E-Bike ohne “E”Pole Bikes Vikkelä

Tim Folchert

 · 08.11.2022

E-Bike ohne “E”: Pole Bikes VikkeläFoto: Hersteller
Der CNC-gefräste Hinterbau des neuen Pole Bikes stammt aus dem E-Bike. Er soll aber auch im neuen Super-Enduro Vikkelä auf rasanten Downhills nicht im Stich lassen.

Pole Bikes setzen in ihrer neuesten MTB-Schöpfung Vikkelä auf den Hinterbau aus dem E-Bike Voima. So wollen die CNC-Experten aus Finnland ihr Super-Enduro noch potenter machen.

Die Edelschmiede Pole Bikes aus Finnland geht eigene Wege. Ihre Bike-Rahmen kommen aus der CNC-Fräse. Der Vorteil: Materialstärken können sehr genau angepasst werden. An Stellen, wie dem Lenkkopf oder dem Tretlager kann dickeres Material zum Einsatz kommen als am wenig beanspruchten Unterrohr. So kann bei gleicher Steifigkeit Gewicht gespart werden.

Für die Herstellung sind allerdings riesige Aluminium-Blöcke nötig, von welchen ein Großteil des Materials in winzige Späne verwandelt wird. Das macht dieses Verfahren sehr teuer. Doch die Finnen von Pole Bikes halten daran fest. Ihre neueste Kreation heißt Vikkelä und kommt mit stolzen 190 Millimetern Federweg. Auch wenn sich der Hinterbau im Vergleich zum Pole Tamina ändert: die “Long and Slack” - Philosophie ist geblieben.

Verlagssonderveröffentlichung

Einstellbarer Flex am Hinterbau des Pole Bikes

Durch die unterschiedlichen Hinterbauachsen soll sich der Flex im Hinterbau exakt einstellen lassen.Foto: Hersteller
Durch die unterschiedlichen Hinterbauachsen soll sich der Flex im Hinterbau exakt einstellen lassen.

Das Super-Enduro Vikkelä und das E-Bike Voima wurden parallel entwickelt und basieren auf der selben Basis. So ist auch der Hinterbau und der Federweg von 190 Millimetern in Front und Heck identisch. Die zusammengelegten Ketten- und Sitzstreben sind nicht miteinander verbunden. Doch geht dadurch nicht die Steifigkeit verloren? Pole Bikes-Chef Leo Kokkonen sieht darin aber Vorteile. Denn der seitlich flexende Hinterbau soll Hindernissen besser ausweichen als steifere Hinterbauten. Ein cleveres Detail sind die austauschbaren Hinterbauachsen. Die erhältlichen Racing-Achsen sollen 30 % steifer sein als die Standard-Achsen. So soll sich der Hinterbauflex einstellen lassen können.

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Das Vikkelä ist die neueste Schöpfung des Pole-Gründers Leo Kokkonen und kommt mit dem gleichen Hinterbau, wie das E-Bike Voima.

Bodenfreiheit satt

Tiefe Tretlager liegen im Trend. So steht der Fahrer tiefer im Rad und auch der Schwerpunkt wandert nach unten. Das sorgt für ein “im Rad stehen”-Gefühl. Auch hier geht Pole Bikes mit dem Vikkelä einen anderen Weg. Denn das Tretlager befindet sich auf gleicher Höhe wie die Radachsen. Pole-Chef Leo Kokkonen sieht darin einen Vorteil für das Handling des extrem langen Bikes. Indem sich der Fahrer besser auf dem Rad hoch und runter bewegen kann. Außerdem steigt dadurch die Bodenfreiheit. Wichtig, vor allem in sehr ruppigem Gelände und schnellen Kurven.

Neben Gold: Storm-Grey heißt die Eloxal-Farbe bei Pole Bikes.Foto: Hersteller
Neben Gold: Storm-Grey heißt die Eloxal-Farbe bei Pole Bikes.

Pole Bikes Vikkelä: 190 Millimeter Federweg und trotzdem agil?

So viel Federweg ist fast eines Downhill-Bikes würdig. Dennoch wollen die Finnen das Vikkelä so konstruiert haben, dass sich die riesige Menge an Federweg dennoch aktiv fahren lässt. Dank der E-Bike-Kinematik. Zu haben ist das Vikkelä-Komplettbike ab 5409,67 Euro. Das Rahmenset gibt es ab 3861,29 Euro. Je nach Ausstattung soll das Vikkelä zwischen 14 und 17 Kilogramm wiegen.

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Typisch Pole: Extrem lang und flach. 63,5 Grad Lenkwinkel, gepaart mit einem Reach von riesigen 510 Millimetern in Größe K3 (L) und 455 Millimeter lange Kettenstreben machen das Vikkelä zum Stabilitätsmonster.

Die Fakten im Überblick:

  • Rahmenmaterial: Aluminium (CNC-gefräst)
  • Federweg: 190 Millimeter (vorne und hinten)
  • Gewicht: 14-17 Kilogramm (Herstellerangaben)
  • Größen: K1, K2, K3, K4
  • Preis: ab 5409,67 Euro / 3861,29 Euro (Rahmenset)
  • Mehr Infos unter: polebicycles.com

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