Cannondale Neuheiten: Topstone Carbon Lefty

Cannondale bringt Gravel-Bike mit Lefty-Gabel

  • Stefan Loibl
 • Publiziert vor 6 Monaten

Cannondale zeigt mit dem Topstone erstmals ein Gravel-Bike mit Lefty-Federgabel und breiten 27,5-Zoll-Reifen. Damit rücken die „Schotterstraßen-Rennräder“ immer näher an MTB-Hardtails heran.

Beim Sea Otter-Festival 2019 sorgte Niner mit einem vollgefederten Gravel-Bike für Aufregung. Prompt gewann das MCR 9 RDO – wie das Gravel-Fully mit 50 Millimetern Federweg heißt – bei der Eurobike 2019 einen Eurobike-Award. Nun stößt auch Cannondale das Tor in diese Fahrradnische auf und bringt sein Gravel-Bike Topstone erstmals mit einer Federgabel. Aber nicht mit irgendeiner, sondern mit einer einarmigen Lefty. Lediglich 30 Millimeter Federweg haben die Cannondale-Ingenieure in die sogenannte Lefty Oliver mitgegeben. Klingt wenig, aber das sind Welten im Vergleich zu starren Carbon-Gabeln. Neben Niner gibt es auch andere Hersteller wie Lauf oder Specialized, die ihren „Schotterpisten-Rennräder“ eine Extraportion Komfort einhauchen. Bestes Beispiel ist das brandneue Diverge von Specialized mit seinem unterm Vorbau sitzendem Federelement Future-Shock-2.0, das bis zu 20 Millimeter Federweg am Lenker bietet. Einen Schritt weiter geht nun aber Cannondale, indem die US-Amerikaner dem Gravel-Bike Topstone eine richtige Federgabel verpassen. Und aus dem Mountainbike-Bereich wissen wir: die Lefty Ocho ist eine richtig gute Federgabel. Dass sie sehr steif ist und butterweich anspricht, das hat sie im letzten BIKE-Federgabeltest erneut bewiesen. Für die Lefty Oliver (1340 Gramm) hat Cannondale die Zugstufen-Einstellbereich deutlich erweitert. Zusätzlich kommt die Mini-Lefty mit Lockout und werkzeuglos zu bedienender Bremsaufnahme, mit der der Ausbau des Vorderrads schnell und einfach geht.

Das Gravelbike-Fully mit Variostütze von Niner: das MCR 9 RDO.

Rechts das Topstone Carbon als „normales“ Gravel-Bike mit 700C-Laufrädern und Carbon-Starrgabel, links die neue Version mit breiten 27,5-Zoll-Laufrädern und der Lefty Oliver-Federgabel. 

Ungewöhnlicher Anblick an einem „Schotterstraßen-Rennrad“: die Lefty-Federgabel war bislang Mountainbikes vorenthalten. Früher baute Cannondale die Lefty auch für langhubigere Bikes, mittlerweile gibt es die Lefty Ocho nur noch mit 100 Millimeter Federweg.

27,5-Zoll-Laufräder mit 47 Millimeter breiten Reifen

Zum Federweg der Gabel kommen weitere Komponenten hinzu, die den Komfort verbessern sollen. Bei der Reifenbreite stößt das Topstone Lefty mit 47 Millimetern in Mountainbike-Konventionen vor. Auch der Hinterbau soll ordentlich Flex mitbringen. Dank einem im Sitzrohr eingebautem Drehpunkt dürfte es etwa in „Sitzkomfortsphären“ vorstoßen wie Softtails – etwa ein BMC Teamelite oder Trek Procaliber . Mit dieser Kombi aus Front- und Heckfederung will Cannondale Schläge und Vibrationen spürbar dämpfen, ohne gleichzeitig das Gewicht durch Dämpfer, Wippen oder Umlenkungen in die Höhe zu treiben.

Kingpin nennt Cannondale die beweglich am Sitzrohr gelagerten Sitzstreben, die für Sitzkomfort sorgen. 

Zwei Modelle des Topstone mit Lefty-Gabel bringt Cannondale in die Shops. Das Topmodell * mit elektronischer Sram Force-Gruppe, Carbon-Lefty Oliver und Carbon-Laufrädern kostet stolze 7500 Euro. Das zweite Gravelbike mit Lefty-Gabel (1610 Gramm als Alu-Version) ist das Topstone Carbon Lefty 3 * für 3799 Euro. Es kommt mit 1x11 Shimano GRX-Schaltung (40; 11-42), 47 Millimeter breiten WTB-Reifen und hydraulischen GRX-Scheibenbremsen. An zwei weiteren Details sieht man, dass das Topstone modernen Mountainbikes immer näher kommt: Zum einen sitzt über dem Kettenblatt eine Kettenführung, zum anderen lassen sich in den Carbon-Rahmen auch absenkbare Sattelstützen (27,2 mm) nachrüsten.

3799 Euro kostet das neue Cannondale Topstone Carbon 3 mit Lefty-Gabel z.B.  hier erhältlich *

Das Topmodell: das Topstone Carbon Lefty 1 für 7500 Euro z.B. hier erhältlich *


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Themen: 27.5 ZollCannondaleFedergabelFederungGravel-BikeleftyNeuheiten 2021


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