Marathon-WM: Titel für Páez (COL) und Schweizerin Forchini Marathon-WM: Titel für Páez (COL) und Schweizerin Forchini Marathon-WM: Titel für Páez (COL) und Schweizerin Forchini

Marathon-WM 2020: Rennbericht

Marathon-WM: Titel für Páez (COL) und Schweizerin Forchini

  • Stefan Loibl
 • Publiziert vor einem Monat

Bei ihrer ersten Marathon-WM holt die Schweizerin Ramona Forchini im türkischen Sakarya überraschend den Titel. Bei den Herren triumphiert erneut der Kolumbianer Paez, vor Tiago Ferreira und Martin Stosek.

Bei ihrer allerersten Teilnahme an einer Mountainbike-Marathon-Weltmeisterschaft sorgte die Schweizerin Ramona Forchini am Sonntag für eine Überraschung und holte sich das Regenbogentrikot im türkischen Sakarya . Bei den Männern verteidigte Héctor Leonardo Páez, der Vorjahressieger aus Kolumbien, erfolgreich seinen Weltmeistertitel und demonstrierte mit einem starkem Rennen von vorne, dass er derzeit auf der Langdistanz der stärkste ist.

Damen: Zweikampf bis zur Zielgerade – Dohrn auf Rang 6

In Abwesenheit der Marathon-Weltmeisterin 2019 und amtierenden XC-Weltmeisterin Pauline Ferrand-Prévot (FRA) war bereits vor dem Start klar: Das Regenbogentrikot würde in der Türkei den Besitzer wechseln. Zu Beginn des 80,9 km langen Frauenrennens zählten Blaža Pintarič (SLO) und die Südafrikanerin Robyn de Groot, beides Medaillengewinnerinnen des Vorjahres, zum engsten Favoritenkreis. Beide fuhren am Wendepunkt der ersten von zwei Runden noch in der Spitzengruppe, in der auch Forchini und die 36-jährige Polin Maja Wloszczowska vertreten waren. Als die Frauen in die zweite Runde starteten, war de Groot von den fünf führenden Frauen leicht distanziert: Forchini, die Schweizerin Ariane Lüthi, Wloszczowska, Pintarič und die Ukrainerin Yana Belomoina. De Groot lag elf Sekunden zurück mit Isla Short aus Großbritannien.

Ramona Forchini konnte ihren Vorsprung auf die Polin Maja Wloszczowska ins Ziel retten und jubelt.

In der Mitte der letzten Runde setzte sich das Trio aus Forchini, Wloszczowska und Belomoina an die Spitze, aber Belomoina fiel bald aus der Gruppe. Dann war klar, dass es ein Zweikampf um den WM-Titel werden würde. Forchini und Wloszczowska arbeiteten zusammen, bis Forchini die Sache selbst in die Hand nahm und sich ein paar Meter von Wloszczowska absetzen konnte. Sie hielt ihren Vorsprung und überquerte nach 3:42.18 Stunden eine Sekunde vor der Marathon-Weltmeisterin von 2003 die Ziellinie. Für Forchini ist es nach ihrem U23-Weltmeistertitel im Cross Country im Jahr 2015 der größte Erfolg. Ariane Lüthi holte mit Bronze die zweite Medaille für die Schweiz. Stefanie Dohrn vom Team Centurion Vaude wurde für eine starke Schlussrunde mit dem sechsten Platz belohnt, Adelheid Morath wurde als zweite Deutsche im Damenfeld Zehnte.

Das Ergebnis der Frauen bei der UCI MTB-Marathon-Weltmeisterschaft 2020.

Herren: Machtdemonstration von Páez

Héctor Leonardo Páez galt als Top-Favorit beim Start des 110 Kilometer langen Herrenrennens, das über drei Runden ging. Und der 38-jährige Kolumbianer enttäuschte nicht. Der Vorjahresweltmeister, der seit 2006 auch ein Mal Silber und drei Bronzemedaillen geholt hatte, gewann in 4:19,50 Stunden und einem Vorsprung von 2:20 Minuten gegenüber Tiago Ferreira (POR). Der Tscheche Martin Stosek holte sich die Bronzemedaille.

Bereits in der ersten Runde, als die Spitzengruppe noch groß war, dominierten Ferreira (vorne rechts), Páez und die beiden Tschechen Stosek und Hynek (blaue Trikots) das Tempo.

Eine große Gruppe von 18 Fahrern war nach der ersten Runde noch beisammen, am Ende der zweiten Runde schrumpfte diese jedoch auf ein Quintett . Neben den drei Medaillengewinnern waren noch der Italiener Juri Ragnoli und Kristian Hynek, WM-Zweiter von 2019, dabei.

In der dritten und letzten Runde beschloss Páez zu zeigen, wer der Boss ist. Bei einer Tempoverschärfung konnten erst nur Stosek und Ferreira dranbleiben, wenig später konnten auch sie das hohe Tempo des Kolumbianers bergauf nicht mehr mitgehen. Páez baute seinen Vorsprung bis zum Ziel kontinuierlich aus. Dahinter fuhr Stosek den Rest der letzten Runde auf Rang zwei, aber Tiago Ferreira, Marathon-Weltmeister von 2016, verlor nie den Kontakt. Auf den letzten Kilometer überholte Ferreira den Tschechen noch und sicherte sich damit Silber.

Ein weiteres Jahr darf Héctor Leonardo Páez bei Marathon-Rennen das Regenbogentrikot tragen. Links Tiago Ferreira und rechts der Drittplatzierte Martin Stosek.

Das Ergebnis der Frauen bei der UCI MTB-Marathon-Weltmeisterschaft 2020.

Themen: LangstreckeMarathonRennberichtTürkeiUCI Mountainbike WMWeltmeisterschaften


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