Update BundeswaldgesetzErleichterung: Die MTB-Community kann aufatmen!

Maik Schröder

 · 24.08.2024

Update Bundeswaldgesetz: Erleichterung: Die MTB-Community kann aufatmen!Foto: Max Fuchs
Erleichterung in der MTB-Community: Ein neuer Entwurf zum Bundeswaldgesetz gibt Entwarnung, was die Erlaubnis zum Befahren von Waldwegen angeht.
Im November des vergangenen Jahres hatte ein inoffizieller Entwurf zur Neuerung des Bundeswaldgesetzes für Unruhe in der Mountainbike-Welt gesorgt. Die DIMB gibt jetzt Entwarnung: Der neue Waldgesetz-Entwurf schützt Rechte der Radfahrer, und Mountainbiken in Deutschlands Wäldern bleibt erlaubt. Doch gibt es Einschränkungen?

Die Deutsche Initiative Mountainbike e.V. (DIMB) verkündet eine freudige Botschaft an ihre Mitglieder: Deutschlands Wälder dürfen weiterhin mit dem Mountainbike befahren werden. Das jedenfalls geht aus einem neuen Referentenentwurf zur Modernisierung des Bundeswaldgesetzes (BWaldG) hervor.

Der Entwurf aus dem letzten Jahr, der das Mountainbiken in Deutschlands Wäldern deutlich eingeschränkt hätte, sorgte damals in der MTB-Community für Aufsehen. In der Folge hatte die DIMB die Initiative ergriffen und sich gegen die angedachten Änderungen gewehrt. „Unserer Argumentation, die wir gemeinsam mit dem “Bike.Nature.Movement” und anderen Verbänden eingebracht haben, wurde beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft offensichtlich gehört und umgesetzt“, bewertet DIMB-Fachreferent Heiko Mittelstädt die Entwicklung.

Schilder wie diese werden nicht die Regel in deutschen Wäldern, so wie zunächst befürchtet. Doch nicht alles ist erlaubt.Foto: BIKE MagazinSchilder wie diese werden nicht die Regel in deutschen Wäldern, so wie zunächst befürchtet. Doch nicht alles ist erlaubt.

Neuer Entwurf zum Bundeswaldgesetz: Die wichtigsten Botschaften

Mittelstädt informiert im Namen der DIMB über die ersten Erkenntnisse zum neuen Entwurf, die durch verschiedene Quellen an die Öffentlichkeit gelangt waren. Demnach erfolgen keine Formulierungsänderungen in § 14, beschreibt die DIMB die Sachlage. Das bedeutet: die Zulässigkeit des Radfahrens auf allen Straßen und Wegen im Wald bleibt grundsätzlich erlaubt. „Die im ersten Entwurf angedachten Einschränkungen über verschiedene Kriterien zu definieren, welche Wege sich zum Radfahren eignen, sind nicht mehr enthalten. Auch die Länder werden Radfahren nicht mehr pauschal und ohne Begründung auf eigens ausgewiesene Wege beschränken können. Damit fallen zwei der von uns besonders kritisch beurteilten Inhalte weg“, führt Mittelstädt aus. Ein weiterer Erfolg: Das Tracken von Routen durch Waldbesucher dürfte in Zukunft nicht mehr als Ordnungswidrigkeit geahndet werden können. Das war nach dem ersten Entwurf vor gut einem Jahr noch befürchtet worden.


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Die DIMB begrüßt ausdrücklich, dass der neue Entwurf die Gleichrangigkeit der Waldfunktionen – Forstwirtschaft, Naturschutz und Erholung – betont. Das bestätigt, dass Maßnahmen zur Verbesserung der Erholungsfunktion weiterhin ein zentrales Ziel des Bundeswaldgesetzes bleiben. Allerdings könnte es noch Diskussionen geben, wenn es um die Frage geht, was sich noch in der Gesetzesbegründung an konkreten Formulierungen findet. „Hier warten wir die offizielle Verbändeanhörung ab und werden gegebenenfalls nochmals aktiv“, kündigt Mittelstädt an.

Der Wald darf weiter befahren werden - doch auch in Zukunft hat die DIMB viele Aufgaben vor sich, um Mountainbikern auch weiterhin eine Fahrt durchs Grüne zu ermöglichen.Foto: Henri LesewitzDer Wald darf weiter befahren werden - doch auch in Zukunft hat die DIMB viele Aufgaben vor sich, um Mountainbikern auch weiterhin eine Fahrt durchs Grüne zu ermöglichen.

Einschränkungen und die Rolle der DIMB in der Zukunft

Klar ist: Das neue Bundeswaldgesetz gibt es noch nicht. Wie die finale Version aussehen wird, ist also noch völlig offen - der neue Entwurf lässt aber hoffen, dass keine flächendeckenden Verbote drohen. Der Entwurf enthält außerdem keine Richtlinie zur Vereinheitlichung der Länderregelungen zum Radfahren. Dies bleibt ein wichtiges Anliegen, um das sich die DIMB auch in Zukunft kümmern wird. „Wir werden uns auch in Zukunft auf Länderebene für die Interessen der Mountainbikerinnen und Mountainbiker einsetzen“, versichert Mittelstädt.

Maik Schröder

Maik Schröder

Redakteur

Maik Schröder ist gebürtiger Ostwestfale und fährt am liebsten auf seinem Gravelbike durch die Natur. Gerne darf die Tour auch einen kulinarischen Stopp enthalten, um sich für die nächsten Kilometer zu stärken. Auch wenn es im Flachland wenig Höhenmeter zu bewältigen gilt, hat er das ambitionierte Ziel, einmal eine Transalp zu absolvieren. Als Online-Redakteur ist er verantwortlich für die Erstellung von digitalen, redaktionellen Inhalten wie Newsmeldungen, Neuvorstellungen und Event-Berichterstattung.

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