Das erste Niner-Bike mit 27,5-Zoll-Rädern [Video] Das erste Niner-Bike mit 27,5-Zoll-Rädern [Video] Das erste Niner-Bike mit 27,5-Zoll-Rädern [Video]

Eurobike 2019: Niner RIP RDO in 27,5 und 29 Zoll

Das erste Niner-Bike mit 27,5-Zoll-Rädern [Video]

  • Ludwig Döhl
 • Publiziert vor 2 Jahren

Niner verabschiedet sich von seinen Wurzeln und bricht mit der Firmen-Tradition. Das RIP RDO 27,5 ist das erste All Mountain mit kleinen 27,5-Zoll-Laufrädern von Niner. Kann das gut gehen?

Der Markenname Niner kommt nicht von ungefähr: Seit der Firmengründung bestand die Modellpalette ausschließlich aus 29er-Bikes. Die Vorstellung ihres ersten Bikes mit 27,5-Zoll-Laufräder kommentiert Niner selbstironisch mit: "WTF?" Das ist Ghetto-Slang und bedeutet "What the F..?" Oder auf Deutsch übersetzt: "Was, zum Teufel, ist das?" Es scheint, als glaubten die Macher fast selbst nicht daran, dass das Niner RIP RDO 27,5 gut funktionieren würde. Wir haben uns das All Mountain mit 150 Millimetern Federweg deshalb geschnappt und bei den Eurobike Media Days am Kronplatz überprüft, wie sich ein Niner mit 27,5-Zoll-Laufrädern fährt.

Das neue Niner RIP RDO gibts zum ersten Mal in der Geschichte von Niner auch mit 27,5-Zoll-Laufrädern. Natürlich gibt es aber auch eine 29er-Version des All Mountain-Bikes. Gemeinsam haben beide Varianten die 150-Millimeter-Gabel und 140 Millimeter Federweg im Heck.

Die technischen Daten des Niner RIP RDO

Eines vorweg: Der Bruch mit der Tradition ist nicht absolut. Wie fast alle neuen Bikes kommt auch das neue Niner RIP RDO wahlweise mit 27,5- oder 29-Zoll-Laufrädern. Allerdings kann man den 27,5-Zoll-Rahmen nicht wie bei anderen Herstellern mit einem Adapter auf 29-Zöller umrüsten. Niner hat für jede Laufradgröße einen eigenen Hinterbau konstruiert.

Faktencheck: Ja, es stecken tatsächlich 27,5-Zoll-Laufräder im neuen Niner Bike.

Klassiker: Die You-Are-What-You-Drink-Aheadkappe mit dem persönlichen Lieblings-Kronkorken gehört zu Niner wie der Spruch: Pedal, damn it! Der kurze Vorbau sorgt für ein direktes Handling.

Der zusätzliche Käfig um den Dämpfer soll den Rahmen deutlich stablier machen. Wie alle vorherigen Niner-Fullys setzt auch das neue RIP RDO auf den sogenannten CVA-Hinterbau (CVA: Constantly Varying Arc). Das geschlossene hintere Rahmendreieck rotiert über zwei Umlenkhebel um einen virtuellen Drehpunkt.

Sowohl das 29er, als auch das 27,5er-Bike haben eine Gabel mit 150 Millimeter Federweg. Im Heck stehen 140 Millimeter Federweg zur Verfügung. Die zusätzliche Brücke vor dem Dämpfer soll den Carbonrahmen deutlich steifer als bei der Vorgängerversion machen. Mit 66 Grad Lenkwinkel, 465 Millimetern Reach (in Größe L) und 429 Millimeter langen Kettenstreben (beim 27,5er-Modell) geht Niner bei der Geometrie kein Risiken ein, sondern orientiert sich an dem Marktüblichen. Das Niner RIP RDO ist in den Größen S, M und L und ab sofort verfügbar. Preise für Komplett-Bikes starten ab 4500 Euro.

So fährt sich das erste 27,5-Zoll-Bike von Niner

Bergauf sitzt man zwar etwas aufrecht auf dem Bike, dennoch klettert es adäquat.

Unabhängig von der Laufradgröße fällt eins sofort auf. Der Niner-Hinterbau und die 36er-Gabel von Fox arbeiten extrem feinfühlig. Das Fahrwerk schluckt souverän selbst große Bremswellen oder dicke Gesteinsbrocken. Im Gegensatz zu den vielen All Mountains, die immer laufruhiger werden, wieselt das Niner RIP RDO mit seinen 27,5-Zoll-Laufrädern leichtfüßig durch die Kurven. Seine verspielte Geometrie lädt zu spontanen Sprungeinlagen ein. Nach nur einer Abfahrt trauen wir uns ein erstes Urteil abzugeben: Niner kann auch Bikes mit 27,5-Zoll-Laufrädern bauen.

Themen: 27.5 Zoll29 ZollAll MountainEurobike_2019Eurobike Media DaysNeuheiten 2020Niner BikesVideo


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