Bucketliste 2025Diese 15 Punkte solltest du abhaken: „Später ist jetzt!“

Dimitri Lehner

 · 16.03.2025

Ab in die Berge, hoch auf einen neuen Gipfel, runter über einen neuen Trail.
Foto: Pierre Vieira
Verschieben und verdaddeln sollen andere – jetzt ist später und später ist jetzt! Action statt Lamentieren – hier sind 15 Dinge, die auf deiner Bucketliste stehen sollten für diese Saison – mehr noch: Diese Projekte solltest du asap in Angriff nehmen.

1 Neue Trails erkunden

Das sagt sich so leicht – wissen wir! Weil aufwändig, anstrengend, ungewiss. Neue Trails sind Wundertüten, in denen auch böse Überraschungen stecken können. Aber auch Freuden. Denn neue Trails wecken die Sinne, steigern die Lebendigkeit, lassen die Nerven knistern und pumpen Blut durch die Adern. Besonders dann, wenn es hoch hinausgeht, über die Baumgrenze, den Felsengipfeln entgegen – wie der französische Trail-Sucher Kilian Bron irgendwo in den Dolomiten (Foto).

2 Bei Schmodder shredden

Biken bei Sauwetter: schlittern, rutschen, jubelnFoto: Wolfgang WatzkeBiken bei Sauwetter: schlittern, rutschen, jubeln

Zugegeben: Es kostet Überwindung. Aber nach der ersten Pfütze, der ersten Matschkuhle, dem ersten Schlamm-Graffiti im Gesicht wird's leichter. Und dann wird's spaßig, das garantieren wir. Irgendwann vergisst du den Regen, den Batz, den grauen Himmel. Netter Nebeneffekt: Fahren im Schmodder schärft deine Bike-Skills. Denk an Danny Hart und seine Jahrhundert-Abfahrt in Champéry. Unbedingt auf YouTube gucken!

3 Biken & Baden

Rein ins Wasser: unter 10 Grad wird’s sportlich. Doch denkt an die EismeileFoto: Wolfgang WatzkeRein ins Wasser: unter 10 Grad wird’s sportlich. Doch denkt an die Eismeile

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Gibt es etwas Schöneres, als den Epic-Ride im See enden zu lassen? Klamotten runter und rein ins Wasser. Der Kleb, der Schweiß, der Mief – weg damit – herrlich! Bei uns gehört das zum Sommer dazu. Und wenn kein See zur Hand ist, findet sich meistens ein Bach oder Gumpen in den Bergen. Ab unter 10 Grad wird’s sportlich. Doch denkt an den Kaltwasser-Wettkampf, die Eismeile. Es geht darum, eine Strecke von einer Meile (etwa 1.609 Kilometer) in Wasser mit einer Temperatur von 5 Grad Celsius oder darunter zu schwimmen. Die Schwimmer dürfen keinen Neoprenanzug oder andere wärmeisolierende Kleidung tragen. Normalerweise sind nur Badehose/Badeanzug, eine Badekappe und eine Schutzbrille erlaubt.

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4 Den Drop wagen

Erzeugt Glücksgefühle (wenn’s gut geht): der Drop. Hier im Bikepark Serfaus-Fis-Ladis.Foto: Wolfgang WatzkeErzeugt Glücksgefühle (wenn’s gut geht): der Drop. Hier im Bikepark Serfaus-Fis-Ladis.

Droppen ist Magie pur. Der Nervenkitzel lässt die Synapsen feuern; danach gibt es die Botenstoffe Dopamin und GABA (Gamma-Aminobuttersäure). Sie erzeugen Freude und Wohlbefinden. Ein weiteres Plus: Die Technik ist simpel. Tipp: Geschwindigkeit erzeugt Sicherheit. Alles, nur nicht zu langsam über die Kante rollen.

5 Jeden Tag mit 30 starten

Die Sportwissenschaft weiß: Ohne Krafttraining geht gar nix. Ab 40 am besten mit Gewichten.Foto: urbazonDie Sportwissenschaft weiß: Ohne Krafttraining geht gar nix. Ab 40 am besten mit Gewichten.

Training braucht: Kontinuität. Da hilft nur Trainingsroutine z. B. nach dem Aufstehen 30 Push-Ups. „Each day, every day!“, wie US-Navy-Seal und Fitness-Coach David Goggins fordert. Gerade Push-Ups sind eine ideale Ganzkörperübung. Durch die Vielzahl der beteiligten Muskeln stärken Liegestütze Oberkörper, Arme und Körpermitte. Wer sie z. B. auf der Lenker-Wackelstange Pro Pilot macht, kann beim Biken den Lenker besser halten und schneller reagieren.

6 Cerro Abajo live erleben

Das muss man live sehen, um’s zu glauben: Cerro Abajo. Z.B. diesen Oktober in Genua.Foto: Gabriele Seghizzi / Red BullDas muss man live sehen, um’s zu glauben: Cerro Abajo. Z.B. diesen Oktober in Genua.

Cerro Abajo ist das UFC-Fighting des Bike-Sports. Gefährlicher, actiongeladener, spannender geht es kaum. Im Oktober findet der krasse City-Downhill in Genua statt, an der italienischen Riviera. Wir sagen: hinfahren, jubeln, staunen und Superstar Juanifer Vélez live erleben. Tipp: Den Trip mit einem Stopp in Finale Ligure kombinieren und unsere Lieblings-Trails fahren: 1 Rollercoaster, 2 Tobogan, 3 H-Trail.

7 Nie mehr absteigen!

Dieses Projekt richtet sich vor allem an die Elektro-Fraktion. Außer du heißt Braydon Bringhurst oder hast wie Tomáš Slavík Sprengstoff in den Waden. Wir haben beim Bike-Test in Finale Ligure gerade wieder erlebt, welche fiesen Uphill-Trails man mit dem E-Bike meistern kann. Unglaublich – und so spaßig! Das musst du unbedingt erleben! #NieMehrAbsteigen

8 Hinterrad versetzen wie...

Spitz auf Kehren: lenken, Bremse ziehen, nach vorne kippen, Hüfte schwingen. Jetzt du!Foto: Kirsten-J. SörriesSpitz auf Kehren: lenken, Bremse ziehen, nach vorne kippen, Hüfte schwingen. Jetzt du!

... Trialstar Thomas Öhler. Praktisch: Den Move kann man gut auf dem Parkplatz lernen.

  • Schritt 1: Bremsen ziehen, Gewicht nach vorne, bis das Hinterrad abhebt.
  • Schritt 2: Durch Hüftschwung das Heck verschieben.
  • Schritt 3: Bewegungen vereinen.

In der Trail-Kurve kommt die Lenkbewegung dazu. Wir sagen: Mit dieser Fahrtechnik werden verwinkelte Trails zum Trickspektakel, jede Haarnadelkurve zur Stuntshow. Immer daran denken, was Thomas Öhler sagt: Erst lenken, dann schwenken.

9 Zum Logrider werden

Buddy-Challenge Logride: Wer schafft’s – du oder ich?Foto: Marcus Cole / Red BullBuddy-Challenge Logride: Wer schafft’s – du oder ich?

Unser Motto: viel Logride, viel Gaudi! Der Balance-Akt belebt jede Bike-Runde, fordert das Gleichgewicht, testet die Feinmotorik, beschleunigt den Puls, macht Spaß und zeigt: „Ich hab’s drauf!“ Oder auch nicht. Besonders witzig: Logrides als Buddy-Challenge, wie hier (Foto) die Burschen aus Schottland, Kriss Kyle und Danny MacAskill. Die Schwierigkeit lässt sich beliebig steigern. Am spannendsten finden wir Logrides mit Konsequenzen, z. B. wenn der Baumstamm (Log) über einen Tümpel oder Schmoddergraben liegt.

10 Den Riding Buddy loben

Geil gefahren, Kurve mit Style gebraaapt, fett gewhippt? Sag’s dem Buddy, gibt ihm Props!Foto: Ale Di LulloGeil gefahren, Kurve mit Style gebraaapt, fett gewhippt? Sag’s dem Buddy, gibt ihm Props!

Loben tut gut – dem Gelobten wie dem Lobenden. Deswegen: Props (Proper Respect) für deinen Riding-Buddy! Neurologen wissen: Lob stärkt das Selbstbewusstsein, steigert das Vertrauen in die eigenen Skills, hebt den Teamgeist und reduziert Stress. Der Neurotransmitter Dopamin spielt hier eine zentrale Rolle. Er ermutigt das Gehirn dazu, die gelobten Aktionen zu wiederholen.

11 Müll einsammeln

Here to stay: Müll und dessen VergänglichkeitFoto: <a href="https://www.sdw.de/ueber-den-wald/verhalten-im-wald/muell-im-wald/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schutzgemeinschaft Deutscher Wald</a>Here to stay: Müll und dessen Vergänglichkeit

Müll in Wald und Wiese? Es gibt wenig, was uns mehr triggert. Besonders ärgerlich: die Taschentücher, die nach Pinkelpausen im Dickicht verstreut werden. Zwar zersetzt sich ein Taschentuch unter Idealbedingungen in wenigen Wochen, hässlich aussehen tut’s dennoch. Trockenes Unterholz kann der weiße Fetzen sogar jahrelang verschandeln. Plastikflaschen – bitte festhalten! – brauchen bis zu 450 Jahre, um sich zu zersetzen. Na, bravo! Wer macht so was? Wir sagen: Hilf mit, steck's ein – Dose, Tüte, Plastikfolie... okay, das Pinkeltuch darfst du liegen lassen (Ekelalarm!). Es muss nicht immer eine große Säuberungsaktion sein – Müll einsammeln und mitnehmen beim Trailride tut's auch. #FreeYourTrail

12 Ein Race fahren

Rennen fahren: Muss ja nicht gleich der Cerro Abajo sein.Foto: Gonzalo Robert / Red BullRennen fahren: Muss ja nicht gleich der Cerro Abajo sein.

Allen Nicht-Racern sei gesagt: Just do it! Ein Race ist ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst. Das garantieren wir! Die Spannung, der Vibe, die Atmosphäre. Ob Jedermann-Marathon wie z. B. beim BIKE-Festival in Willingen, Hobby-Enduro-Race, wie bei der Serie Enduro One, oder gar ein Megavalanche für alle Unerschrockenen.

13 Es endlich lernen: Schaltung justieren

Klicker, klacker, rassel – eine verstellte Schaltung nervt. OMG, wie die nervt! Nachjustieren erscheint vielen als Hexerei, als nicht zu erlernender Skill, wie flüssig Chinesisch zu sprechen oder bei der Tourist Trophy Isle of Man mitfahren zu können. Wir geben Entwarnung: Man kann es lernen. Z. B. mit dem Tutorial von BIKE-Redakteur Stefan Frey auf YouTube.

14 Den Buddy knipsen

Riding-Fotos: Balsam für die Eitelkeit.Foto: Wolfgang WatzkeRiding-Fotos: Balsam für die Eitelkeit.

„Der Akt des Erinnerns verändert die Erinnerung“, sagt Charan Ranganath, Professor für Neurologie. War der Drop tatsächlich drei Meter hoch? Hat der Reifen tatsächlich die Schulter berührt beim Shoulderburner? Wir sagen: besser mal ein Foto knipsen. Bike-Stunts als Foto erfreuen für die Ewigkeit. Deswegen: Schnapp dir das Handy und fotografiere deinen Trail-Buddy beim Sprung, Drop, Wallride. Gelingt der Shot, wird dich dein Kumpel feiern – und auch selbst knipsen.

15 Einen neuen Park checken

Abschluss-Drop in Lenzerheide: Auch mal einen neuen Bikepark ausprobieren.Foto: Sterling Lorence / Red BullAbschluss-Drop in Lenzerheide: Auch mal einen neuen Bikepark ausprobieren.

Schon mal im Bikepark Lac Blanc in den Vogesen gewesen, in Osternohe oder Lenzerheide (Foto)? Check doch mal einen neuen Park. Doch Vorsicht – unser Tipp: Stunts zuvor gut anschauen, langsam starten nach dem Motto: „Second Run, double Fun“ und nicht gleich zu viel wollen. Das treibt nur das Verletzungsrisiko unnötig in die Höhe.

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