Giant Trance X 2 - Test All Mountain Bikes 2022

Peter Nilges

 · 25.07.2022

Giant Trance X 2 - Test All Mountain Bikes 2022Foto: Max Fuchs
Die gruppenlosen Shimano-Bremsen liegen unterhalb des Niveaus der Testgruppe und dürften gerne kräftiger zupackenGiant Trance X 2

Vom Giant Trance X konnten wir bereits eine teurere Carbon-Variante Advanced Pro 2 im Frühjahr testen. Die staubte damals sogar den Testsieg ab. Umso gespannter waren wir auf das rund 2000 Euro günstigere Trance X2 mit Alu-Rahmen.

Das Trance X 2 verfügt über die gleiche Geometrie wie das teure Carbon-Pendant, das wir in BIKE 3/22 getestet haben, mit langem Reach, tiefem Tretlager und langem Radstand. Die Sitzposition fällt entsprechend ausgewogen bis leicht sportlich aus. Der 77 Grad steile Sitzwinkel bringt genügend Druck aufs Vorderrad, um steile Passagen im Sattel zu erklimmen. Bei offenem Dämpfer pumpt der Hinterbau im Wiegetritt. Die Dämpferplattform beziehungsweise das Lockout sorgen aber für Ruhe.

Bei der Ausstattung geizt das Giant Trance X 2

Mit 15,6 Kilo inklusive Pedalen liegt das Giant im Mittelfeld des Testfeldes. Im Vergleich zum teuren Carbon-Modell fällt der Rahmen rund 750 Gramm und das Komplett-Bike 1,9 Kilo schwerer aus. Die Laufräder werden schon ab Werk tubeless montiert und lassen sich gut beschleunigen. Bei der Ausstattung bildet das Trance zusammen mit dem Conway das Schlusslicht dieser Testgruppe. Die günstige Sram-SX-Schaltung mit geringer Bandbreite und die schwere Rockshox-35-Federgabel liegen unterhalb des Niveaus der Konkurrenz. Auch die günstigen Shimano-Bremsen verzögern nur mäßig in der Abfahrt.

Verlagssonderveröffentlichung

Aufgrund der laufruhigen Geometrie und der gelungenen Fahrposition mit tiefem Schwerpunkt giert das Giant Trance X bergab eigentlich nach Geschwindigkeit. Doch das günstige Fahrwerk (insbesondere die Gabel) kommt bei schneller Fahrt früh ans Limit, liegt unruhig und verhindert so, dass das Giant sein volles Potenzial entfalten kann. Trotz vorhandener Schwächen schafft das Trance den Spagat aus Up- und Downhill-Qualitäten.

 Die gruppenlosen Shimano-Bremsen liegen unterhalb des Niveaus der Testgruppe und dürften gerne kräftiger zupacken.Foto: Max Fuchs
Die gruppenlosen Shimano-Bremsen liegen unterhalb des Niveaus der Testgruppe und dürften gerne kräftiger zupacken.
 Der Gummischützer müsste bis über die Kante reichen. So gab es bereits früh Lackabplatzer.Foto: Max Fuchs
Der Gummischützer müsste bis über die Kante reichen. So gab es bereits früh Lackabplatzer.

Fazit zum Giant Trance X 2

Max Fuchs, BIKE-Redakteur: Bergauf zählt das Giant Trance X zu den besten Bikes im Testfeld und macht der All-Mountain-Kategorie Ehre. Durch die günstige Ausstattung und das etwas schwache Fahrwerk leidet jedoch die Downhill-Qualität.

Max Fuchs, BIKE-RedakteurFoto: Max Fuchs
Max Fuchs, BIKE-Redakteur

Technische Daten:

Allgemein

Messwerte

  • Gewicht o. Pedale: 15,25 kg
  • Federweg vorne / hinten: 148 / 142 mm

Ausstattung

  • Gabel: Rockshox 35 Gold RL Compression
  • Dämpfer: Fox Float DPS Performance
  • Kurbel: Sram SX Eagle
  • Schaltung: Sram SX Eagle 1 x 12
  • Übersetzung / Bandbreite: 30;  11–50 / 454 %
  • Bremsanlage / Disc (vorne / hinten): Shimano BR-MT 420 / 203 mm/ 180 mm
  • Teleskopstütze / Hub / Ø: Giant Contact Switch / 170 mm / 30,9 mm
  • Laufräder: Giant AM 29
  • Reifen: Maxxis Minion DHF / Dissector Exo Protection TR 29 x 2,50 / 2,40
  • Wartungsfreundlichkeit: mittel
Geometriedaten des Giant Trance X 2Foto: BIKE Testabteilung
Geometriedaten des Giant Trance X 2
CharakteristikFoto: BIKE Testabteilung
Charakteristik
Federkennlinien: Im Vergleich zur Gabel steht der Hinterbau etwas besser im Federweg. Dafür besitzt die Gabel mehr Hub.Foto: BIKE Testabteilung
Federkennlinien: Im Vergleich zur Gabel steht der Hinterbau etwas besser im Federweg. Dafür besitzt die Gabel mehr Hub.

Den vollständigen Test unserer All-Mountain Bikes finden Sie hier im Download:
Test All Mountains 2022 aus BIKE 7/2022

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