Wie Seefahrer, IT-Experten oder Teenies haben auch Biker ihre eigene Ausdrucksweise. Slang entsteht in Sprachgemeinschaften häufig spontan und kreativ. Manche Begriffe sind witzig, andere peinlich und bei manchen fragt man sich, wer da wohl drauf gekommen ist.
Hier findet ihr Begriffe aus dem MTB-Jargon. Wir erklären, was dahintersteckt – sofern ihr es nicht ohnehin schon kennt.
Egal, wie spektakulär der Trail, wie perfekt geshaped die Kurven oder wie episch die Szenerie – Trail-Emos sind nicht zu begeistern. Kein Aufheulen vor Freude, kein Lachen, nicht einmal ein Grinsen. Schwer zu sagen, ob sie sich im Stillen freuen oder innerlich leiden.
Das Wort kennt man aus der Heavy-Metal-Szene. Es beschreibt das ekstatische Schütteln des Kopfes im Rhythmus der Musik. Beim Biken dagegen passiert das eher unfreiwillig – zum Beispiel bei einer ruppigen Landung. Dann schnellt der Kopf durch die Wucht des Aufpralls nach vorne und federt wieder zurück. Argh!
Der Name sagt es bereits: Bikepark-Hooligans grölen rum, drehen ihre Musik auf und reden meist in derber Sprache – häufig hängen sie auf dem Seilbahn-Parkplatz ab mit Energy-Dosen in der Hand. Kurzum – Bikepark-Hooligans sind unangenehme Gesellen.
Die Boeing-Landung ist grundsätzlich eine sichere Option für Biker – und das klare Gegenteil einer Sniper-Landung. Gemeint ist eine Landung nach einem Sprung, die so breit und so lang ausfällt, dass dort – überspitzt formuliert – sogar ein Boeing-Flugzeug landen könnte. Solche Boeing-Landungen sollten häufiger gebaut werden, denn sie senken das Sturzrisiko.
Lanuals sind die hohe Schule für Stunt-Freerider. Hier wird inszeniert bei der Landung. Du dropst in die Tiefe oder springst, setzt punktgenau aufs Hinter-rad auf und ziehst direkt in einen Manual (Hinterrad-Ritt). Der Begriff? Ein Wortspiel aus Landung und Manual. Kurz gesagt: erst landen, dann lässig auf dem Hinterrad den Landehügel runter weiterrollen.
Mountainbiker ist nicht gleich Mountainbike. Nein, es gibt etliche Kategorien, wie wir wissen. Auch Gravelbikes sind nicht einfach nur „irgendwas mit Dropbar und Schotter“. Manche fallen unter den Namen Gracer – ein Wortspiel aus Gravel und Racer. Der Name ist Programm: maximaler Vortrieb, schmale Reifen, lange Sitzposition. Weniger Kaffeefahrt, mehr Angriff.
bedeutet, sich bei einem Sprung, einer Wurzel oder Felskante richtig rauszufeuern. Also: Mit Popp abzuspringen, um möglichst viel Höhe (Airtime) zu gewinnen. Manchmal muss man abziehen, zum Beispiel bei langen Gaps - sonst fällt man in den Graben.

Redakteur