Systems fließt direkt durch einen Steg der Dämpferbefestigung in die Leitung.

Perfekt in die Kettenstrebe integriert sitzt das Brain für ein besseres Ansprechverhalten hinter der Hinterradachse.

Auch in der SID SL Ultimate-Gabel steckt die intelligente Specialized-Technologie.

In diesem Jahr nicht mehr am Dämpfer: das Autosag-Ventil.

Auch die Sensibilität des Brain-Systems regelt der Fahrer weiterhin in fünf Stufen. Die Position von Brain-Reservoir samt Ausgleichsbehälter sitzt wie beim Vorgängermodell hinter der Hinterradachse.

Die Fakten zum neuen Specialized Epic (MJ 2021)

  • Rahmenmaterial: Carbon
  • Federweg: 100 Millimeter
  • 29-Zoll-Laufräder
  • Gewicht: ab 9,65 Kilo in Größe L (BIKE-Messung)
  • Rahmengewicht ohne Dämpfer: 1441 Gramm (BIKE-Messung)
  • drei Modelle von 4299 Euro bis 11599 Euro
  • Extras: SWAT-Minitool

Der Rahmen des neuen Specialized Epic: Leichter und steifer!

Alle neuen Epic-Modelle setzten auf einen Vollcarbon-Rahmen. Das Top-Modell S-Works verwendet eine leichtere Carbon-Fasern als die günstigeren Comp- und Expert-Modelle. So drücken die Ingenieure das Rahmengewicht ohne Dämpfer um weitere 40 Gramm. Mit 1441 Gramm dürfte der S-Works-Rahmen zu den leichtesten MTB-Fully-Rahmen auf dem Markt zählen. Das Gesamtgewicht liegt laut unserer Laborwaage bei 9,65 Kilo. Beim Vorgänger-Epic pendelte sich die Anzeige bei exakt 9,71 Kilo ein. Zudem soll der Hinterbau 15 Prozent steifer sein. Grund dafür ist die neue Dämpferaufhängung aus Carbon.

An allen Modellen drehen sich am Vorderrad 180-Millimeter-Bremsscheiben.

Das aufgräumte Cockpit an der S-Works Epic-Variante gefällt auf Anhieb. Dem Brain sei Dank.

Natürlich mit an Bord: das SWAT-Minitool am Flaschenhalter.

Am Vollcarbon-Rahmen spart Specialized 40 Gramm im Vergleich zum Vorgänger.

50 Zähne zählen wir am größten Ritzel der Eagle-Kassette.

Die Geometrie: Für den Downhill optimiert

Auch in Sachen Geometrie bleibt Specialized am Puls der Zeit. Um den immer härteren Ansprüchen der Worldcup-Strecken gerecht zu werden, konstruieren die Entwickler ihre jüngste Kreation noch länger und flacher. Der Reach wächst um 1,4 Zentimeter (470 Millimeter in Größe L). Der Lenkwinkel flacht um zwei Grad ab (67,5 Grad). Dank der kurzen 433er-Kettenstreben huscht das Heck spielerisch um enge Kurven.

Die Geometriedaten des Specialized Epic im Überblick.

Specialized Epic 2021: Die Modelle

Das Top-Modell S-Works Epic für 11599 Euro.

Nur das Beste ist gut genug: Das S-Works Epic schaltet mit der elektronischen Sram AXS.

Der Quarq-Powermeter sorgt am Top-Modell für präzise Leistungsmessungen.

Das höchste der Gefühle bietet das S-Works Epic für 11599 Euro. Doch das Preisschild versetzt dem Sparbuch einen herben Schlag. Dafür kommt das Top-Modell mit einer lupenreinen, elektronischen Sram-AXS-Schaltung, rollt auf Roval Control SL-Laufrädern und sämtlichen Carbon-Anbauteilen über den Trail. Das Fahrwerk besteht aus dem Rockshox/Specialized Brain-Dämpfer und der SID SL Ultimate Brain-Gabel – ebenfalls von Rockshox. An der Kurbel sorgt ein Quarq-Powermeter für präzise Leistungsaufzeichnungen.

Das Specialized Epic Comp für 4299 Euro.

Den Einstieg in die Epic-MTB-Linie bietet Specialized ab 4299 Euro mit dem Comp-Modell. Hier schaltet der Pilot auf einer Shimano SLX-Gruppe. Der Dämpfer arbeitet auch hier mit der Brain-Technologie. Die Reba RL-Gabel hingegen kommt nur mit einem Lockout oben an der Gabel.

Das Expert-Modell des Specialized Epic 29 für 6499 Euro.

Dazwischen reiht sich das das 6499 Euro teure Specialized Epic Expert ein. Die Sram X01 Eagle-Schaltgruppe sorgt hier für präzise Gangwechsel. Gabel und Dämpfer denken mit der Brain-Technologie an diesem Modell wieder selbst. Die Roval Control Carbon-Laufräder runden das hochwertige Gesamtpaket ab.

Das S-Works Epic im Praxistest

Wir haben das neue S-Works Epic im Duell gegen das Cannondale Scalpel aufs Härteste getestet.

Wir haben das S-Works Epic im Test-Duell gegen das Cannondale Scalpel antreten lassen. Den ausführlichen Test mit allen Fahr- und Messwerten lest ihr in BIKE 8/2020 – ab 7. Juli im Handel.

Themen: 29 ZollBIKE 8/2020CarbonEpic 29MarathonNeuheiten 2021Race-FullySpecializedS-WorksVideo


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