Alles wird teurer. Alles! Ja, auch BIKE war vor fünf Jahren noch günstiger. Klar, man will nicht zum Großvater mutieren, der wehmütig von der 10-Pfennig-Eiskugel schwärmt. Aber ein bisschen Stöhnen muss erlaubt sein – besonders, wenn man merkt, dass einen die Bikeparks jetzt doppelt zur Kasse bitten.
Die neueste Masche: Parkgebühren. Zusätzlich zu den ohnehin jährlich steigenden Liftkarten wird jetzt auch fürs Abstellen des Autos kassiert. Das Erfolgsmodell aus dem Wintertourismus – wo Skifahrer längst daran gewöhnt sind, für jeden Quadratmeter zu blechen – hält also Einzug in die Bikewelt. Ja, auch Hotels machen das so. Selbst hochpreisige.
Dem Besucher bleibt nichts anderes übrig, als in den sauren Apfel zu beißen. Oder besser gesagt: in die saure Schranke. Immerhin zeigen sich manche Parks gnädig: In Leogang beispielsweise wird die Parkgebühr beim Kauf eines Lifttickets erstattet – quasi als Belohnung fürs Dabeisein. Doch das ist leider nicht überall Standard.
In Serfaus-Fiss-Ladis (8 Euro), Bischofsmais (3 Euro), Sölden (7 Euro), Zugspitz Bikepark (5 Euro) und Lenzerheide (5 CHF) zahlt man doppelt: einmal fürs Hochfahren, einmal fürs Davor-Stehen. So wird der Parkbesuch inklusive Anfahrt zum Luxus.
Parkgebühr bei Bikeparks? Das ist, als würde man im Biergarten nicht nur für Maß und Schnitzel zahlen, sondern auch noch für Tisch und Bank, auf denen man sitzt.
Natürlich wird alles teurer, das ist Realität. Inflation, gestiegene Betriebskosten, höhere Löhne – eh klar! Aber dann soll man doch bitte ehrlich sein und die Liftkarte entsprechend anpassen, statt mit separaten Parkgebühren durch die Hintertür zu schleichen.
Der Kunde zahlt am Ende so oder so – aber mit diesem Trick sieht das Liftticket auf der Website immer noch halbwegs human aus. Erst vor Ort, wenn die Schranke zu bleibt, kommt die böse Überraschung. Transparenz? Fehlanzeige. Doch am Ende werden es die Besucher fressen müssen, so wie die Spritpreise an der Tankstelle.

Redakteur