Cannondale Jekyll 1Das Enduro mit Freeride-Genen im Test

Laurin Lehner

 · 01.08.2022

Cannondale Jekyll 1: das Enduro mit Freeride-Genen im TestFoto: Wolfgang Watzke
Cannondale Jekyll 1: das Enduro mit Freeride-Genen im Test
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Das Cannondale Jekyll kennen wir gut. Für das Duell gegen Pivots Firebird scheuchten wir es über jede Menge Parkabfahrten und sortierten es in der Kategorie Freeride ein.

Der Hub spricht allemal für die Kategorie Freeride. Der Hersteller nennt das Bike Long-Travel-Enduro. Die Ausstattung lässt kaum Wünsche offen. Fox-Factory-Fahrwerk, Sram-Code-Bremsen mit großen Scheiben, bewährte Reifen-Kombi. Check! Eyecatcher sind das geteilte Unterrohr, der schicke Effektlack und die High-Pivot-Konstruktion.

Auf unserer Teststrecke im Bikepark Geißkopf wirkt das Jekyll übermotorisiert, pumpt sich träger durch flachere Passagen als andere Bikes und giert nach Bodenhaftung. Anders auf steilen, zornigen Abschnitten: Dann erzeugt das Bike viel Sicherheit und bügelt mit dem feinfühlig, potenten Fahrwerk alles platt. Kurzum: Das Cannondale Jekyll ist eher Spezialist als Alleskönner. Unsere Racer im Testfeld bemängelten das gewöhnungsbedürftige Lenkverhalten aufgrund des superkurzen 35-Millimeter-Vorbaus. Uphills lassen sich trotz Pummelgewicht meistern. Der Hinterbau besitzt zwar keine Plattform, wippt aber auch im offenen Modus kaum. Das Test-Duell gegen das Pivot Firebird haben wir in der FREERIDE 4/21 veröffentlicht.

Verlagssonderveröffentlichung
Das Cannondale Jekyll 1 in Aktion.Foto: Wolfgang Watzke
Das Cannondale Jekyll 1 in Aktion.

PLUS: Komfortables Fahrwerk, gutmütige Geo

MINUS: spitzer Einsatzbereich, träges Handling

Fazit zum Cannondale Jekyll 1:

Souverän, sicher, schnell. Das Jekyll erzeugt massig Grip und nimmt dem Piloten viel Arbeit ab. Auf zahmeren Abfahrten vermissten wir Popp und Feedback vom Untergrund.

  Wolfgang Watzke, Tester: “Das Jekyll besitzt ein erstklassiges Fahrwerk, das sehr gut anspricht und viel Tempo zulässt. Es ist mehr Freerider als Enduro – das sollte man wissen.”Foto: Wolfgang Watzke
Wolfgang Watzke, Tester: “Das Jekyll besitzt ein erstklassiges Fahrwerk, das sehr gut anspricht und viel Tempo zulässt. Es ist mehr Freerider als Enduro – das sollte man wissen.”

Technische Daten Cannondale Jekyll 1 2022

  • Material / Größen: Carbon / S, M, L, XL (getestete Größe L)
  • Preis: 6499 Euro >> hier erhältlich*
  • Gewicht ohne Pedale: 15,7 kg
  • Federweg: 170 / 165 mm
  • Gabel / Dämpfer: Fox 38 Float Factory / Float X2 Factory
  • Kurbeln / Schaltung: Sram GX Eagle / Sram GX Eagle
  • Bremsanlage: Sram Code RSC
  • Laufräder: WTB KOM Trail i30-Felgen; Sram/NoName-Naben
  • Reifen: Maxxis Assegai 3C MaxxTerra Exo+ 2,5 / Minion DHR2 MT 2,4
  • Reach: 471 mm
  • Stack: 649 mm
  • BB-Drop: –31 mm
  FREERIIDE-Empfehlung zum Cannondale Jekyll 1Foto: FREERIDE Testabteilung
FREERIIDE-Empfehlung zum Cannondale Jekyll 1

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